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17.11.17 Warnungen aus der Politik – Diese Krise kommt wieder

Der Euro schoss in dieser Woche nach oben, nachdem gute Konjunkturdaten aus Europa und der Bundesrepublik die immer noch bullische Stimmung für den Euro wieder anheizten. In den letzten Wochen kamen Zweifel an der Eurostärke auf, nachdem die Europäische Zentralbank eine Verlängerung des Ankaufprogramms bis Ende 2018 in Höhe von monatlich 30 Mrd. Euro und weiterhin niedrige Zinsen angekündigt hatte. Beim Euro zum US-Dollar wurden viele technische Verkaufssignale erzeugt. Bspw. wurde ein Abwärtstrend gebrochen und eine Umkehrformation ausgebildet, die abgeschlossen wurde. Umso erstaunlicher war es in dieser Woche, dass die wichtige technische Widerstandsmarke bei 1,165$ nach Veröffentlichung der Konjunkturdaten überwunden werden konnte, was sofort zu Shorteindeckungen führte und den Wechselkurs des Euros zum Dollar sogar über den Abwärtstrend hievte, was zu weiteren Short-Eindeckungen bzw. neuen Käufen der prozyklisch agierenden Bullen führte. Die neuesten Daten der US-Terminmarktaufsicht dürften daher in Bälde enthüllen, dass die Stimmung und die bullischen Wetten beim Euro wieder Extremhochs erreicht haben dürften. Aufgrund der kurzfristigen Stärke des Euros sackte der Goldpreis in Euro um 30 € je Feinunze ab, doch auch in US-Dollar konnte dieser nicht zulegen und blieb nahezu unverändert im Wochenverlauf. Da diese Schwäche im Zuge einer gleichzeitigen Korrektur am Aktienmarkt äußerst ungewöhnlich ist und die Terminmarktdaten für Gold Unregelmäßigkeiten aufzeigen, gehen wir davon aus, dass ein Anstieg des Goldpreises politisch unerwünscht war.

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Verdacht auf einen manipulativen preisdrückenden Eingriff am Goldmarkt.

Die Märkte ignorieren völlig die sich weitende Zinsdifferenz zwischen den USA und Europa aufgrund der diametral gegensätzlichen Geldpolitik der beiden Währungsräume. Stattdessen sehen sie in der Übernahme des Vorsitzes der US-Notenbank durch Jerome Powell schon einen Wechsel hin zu einer lockereren Geldpolitik in den USA, weshalb die Bären in Erwartung dessen weiter auf den Dollar drücken. Die Terminmarktdaten für den USD-Index zeigen historisch extrem einseitig bärische Positionierungen der Spekulanten, was den Pessimismus für die amerikanische Wirtschaft und den Dollar widerspiegelt. Wir erwarten kurzfristig hingegen eine Dollarstärke und zum Jahresende im Zuge einer Zinsanhebung in den USA, der nach den neuesten, stärker als erwarteten Produzentenpreise (+1,8 YoY) und Konsumentenpreise (+1,7% YoY) nichts im Wege stehen dürfte. Erst mit dem Eintreten der nächsten Rezession erwarten wir eine erneute Lockerung der Geldpolitik in den USA mit einem erneuten QE-Programm, das letztlich den US-Dollar abwerten und den Goldpreis aufwerten wird. Die Preise der Edelmetalle werden dann durch die Decke gehen, während die Aktienmärkte in der Rezession real drastisch einbrechen werden. Wer sich nicht mit Edelmetallen abgesichert hat, könnte den Großteil seiner Ersparnisse an die Inflation oder den Einbruch der Aktien- und Anleihemärkte verlieren.

Gestern hatte der Präsident der US-Notenbank in San Franzisco, John Williams, weiteres Gelddrucken im Falle einer Rezession bestätigt und neue quantitative Maßnahmen angekündigt. Er sagte, dass man um die nächste Rezession bekämpfen zu können, einen „völlig neuen Werkzeugkasten“ an „Lösungen“ benötigen würde und die bisherigen Maßnahmen wie Zinssenkungen und Anleihekäufe nicht mehr ausreichen würden. Die FED müsste dann sogar bisher unversuchte Werkzeuge, wie das „Nominale Einkommens-Ziel“ testen. Dies bedeutet einfach, dass die Zentralbank Geld drucken und es an die Menschen ohne Einkommen verteilen wird, um soziale Unruhen zu verhindern. Dies ist nichts anderes als Sozialismus in seiner schlimmsten destruktiven Form und wird letztlich, wie beispielsweise in Venezuela oder Zimbabwe, zu einer schnellen Zerstörung der Wirtschaft und Gesellschaft führen.

