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Philharmoniker Depot

13.09.12 Fallende Weltreiche und Ihre Währungen II ...Konsequenzen für Gold und Silber

Gold ...Kommt es zu dieser Dollar Panik, wofür von den Rohwarencharts über die Devisengrafiken und die Dollar-shortpositionen alles spricht, dann wird es auch zu Panikkäufen in diesen monetären Metallen Gold und Silber kommen, denn das Ausland hat 12'000 Mia in US$ gebunkert, die mindestens zum Teil einen neuen Hort suchen und Gold und Silber bieten diesen zweifellos an. Jedenfalls haben die Preise seit Mitte August heftig angezogen, die Korrektur ist sicher vorbei. (Grafik 16). Damit wird immer wahrscheinlicher, dass der Ausbruch über die Trendlinie von 1869 (Grafik 17) verbunden mit dem Hoch von 1980, der letztes Jahr stattfand und dieses Jahr nochmals zurück auf diese Trendlinie führte, sich fortsetzt. Diese Trendlinie ist die obere Linie eines riesigen Keils. Ausbrüche aus Keils sind allermeistens heftig. Dieser Keil sieht in seiner Natur gleich aus wie die Rohwarengrafiken und der Dollarindex. Der Bullmarkt seit 1934 liefert mit dem Trendkanal auch obere Preisgrenzen, die sich mit den Berechnungen aus den Bullphasen von 1869 und 1979 decken und über 7'000 $ liegen. Aber auch die Zeitphasen (Grafik 18), die seit 1800 für Bull- und Bearzyklen stets nahe bei Fibonaccizahlen lagen, spricht dafür, dass es parabolisch wird.


Grafik 16: Gold in US$, täglich.

Grafik 17: Gold in US$ seit 1800, jährlich

Grafik 13: Gold und Fibonacci

Silber weist die extremste Situation auf, die man sich vorstellen kann, weil es nur ca. 1% des flüssigen Goldmarktes (ca. 2 Mia Unzen oder ca. 3'500 Mia $)
ausmacht. Zu Zeiten als Silber noch monetär war, betrug dieser Anteil 30 – 40%. Grafik 14 zeigt den Bullmarkt in Silber seit 2003. Die Korrektur seit Frühjahr 2011 fiel Flach aus im Gegensatz zur Korrektur im Frühjahr 2010. Damit ist klar, dass diesen Sommer eine fünfte Welle startete. Diese fünfte befindet sich aber schon in einer solchen, die im Herbst 2008 startete. Damit hat Silber Gold in seiner Struktur überholt. Das macht auch Sinn wegen der Knappheit und weil bei Silber die obere Trendlinie in Grafik 15 irgendwo zwischen 700 und 1'000 $ liegt. Natürlich klingt das abstrus, die obere Trendlinie liegt aber trotzdem dort oben. Aber man mache folgen Plausibilitätsüberlegung: 1980 bei 2 Mia Unzen Silber und einem Höchstpreis von 50$ betrug die Kapitalisierung 100 Mia $. Die monetäre Basis des Fed (ca. Bilanzsumme) betrug 1980 133 Mia$. Heute ist die monetäre Basis 2'600 Mia $ und die Kapitalisierung bei 1'000 $ die Unze wäre 1'000 Mia $, also 10 mal höher wie 1980, die monetäre Basis hat sich aber ver- 20-facht und das Fed ist drauf und dran, noch mehr „Geld“ zu drucken.


Grafik 14: Silber seit Beginn des Bullmarktes 2003.

Grafik 15: Silber in US$ seit 1720

Momenti von Gold und Silber ...Als Momentum bezeichne ich hier die simple Preisveränderung über 12 Monate, als die prozentuale Veränderung des Preises des aktuellen Monates gegenüber demselben Monat vor einem Jahr. Es zeigt Überhitzungsphasen nach oben und unten an.
Gold weist per Ende August 2012 eine negative Wachstumsrate (=Momentum) auf, ist also sicher nicht überkauft. Der Wert von 1974 wurde in diesem Bullmarkt noch nie erreicht. Silber dagegen hat 2011 den Wert von 1974 erreicht, liegt aber aktuell auch im negativen Bereich. Der Wert von 1980 mit 400 % kann dies mal ohne weiteres übertroffen werden.


