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Philharmoniker Depot

16.02.18 Preise steigen – die Stagflation steht vor der Tür

Bitcoin erreichte in dieser Woche wieder die Marke von 10.000$ nachdem ein unbekannter Käufer 400$ Mio. US-Dollar in die Kryptosoftware investiert hatte. Dies kann man, dank der transparenten Blockchain, lückenlos nachverfolgen. Die Zinsen in Europa und den USA stiegen und vice versa kamen die Anleihemärkte weiter unter Druck, während sich die Aktienmärkte kurzzeitig wieder etwas von dem letztwöchigen Crash erholten. Am Aktienmarkt ist die bullische Stimmung mit dem Einbruch zerschlagen und die Angst hält sich, weshalb kurzfristig nicht mit einer Fortsetzung der Rallye zu rechnen ist.

Die neuesten Zahlen zur Inflation in den USA kamen mit 2,1% zum Vorjahr viel heißer rein als man erwartet hatte (+1,9%), was die Märkte alarmierte. Es verwundert daher nicht, dass der Dollar kurzzeitig weiter unter Druck kam, die zehnjährigen US-Zinsen weiter anstiegen und nun zu 2,9% rentieren. Die gibt dem neuen US-Notenbankchef auch Spielraum für eine Fortführung der bisherigen hawkischen Geldpolitik.

Die Preise in den USA steigen stärker als erwartet und signalisieren weiter steigende Zinsen.

Die steigenden Zinsen und das Ende der Liquiditätsversorgung könnten zu einem Einbruch an den Finanzmärkten und letztlich einer starken Rezession in der Realwirtschaft führen. Seit dem Jahr 2008 wurden über niedrige Zinsen und viel billiges Geld Fehlallokationen geschaffen, die ohne weitere Unterstützung durch niedrige Zinsen nicht überlebensfähig sind und bankrott gehen müssen. Die aufziehende Depression könnte die Schwerste seit Menschengedenken werden. Darum glauben viele, dass letztlich die Notenbanken – ähnlich dem Jahr 2008 – bereitstehen und gegebenenfalls auch mit Helikoptern das Geld abwerfen werden, um diese Entwicklung und einen Schaden für Staat und Bankensystem zu verhindern.

Letztlich werden sich der Staat und das Bankensystem durch die Entwertung ihrer Schulden zwar sanieren können, doch dabei werden alle Ersparnisse der Bevölkerung über Inflation bzw. Kaufkraftentwertung vernichtet werden. Um ihre Ersparnisse und deren reale Kaufkraft zu schützen, werden Sparer, Investoren und Spekulanten in den sicheren Hafen des Goldes flüchten und den Preis in bisher unbekannte Höhen treiben. Die Edelmetalle werden davon profitieren und bereits jetzt zeichnet sich diese Entwicklung ab. Noch spielt die Musik, obwohl die Party am Aktienmarkt bereits vorbei sein könnte. Am Anleihemarkt hat die Musik bereits aufgehört zu spielen und Zinsen sowie Gold zeigen bereits relative Stärke und steigen an. Die Ereignisse könnten sich in 2018 schnell überschlagen und Gold dabei rasch durch die Decke gehen. Die Stagflation lässt mit der in den USA persistent hohen Teuerung und gleichzeitig schwächerer Industrieproduktion bereits grüßen. Auch die Produzentenpreise sind mit 2,7% zum Vorjahr deutlich stärker gestiegen als die Erwartungen (2,4%).

© Blaschzok Financial Research

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Quelle: www.BlaschzokResearch.de | www.goldsilbershop.de

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