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Philharmoniker Depot

01.12.15 Euro Krise - Einzelhandelsumsätze stagnieren

in diesen vorweihnachtlichen Tagen ist ja massenmedial oft zu lesen, dass die Deutschen in bester Kauflaune seien. In Zeiten, in denen der Null-Zins zur neuen Normalität wurde, könnte man fast meinen, dass die Einzelhändler einen Crack-Up-Boom erleben. Dem ist aber nicht so.

Umsätze stagnieren

Die deutschen Einzelhändler haben im Oktober den dritten Monat in Folge kein Umsatzplus geschafft. Das vermeldete gestern das Statistische Bundesamt mit Sitz in Wiesbaden. Die Einnahmen stagnierten auf dem Niveau des Vormonats. Immerhin, im September hatte es noch ein Minus von 0,2 Prozent und im August von 0,5 Prozent gegeben. Preisbereinigt (real) fiel der Umsatz sogar um 0,4 Prozent. Und das lag aber deutlich unterhalb der Erwartungen. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem kalender- und saisonbereinigten Anstieg um 0,4 Prozent gerechnet. Immerhin sieht die Bilanz im Vergleich zum Oktober 2014 besser aus. Hier gab es Plus von 2,4 Prozent.

Internethandel wächst weiter stark

Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte im Oktober 2015 real 2,3 % und nominal 3,2 % mehr um als im Oktober 2014. Dabei lag der Umsatz bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten real um 2,4 % und nominal um 3,2 % höher als im Vorjahresmonat. Im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln wurde real 0,8 % und nominal 2,2 % mehr umgesetzt als im Oktober 2014. Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsätze real um 1,8 % und nominal um 2,4 % über den Werten des Vorjahresmonats. Dabei erzielte der Internet- und Versandhandel wie bereits in den Vormonaten überdurchschnittlich hohe Zuwachsraten (real + 9,0 % und nominal + 10,6 %). Von Januar bis Oktober 2015 setzte der deutsche Einzelhandel real 2,8 % und nominal 2,7 % mehr um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Reuters meldet weiter, dass nun alle Hoffnung der Händler in der heißen Phase des Weihnachtsgeschäfts liegt. Demnach verliefen die Geschäfte am ersten Adventswochenende dem Branchenverband HDE zufolge verhalten. Für November/Dezember werde mit einem Umsatzplus von zwei Prozent auf knapp 87 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr gerechnet.

Ja, das sind die Hoffnungen. Ob diese dann auch berechtigt sind, wird sich zeigen...

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Quelle: http://www.investor-verlag.de

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