Grafik 16: Momentum Gold

Grafik 17: Momentum Silber

Gold Silber Ratio ...Grafik 18 zeigt mit dem anziehenden Gold-Silber Verhältnis, dass die bullische Phase nach diesem Mass zurück ist. Grafik 19 weist darauf hin, dass die Kopf-Schulter Formation seit 1968 zu Ende ist. Klassisch durchbricht Preis (jeder Preis ist ein Ratio) die Nackenlinie und kommt nochmals an sie zurück (hier darüber). In der anschliessenden Phase beginnt jeweils der Preiszerfall oder Anstieg. In Grafik 20 sieht man das Ratio seit 1800 mit Monatsdaten und logarithmischer Skala. Bei dieser Betrachtung sieht man eine noch grössere Kopf-Schulter Betrachtung, mit einem Kopf ca. 1940 (Ratio über 100, hier abgeschnitten) und der Kopf von Grafik 19 wird rechte Schulter. Die Nackenlinie verläuft bei ca. 14,4. Dieser Chart ist nichts als die Bestätigung der extremen Knappheit von Silber. Ein Durchbrechen unter diese Nackeninie ist demnach in dieser Phase realistisch. Das erinnert and die obere Trendlinie von Grafik 15.


Grafik 18: Ratio wöchentlich

Grafik 19: Ratio täglich seit 1960

Grafik 20: Ratio monatlich seit 1800

Minenindexe ....Ich zeige hier nur die Index im Verhältnis zu Gold und Silber. Grafik 21 zeigt den Minenindex im Verhältnis zu Gold. Die heisse Zeit der Minen waren ab 1934, als Gold verboten wurde. Aber ab 1968, als Gold von 35$ auf 850$ stieg, fielen die Minenaktien im Verhältnis zu Gold. Auch kann man bis 1968 eine fünf-Wellen-Struktur einzeichnen gefolgt von einer Korrekturphase A-B-C, wobei C erst am Anfang steht. Es sollte nicht überraschen, dass derselbe Index relativ zu Silber noch schlechter abschneidet als gegen Gold. Grafik 21 zeigt diesen. Seit 1920 formt sich ein riesen Keil, der je drei mal oben und drei mal unten die Trendlinien berührt hat. Beim vierten mal erfolgt meist der Durchbruch. Auch dies ein weiterer Hinweis, das Karussel wird bald sehr schnell.


Grafik 20: Minenindex relativ zu Gold

Grafik 21: Minenindexe relativ zu Silber

Zum Schluss noch je eine Grafik zum Aktienmarkt (hier S&P 500). Grafik 22 zeigt diesen. Der Absturz von 2008 zeigt klar eine fünf-Wellen Struktur und die
Erholung seit 2009 ein korrektives A-B-C. Unten sieht man den RSI als Momentummass. Es ist klar divergent: das Monetum macht keine neuen Höchst, der Index erklimmt höhere Preise und das in einem Keil. Der Absturz wird in den nähere Zukunft beginnen. Der zweite Absturz ist normalerweise grösser wie der erste. Natürlich kann das Fed hinstehen und alle Aktien zusammenkaufen. Aber wohin geht dann der Dollar und Gold und Silber? In Grafik 23 sieht man die Rendite 10 jähriger US Staatsanleihe. AB 2010 erfolgte nochmals eine fünteilige Impulswelle, aber das Monetum blieb klar divergent. Auch 1980 im Hoch der Zinsen formte sich eine klare Divergenz (Trendlinien nicht eingezeichnet, aber klar sichtbar). Ich erwarte ein Anstieg bis 4% (obere Trendlinie), was nicht das Ende des Systems ist. Beide Märkte sind zu


Grafik 22: S&P 500 wöchentlich

Grafik 23: Rendite 10 jährige US-Treasury

Die Strategie des Tell Gold und Silber Fonds. Es ist die erklärte Strategie des Fonds, die historische Knappheit des Silbers und die dadurch erzwungene Preisexplosion mit einem mit Optionen gehebelten Portfolio auszunützen. Entscheidend ist nicht die Performance bis zum Anfang der Explosion, sondern die gute Positionierung vor der Explosion. Derzeit ist das der Fall, da die meisten Optionen bis März und Juni 2013laufen. Die Strategie bietet hohe Chancen, aber auch das Risiko das Zeitfenster der Preisexplosion nicht zu treffen. Ein Investor muss sich dieser Risiken bewusst sein. Die aktuelle Situation zeigt aber an, dass die Preisexplosion wahrscheinlich begonnen hat.

Rolf Nef, Manager Tell Gold & Silber Fonds“
www.tellgold.li

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