Silber als Rohstoff
Silber wird gediegen in der Natur gefunden
Reines (gediegenes) Silber kommt noch seltener als Gold in der Natur vor. Häufig entsteht es in hydrothermalen Gängen, wo es aus heißen Lösungen auskristallisiert ist und nicht selten Beimengungen von Gold oder Quecksilber enthält. Das strahlendweiße Metall kristallisiert im kubischen Kristallsystem und hat einen metallischen Glanz. Frisch abgeschiedenes Silber reflektiert weit über 99,5 % des sichtbaren Lichtes und stellt somit das "weißeste" aller Gebrauchsmetalle dar. Argentit Ag2S ist das wichtigste Silbererz.
Silber fällt auch als Beimetall bei der Gewinnung anderer Edelmetall an. In den letzten Jahren lag die Minenproduktion von Silber bei etwas mehr als 20 000 Tonnen. 50 Prozent der Minenproduktion stammt dabei aus Amerika, insbesondere aus Peru, Mexiko, Chile, USA und Kanada. Wichtige Förderländer sind auch China,
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Australien, Polen und Russland. Durch Recycling, etwa durch das Einschmelzen von Schmuck, Silberwaren und Münzen werden knapp 6000 Tonnen gewonnen. Um die Nachfrage von mehr als 27 000 Tonnen decken zu können, wird das Angebot durch Regierungsverkäufe beziehungsweise den Abbau anderer Lagerbestände erhöht. Die Silbernachfrage hat sich seit den 50er-Jahren mehr als verfünffacht. Die Hälfte der Nachfrage entfällt auf die Industrie, etwas mehr als ein Viertel auf Schmuck und Silberwaren, knapp ein Fünftel auf den Bereich Fotografie und ein Zwanzigstel auf Münzen und Silberbarren. |
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