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Philharmoniker Depot

10.04.14 Zinssatzanstieg am Horizont? Unwahrscheinlich.

Basierend auf dem letzten Gold Market Overview Report.Die letzten Wochen waren nicht schlecht für Investoren, deren Herzen für Gold schlagen. Der Goldpreis hängt von vielen Faktoren ab, aber vorige Muster können uns wichtige Hinweise liefern und andeuten welche von ihnen gründlich untersucht und richtig gedeutet wurden. Wenn uns die Geschichte irgendetwas über die vorigen Goldwerte unterrichten wollte, würde es in erster Linie das Folgende sein: achten Sie auf die Geldpolitik der Fed! Gute Beobachtung der Geldpolitik der Regierung ist die treibende Kraft dafür, was auf dem Goldmarkt geschieht (sicher zusammenhängend mit anderen Versorgungsfaktoren langfristig betrachtet). Wie wir es vor einem Monat besprachen, ist dies der Hauptgrund für die beobachtete Korrelation zwischen dem Goldpreis und den Zinssätzen. Nicht weil Zinssätze immer per se zufällig an den Goldpreis gebunden sind, aber weil die Zinssätze die gegenwärtige Regierungspolitik widerspiegeln.

Dieses Mal kehren wir zurück zu der möglichen Zinssatzerhöhung die so leidenschaftlich und fast zwanghaft in den Medien besprochen wird. Letztes Mal, als der Wechsel des Vorsitzenden der Fed stattfand, haben wir gehört, dass der Anstieg der Zinssätze weit, weit am Horizont liegt. Trotzdem glauben die meisten von uns anscheinend, dass die Zinssätze früher oder später zur steigen beginnen sobald die Konjunktur sich bessert. Das ist allerdings unklar und bleibt ein großes Mysterium, wenn es tatsächlich geschehen sollte. Letztens kam mehr von der Fed (Janet Yellen) über dieses Mysterium der steigenden Zinssätze. Wir werden dazu weiter unten in diesem Bericht zurückkommen, aber lassen Sie uns mal den Anfangspunkt etwas erörtern. Ungeachtet dessen was viele Beobachter fordern, kann es nicht einfach der Fall sein, dass die Fed die Zinssätze erhöht. Eigentlich könnten es für die Vereinigten Staaten noch Jahre vergehen, bis eine Art Versorgungsrezession eintritt und die Zinssätze könnten solange tief bleiben, wie sie derzeitig sind, ohne sichtbare Erhöhungen am Horizont.

Wie kann man diese These unterstützen? Ist es nicht offensichtlich, dass die Zinssätze früher oder später in die Höhe gehen? Sie könnten, aber wir weigern uns die Behauptung hinzunehmen es müsse geschehen und es gäbe ein Echo das es immer näher kommt. Lassen Sie uns den Fall Japans mal betrachten, das in den neunziger Jahren beginnt und sicherlich eine sehr gute Parallele zu den Vereinigten Staaten in diesem Augenblick ist. Nach einer riesigen Kreditluftblase, die anfangs der 1990er Jahre platzte, brach der Immobilienmarkt zusammen mit der Aktienbörse ein. Schulden blieben an Rekordniveaus und hinzukam, dass die öffentliche Schulden Spitzenwerte der gesamten Geschichte erreichten. Unter diesen Bedingungen fing die Bank Japans an den Zinssatz auf absurd niedrigen Niveaus von weniger als einem Prozent zu senken. Tatsächlich betrachtet befanden sich die Zinsen sogar im negativen Bereich. Das konnte als ein vorübergehendes Werkzeug verstanden worden sein um versagende Geschäfte zu unterstützen. Die Erhöhung der Zinssätze hätte eines Tages stattfinden sollen. Am Ende ist das Werkzeug aber ganz und gar nicht vorübergehend geworden. Es wurde zum Dauerzustand. Die Zinssätze in Japan blieben tief für eine sehr lange Zeit. Sie liegen derzeit unter einem Prozent und zwar seit 1995. 19 Jahre vergingen mittlerweile und es änderte sich nicht viel. Japan ist immer noch in den Kampf mit dem Konjunkturrückgang involviert, der einst vor zwanzig Jahren anfing. Die Maschinerie, die damals in Bewegung gebracht worden ist, läuft heute noch weiter.

Dasselbe kann in den Vereinigten Staaten geschehen.

Die Zinssatzerhöhungen sind nicht notwendigerweise auf dem Horizont zu sehen. Sie könnten für einen unbestimmten Zeitraum auf einem niedrigen Niveau bleiben. Bemerken Sie bitten, dass sie bereits seit langer Zeit niedrig bleiben. Ben Bernanke setzte den Zinssatz auf beinahe Null Ende 2008. Es blieb auf diesem Niveau das sechste Jahr in Folge. Ungeachtet der Tatsache, dass sobald eine Nullzinssatz-Politik eingeführt wird, die Experten zu debattieren anfangen, wann eine Umkehrung kommen sollte glaubten einige Optimisten, dass es innerhalb weniger Monate geschehen könnte. Doch nach einigen vergangenen Quartalen kommt die Geschichte wie ein Bumerang zurück und sobald sie zuschlagen sollte, verschwindet sie wieder.

Federal Funds Rate

Es ist wirklich hart daran zu denken, dass seit mindestens einem Jahr sich kein erkennbarer Experte traute uns über kommende Zinssatzerhöhungen in Angst zu versetzen. Obwohl wir nicht glauben, dass sich der Fall von Japan notwendigerweise in den USA wiederholt, weigern wir uns gleichzeitig es als selbstverständlich zu betrachten, dass eine Zinssatzerhöhung kommt.

Unserer Meinung nach sollten die Kapitalanleger die Äußerungen der Fed nicht so ernst nehmen, weil diese sich schnell ändern können. Behandeln Sie festgesetzte Ziele nicht als bindend, weil gewöhnlich etwas anderes auf dem Spiel steht, als das, was als Ziel festgesetzt wurde.

Was zeigt es uns über die Ströme des Goldmarktes und den Einfluss der Regierung darauf? Die gesamten Regierungsausgaben, besonders über das Zentralbanksystem, nehmen grundsätzlich nicht ab und die Fed stellt sicher, dass die Banken in das schwankende Finanzsystem weiterhin Geld pumpen können. Da dies im Begriff ist fortgesetzt zu werden, wird es wahrscheinlich einen fortlaufend positiven Einfluss auf den Goldpreis und Goldmarkt haben. Nicht notwendigerweise sofort, aber in den kommenden Jahren wird es wahrscheinlich Gold in die Höhe treiben.

Das oben Genannte ist ein Auszug aus dem Market Overview (in Englisch). Wir laden Sie ein auch die Gold Market Overview Report als Vollversion durchzulesen.

Vielen Dank

Dr. Matt Machaj
Market Overview Redakteur von Sunshine Profits

Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews keine Haftung.
Quelle: Sunshineprofits.de

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