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Philharmoniker Depot

14.05.19 Gold: Darauf kommt es jetzt an

Der Handelsstreit zwischen China und den USA eskaliert. Und während die Standardaktien gestern den schlechtesten Tag seit Januar verbuchen mussten, feierte der Goldpreis ein Comeback. Das Edelmetall konnte sich gestern deutlich von seinen Tiefständen lösen und notiert nun wieder im Bereich von 1.300 Dollar. Während Silber noch schwach war, konnten die Minenaktien im Tagesverlauf ebenfalls deutlich an Stärke gewinnen.

Fundamental waren es die Sorgen um eine Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China, die dem Goldpreis auf die Sprünge halfen. Stichwort: Flucht in den sicheren Hafen. Charttechnisch war eine größere Bewegung überfällig, nachdem der Goldpreis praktisch vier Wochen unverändert im Unterstützungsbereich zwischen 1.280 und 1.273 Dollar gelegen hat. Gestern sendeten die Bullen ein klares Signal: Wir leben noch. Entscheidend wird jetzt natürlich, dass der Goldpreis die Marke von 1.320 Dollar nach oben überwindet. Dazu wird sicher früher oder später Unterstützung von Seiten des Silberpreises von Nöten sein.

Silber notierte gestern praktisch unverändert. Der kleine Bruder von Gold befindet sich aktuell in einem Spannungsverhältnis. Einerseits sollte Silber als Edelmetall von den Spannungen zwischen den USA und China profitieren, die Investmentnachfrage sollte eigentlich anziehen. Andererseits ist Silber zur Hälfte auch Industriemetall. Und die Industriemetalle knickten gestern ein, da die Angst umgeht, die Nachfrage aus China könnte für Industriemetalle im Zuge des Handelsstreits nachlassen. Und China ist der mit Abstand größte Nachfrager auf dem Markt für Industriemetalle. Insofern dürfte eine Entspannung im Handelsstreit dem Silberpreis tendenziell eher zuträglich sein.

Kurzum: Die Bullen sendeten bei Gold gestern ein starkes Statement. Erfreulich war sicherlich auch, dass die Minen ebenfalls Stärke gezeigt haben. Doch wichtig wird nun, dass die Stärke anhält und Gold die Marke von 1.320 Dollar überwinden kann. Damit würde Gold nicht nur auf der kurzen Zeitebene, sondern auch auf der mittleren Zeitebene wieder deutlich bullisher aussehen. Langfristig bleibt natürlich die Widerstandszone zwischen 1.366 und 1.375 Dollar das Ziel.

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Quelle: http://www.deraktionaer.de

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