Die Warnungen der Politik vor einer neuen, noch größeren Wirtschaftskrise, womöglich der größten in der Geschichte der Menschheit, stehen groß an die Wände geschrieben. Man darf sich deshalb nicht von der Euphorie am Aktienmarkt und den vermeintlich guten Konjunkturdaten täuschen lassen – all das ist lediglich auf das vorherige Drucken von Geld aus dem Nichts gebaut und stellt eine monetäre Scheinblüte dar, die jederzeit implodieren kann und es letztlich zwangsläufig auch wird. Wir bewegen uns seit 9 Jahren im Auge eines großen Hurrikans und die westlichen Volkswirtschaften sind gerade dabei dieses zu verlassen und zurück in den Sturm und die Wirtschaftskrise zurückzukehren. Beispielsweise ist das Hindenburg-Omen ein vielbeachteter Indikator, der zwar nicht immer richtigliegt, doch oftmals vor dem Einbruch der Aktienmärkte aufgetreten ist. Vor zwei Wochen tauchte eines auf und kurz darauf fielen die Aktienmärkte so stark wie seit drei Monaten nicht mehr. Kombiniert man diesen Indikator mit dem „Titanik Syndrom“, so zeigt die Historie, dass dieses Signal nahezu perfekt immer nur wenige Monate vor dem Hoch der Aktienmärkte im Jahr 2000 und 2007 auftauchte. Hat dieser Indikator recht, so könnte es zu einer Rezession und einem Einbruch der Aktienmärkte in den kommenden 6-12 Monaten kommen.

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Das Hindenburg-Omen und das Titanic-Syndrom kündigten erfolgreich die großen Einbrüche an den Aktienmärkten an.

Ich selbst war aufgrund der Geldschwämme durch die Notenbanken in den letzten Jahren bullisch für die Aktienmärkte und reihte mich nicht in die Schar der Bären ein. „Don’t fight the FED“ hieß die Devise, die sich in dem steigenden Aktienmarkt bezahlt gemacht hat. Erst seitdem die US-Notenbank kürzlich beschlossen hatte, dem Markt im kommenden Jahr 600 Mrd. Dollar an Liquidität entziehen zu wollen, sehe ich die Chance einer erneuten Rezession und eines Einbruchs am Aktienmarkt im kommenden Jahr 2018.
Bricht die Rezession dann erst einmal los, wird es kein Halten mehr geben und das Dow/Gold Ratio womöglich sukzessive auf 1 fallen bzw. der Goldpreis 15 Mal besser performen als die Aktienmärkte. Denn wenn es erst einmal zur Rezession kommt, dann hilft das Drucken von neuem Geld nur noch nominal, denn die inflationsbedingt real steigenden Zinsen werden die Fehlallokationen in der Wirtschaft nicht mehr aus ihren Fängen lassen. So wird es dann wahrscheinlich zu einer Wiederholung des stagflationären Umfeldes der 70er Jahren kommen. Damals fielen die Aktienmärkte real um über 80% während der Goldpreis nominal um über 2.000% zulegen konnte.

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Nach der Scheinblüte dürfte der Dow Jones real wieder fallen und der Goldpreis ansteigen.

Seit dem Jahr 2000 und dem Platzen der Dotcom-Blase, als die Edelmetalle bei 250$ völlig unterbewertet waren und völlig gemieden wurden, ist ein Investment in Edelmetalle nicht mehr so interessant gewesen, wie aktuell. An den Aktienmärkten sollte man nie der Herde hinterherlaufen, sondern in die Assetklassen investieren, die niemanden interessieren, da diese die Unterbewerteten sind. Wer hingegen der Herde in einer Manie hinterherläuft, wird feststellen müssen, dass der Aktienmarkt keine Einbahnstraße ist und letztlich vom entgegenkommenden Verkehr letztlich überrollt wird.

© Blaschzok Financial Research

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