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Philharmoniker Depot

30.10.15 Euro Krise - Konsumoptimismus in Deutschland lässt nach

oh oh oh - im Herbst des Jahres 2015 scheinen selbst die Deutschen etwas skeptischer und vorsichtiger zu werden. Jedenfalls was ihre Konsumstimmung angeht. Und das alles in Zeiten, in denen das konventionelle Sparen im Nullzins-Umfeld sich nicht mehr lohnt.

Verbraucherstimmung lässt nach

Fakt ist jedenfalls der Nürnberger GfK zufolge, dass die Verbraucherstimmung in Deutschland sich weiter abschwächt. Die GfK teilte mit, dass das Konsumklima zum dritten Mal in Folge leicht zurückgeht. Zwar könne die Einkommenserwartung ihren Wert aus dem Vormonat bestätigen, die Konjunkturerwartung sowie die Anschaffungsneigung müssen jedoch Einbußen hinnehmen. Bei den deutschen Verbrauchern lasse die gute Stimmung der vergangenen Monate langsam nach. Höhchst beachtlich und relevant ist auch, dass die Konjunkturerwartung – wie bereits im Vormonat – deutlich zurückgehen würde.

Konjunktursorgen nehmen zu

Höchst interessant ist jedenfalls, dass der GfK zufolge dieser Indikator besonders unter dem Eindruck der anhaltenden Flüchtlingskrise stehen würde. Die Konjunktursorgen der Bundesbürger seien im Oktober gewachsen. Der Indikator verliert nun schon zum fünften Mal in Folge. Zwar falle das Minus mit 9,3 Punkten etwas weniger stark aus als im Vormonat (-10,2 Punkte). Die Konjunkturerwartung rutschte aber zum ersten Mal seit Mai 2013 mit -2,9 Zählern unter die Nulllinie, also unter ihren langjährigen Durchschnittswert. Der kontinuierliche Rückgang der Konjunkturaussichten gehe der Gfk zufolge einher mit der Befürchtung vieler Bundesbürger, dass sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten verschlechtern werde. So geben im Oktober etwa 44 Prozent der Befragten an, dass sie davon ausgehen, dass die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten stark steigen bzw. steigen werde. Noch im Juli lag dieser Antei laut GfK nur bei 22 Prozent. Dagegen würden nur noch 10 Prozent eine sinkende Arbeitslosigkeit (Juli 2015: 25 Prozent) erwarten.

Ursachenforschung

Diese zuletzt stark gestiegene Sorge vor mehr Arbeitslosen hat die GfK zum Anlass genommen, insofern Ursachenforschung zu betreiben. Und hier ist der Befund aus Sicht der Befragten eindeutig. 70 Prozent derjenigen, die davon ausgehen, dass die Arbeitslosigkeit in den nächsten Monaten ansteigen wird, sehen die wesentliche Ursache in der Flüchtlingskrise, also dem anhaltend starken und teilweise unkontrollierten Zustrom von Asylbewerbern. Hinter diesen Zahlen spiegele sich natürlich auch die große Präsenz des Themas in den Medien wieder. Dabei seien die Unterschiede zwischen West und Ost nicht sehr groß. Im Osten würden der GfK zufolge 67 Prozent, im Westen 71 Prozent die Flüchtlingsthematik als Grund für pessimistischere Beschäftigungsaussichten nennen. Interessant ist auch, dass vom VW-Skandal um manipulierte Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen nach Einschätzung der deutschen Verbraucher aus heutiger Sicht dagegen kaum ein Risiko für den Arbeitsmarkt auszugehen würde. Nur 8 Prozent würden dies als Grund für eine erwartete Eintrübung bei der Beschäftigung sehen.

Anschaffungsneigung geht zurück

Kein Wunder also, dass die Anschaffungsneigung der Deutschen nun schon zum fünften Mal in Folge leicht zurückging. Im Sog sinkender Konjunkturaussichten müsse auch die Anschaffungsneigung im Oktober Einbußen hinnehmen, so die GfK Mit einem Minus von 4,5 Zählern seien die Verluste vergleichsweise gering. Zudem bleibe das Niveau des Indikators mit 45,9 Punkten nach wie vor überaus hoch. Im Vergleich zum entsprechenden Wert des Vorjahres sei dagegen nur noch ein minimales Plus von 0,3 Punkten übrig geblieben. Trotz dieses neuerlichen Rückgangs sei aber die Konsumfreude immer noch sehr ausgeprägt. Vor allem stabile Beschäftigungsverhältnisse sowie spürbar steigende Einkommen seien die wesentlichen Stützen.

Ja, die Flüchtlingskrise wirkt sich schon jetzt aus. Spannend, sehr spannend wird es werden, wenn demnächst Steuer- und Abgabenerhöhungen zur Bewältigung der immensen finanziellen Lasten der Völkerwanderung in die Diskussion kommen...

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Quelle: http://www.investor-verlag.de

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