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19.03.19 Die Rezession und die zweite Runde der Reflationierung haben bereits begonnen

Zwei Monate vergingen seit dem Ende der Anleihekäufe der Europäischen Zentralbank zum Ende des letzten Jahres, bis neue Lockerungen in Form von langfristigen Krediten (TLTRO-III) für die Geschäftsbanken bekanntgeben werden mussten. Vermeintlich geplante Zinsanhebungen wurden auf unbestimmte Zeit verschoben und die Angst vor einer Rezession geht längst um. Ende Januar hatte die US-Notenbank ihre Geldpolitik um 180 Grad geändert. Damals verkündete die FED, dass man die beiden geplanten Zinsanhebungen für 2019 plötzlich verworfen habe und später im Jahr die bisherige Rückführung der zuvor erzeugten Geldmenge eingestellt werden soll. Seither ist jedem smarten Investor klar geworden, dass man das Geld, das man in ein Ponzi-Schema eingezahlt hat, nicht wieder herausziehen kann, ohne dass das Betrugssystem in sich zusammenfällt. Die Märkte haben verstanden und der Powell-Put ist wieder aktiv. Die US-Aktienmärkte sind seither massiv angestiegen und ein Crash ist damit unwahrscheinlicher geworden. Selbst ein Bärenmarkt dürfte nominal in einem stagflationären Umfeld eher in einem trendlos seitwärts verlaufenden Markt münden. Die USA und Europa befinden sich seit Ende letzten Jahres real vermutlich bereits in der Rezession und die abrupte Kehrtwende in der Geldpolitik weltweit ist ein Zeichen von Panik.

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Die Notenbanken halten wieder die Hände unter dem Aktienmarkt, damit dieser zumindest nominal nicht einbricht.

In diesem Zusammenhang muss auch die geplante Fusion zwischen der Deutschen Bank und der Commerzbank gesehen werden. Die Deutsche Bank ist eine der weltweit systemrelevantesten Banken und ein Bankrott dieser könnte ähnliche Folgen wie die Pleite von Lehman Brothers haben. Wenn kein Geld da ist, um die Deutsche Bank zu retten und eine Rettung nicht gut aufgenommen würde, so muss sie eben mit einer Bank fusionieren, die schon in staatlicher Hand ist. Das könnte ein möglicher Beweggrund für die Forderung von Bundesfinanzminister Olaf Scholz nach einer Fusion mit der Commerzbank sein. Die Commerzbank wurde in der Krise 2008 mit Steuermitteln gerettet und die Bundesregierung hält noch immer 15 % ihrer Anteile.

Seit Jahrzehnten werden die staatlich verursachten Fehlallokationen in der Wirtschaft größtenteils nicht mehr beseitigt, indem man bereinigende Krisen durch staatliche Eingriffe verhindert. Die Fehlallokationen, die Zombiestaaten und Zombieunternehmen, die sich nur noch aufgrund der Nullzinsen über Wasser halten können, haben nie dagewesene Ausmaße angenommen. Das Verhalten der Notenbanken in diesem Jahr spricht Bände – sie fürchten sich vor einer Rezession, sie fürchten sich vor Bankenpleiten und sie werden alles tun, um einen deflationären Crash zu verhindern. Dafür werden sie im Notfall die Druckerpressen von früh bis spät laufen lassen und letztlich auch direkt die Schulden von Staaten und systemrelevanten Unternehmen aufkaufen. All dies wird letztlich zur Entwertung aller Ersparnisse sowie Renten- und Pensionsansprüchen führen. Schutz bieten Edelmetalle, deren Nachfrage massiv zunehmen und deren Preis diametral gegensätzlich entsprechend ansteigen wird.

Der Powell-Put war nicht nur ein Signal für Käufe am Aktienmarkt, sondern auch ein Signal für eine bevorstehende Trendwende am Goldmarkt. Während der Goldpreis in Euro seit Anfang 2014 bereits wieder im Aufwärtstrend ist, so steht nun auch ein neuer Bullenmarkt beim Gold in US-Dollar bevor. Ende des Jahres wird das Quantitative Tightening Programm der FED Geschichte sein und die ersten Ausläufer der Rezession nicht mehr unter den Teppich gekehrt werden können. Die Notenbanken werden reagieren und einen deflationären Crash zu verhindern wissen. Spätestens dann wird der Goldpreis über den Widerstand bei 1.350 $ ansteigen können und das Signal für einen neuen Bullenmarkt liefern.

© Blaschzok Financial Research

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Quelle: www.BlaschzokResearch.de | www.goldsilbershop.de

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