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Philharmoniker Depot

18.11.15 Euro Krise - Terror verstärkt Abwärtsrisiken

Ja, liebe Leser, es ist immer noch sehr schwer, in diesen Tagen einfach so zum Tagesgeschäft zurückzukehren. Am gestrigen Dienstag musste leider das Länderspiel Deutschland gegen die Niederlande abgesagt werden. Leider, leider.

Starke Abwärtsrisiken

Höchst beachtlich ist auch, dass selbst der Chefvolkswirt der EZB auf die möglichen wirtschaftlichen Folgen der Ereignisse von Paris hinweist. Die Abwärtsrisiken für die Wirtschaft in der Eurozone könnten sich nach Einschätzung von Herrn Praet durch die dramatischen Ereignisse von Paris erhöht haben. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg sagte er, weiter, dass die Rückkehr zu dem von der EZB vorgegebenen Preisstabilitätsziel von nahe zwei Prozent durch die jüngsten Entwicklungen weiter zurückgeworfen worden sei.

Wörtlich sagte er:

"Wir bleiben in einem Umfeld mit mittelfristig niedrigem Preisdruck. Daran hat sich nichts geändert."

Allerdings hätten sich die harten Konjunkturdaten zuletzt etwas weniger ermutigend gezeigt. Das Wachstum im dritten Quartal hätte nur dem unteren Ende der Erwartungen gelegen. Mit Blick auf Deutschland merkte er an, dass die wirtschaftlichen Nachrichten aus deutschen Landen zuletzt etwas weniger positiv gewesen seien. All dies sei zwar nicht ausreichend, um von einem geänderten Basisszenario zu sprechen. Allerdings seien die Abwärtsrisiken nicht gesunken, sondern hätten sich eher - und unglücklicherweise - ein wenig erhöht, so Herr Praet gegenüber Bloomberg.

Ja, unter dem Strich spricht in der aktuellen extrem viel dafür, dass die Draghi-EZB im Dezember geldpolitisch noch mehr Vollgas geben wird. Vielleicht sogar in einem Ausmass, welches wir uns bis heut noch gar nicht vorzustellen wagen.

Und hier ist nichts undenkbar. Wohin die Reise gehen könnte, ließ Herr Praet mit seinen Andeutungen auch zwischen den Zeilen wissen. Momentan liegt der Einlagensatz bei minus 0,2 Prozent. Und just in dem Kontext sagte Herr Praet, dass die Erfahrung der EZB mit einem negativen Einlagensatz günstiger als zunächst erwartet sei.

Damit wäre es wahrlich eine Überraschung, wenn die EZB nicht an dem Einlagensatz im Dezember weiter "schrauben" würde...

Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews keine Haftung.
Quelle: http://www.investor-verlag.de

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