Silbernews.com - Wirtschaft http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/wirtschaftsnews Sun, 21 Jan 2018 14:42:26 +0000 Joomla! - Open Source Content Management de-de j.miedler@a1.net (silbernews.com) 21.01.18 Ausgereizte Indikatoren http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/wirtschaftsnews/160-wirtschaftsnews2018/9455-21-01-18-ausgereizte-indikatoren http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/wirtschaftsnews/160-wirtschaftsnews2018/9455-21-01-18-ausgereizte-indikatoren

Im Gefolge dieser Extrema kam es jeweils zu Seitwärtsbewegungen zwischen ein und drei Monaten (siehe Pfeile obiger Chart).

Drei der vier Werte liegen sogar über 87. In unserer Kolumne vom 16. Dezember 2016 stellten wir dar, dass in den vergangenen 100 Jahren lediglich viermal Werte über 87 erzielt wurden. Wir hatten damals herausgearbeitet, dass ein Extremwert im RSI von 87 in allen bisherigen Fällen zu einer Konsolidierung führte. Anschliessend ging es weiter aufwärts. Übertragen auf die aktuelle Situation würde es jetzt zu einer einer Konsolidierungsphase im Dow Jones Index kommen, der nochmals steigende Kurse folgen.

Es ist selten, dass Dow Jones Index und VIX gemeinsam an einem Tag um jeweils ein Prozent steigen. Seit dem Jahr 2010 ist dieses Signal erst viermal erfolgt, und zwar in den Jahren 2016 und 2017 sowie am 18. Januar 2018 (siehe folgenden Chart).

In der Vergangenheit bedeutete eine solche Konstellation häufig ein kurzfristiges Hoch.

Hinzu kommt ein Hindenburg-Omen, das ebenfalls am Donnerstag ausgelöst wurde. In den vergangenen 15 Monaten signalisierte das Auftreten von Hindenburg-Omen bis auf wenige Ausnahmen Seitwärtssituationen.

Aus Sicht des Sentiments gibt es einen neuen Rekordwert zu vermelden: 66,7 Prozent der US-Börsenbriefschreiber sind bullish eingestellt (+2,3 Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche).

In der langfristigen Perspektive seit 1980 ist durch die eingezeichnete rote Linie gut zu erkennen, dass dieser Wert nur einmal übertroffen wurde, nämlich im April 1986 (68,3 Prozent Bullen).

Nimmt man alle Werte über 64 Prozent (sie gab es außer in dieser Phase nur in den 1980er Jahren) und trägt sie in einen Chart sein, dann ist gut zu erkennen, dass einem derart hohen Sentiment jeweils eine Seitwärtsphase an den Aktienmärkten folgte.

Fazit: Die dargestellten Indikatoren zeichnen für die US-Aktienmärkte einen Übergang von einer starken Trendphase in eine mehrwöchige Seitwärtsphase vor. Anschliessend dürfte sich der Aufwärtsimpuls erneut durchsetzen.

Robert Rethfeld
Wellenreiter-Invest

Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews keine Haftung.
Quelle: Wellenreiter-invest.de

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Wirtschaft Sun, 21 Jan 2018 06:37:01 +0000
22.10.17 Extreme relative Stärke Teil 2 http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/wirtschaftsnews/152-wirtschaftsnews2017/9309-22-10-17-extreme-relative-staerke-teil-2 http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/wirtschaftsnews/152-wirtschaftsnews2017/9309-22-10-17-extreme-relative-staerke-teil-2 Der Relative-Stärke-Index (RSI) des Dow Jones Index erreichte am Freitag mit einem Wert von 88,1 Punkten ein Rekordhoch. In den vergangenen 60 Jahren notierte der RSI zu keinem Zeitpunkt auf einem derart hohen Niveau. Spitzenreiter war bisher der Wert von 87,8 Punkten vom 25.11.1996.

Der RSI wurde 1978 von Welles Wilder entwickelt. Er misst die Geschwindigkeit und den Wechsel von Preisbewegungen und oszilliert dabei zwischen 0 und 100. Der RSI wird in der technischen Analyse am häufigsten genutzt. An zweiter Stelle folgt der MACD.

In den vergangenen 100 Jahren wurden lediglich sechsmal Werte über 87 erzielt: Im Dezember 2016 - am 16. Dezember 2016 berichteten wir in einer Wochenendkolumne von diesem außergewöhnlichen Ereignis -, im November 1996, im Juli 1955, im Juni 1944 und im August 1927. Und eben jetzt am 20. Oktober 2017.

Wir zeigen die jüngsten Signale auf dem folgenden Chart, wobei wir der Vollständigkeit halber das Signal vom 1. März 2017 mit einem Wert von 85,3 Punkten hinzufügen.

Der Blick auf den Chart verrät, dass der Dow Jones Index nach den letzten beiden Signalen jeweils pausierte, bevor sich die Aufwärtsbewegung fortsetzte.

Danach wäre ein sehr hoher RSI ein Signal für eine kurzfristige Korrektur im Rahmen eines intakten Aufwärtstrends. Wir wollen wissen, ob man aus dem Verhalten des Dow Jones Index nach früheren Signalen ein Verhaltensmuster ableiten kann. Deshalb haben wir aus den früheren Signalen RSI >85 (Juni 1944, Juli 1955, Juni 1960, März 1964, Mai 1965, April 1971, November 1996) ein Verlaufsmuster gebildet, das den Durchschnittverlauf der ersten 12 Monate nach dem Ereignis abbildet.

Ein Jahr hat etwa 250 Handelstage. Auf dem Chart sieht man, dass sich der RSI in den ersten 100 Handelstagen – also in den ersten 5 Monaten - schwertut. Zwischen den Tagen 100 und 160 (Monat 5 bis Monat 8) steigt der Dow Jones Index an, bevor er im letzten Drittel des 1-Jahres-Zeitraums in eine Seitwärtsphase übergeht.

Die beiden jüngsten Verläufe (13.12.2016, 01.03.2017) zeigen gegenüber dem Durch-schnittsverlauf relative Stärke, folgen dem Muster aber prinzipiell. Insbesondere in den ersten 35 Tagen tat sich der Dow Jones Index jeweils schwer.

Was also bedeutet der RSI von 88,1 Punkten vom Freitag (20.10.17) für die Aktienmärkte? Der Dow Jones Index müsste in den kommenden Wochen konsolidieren. Eine Korrektur von 3 Prozent läge im Durchschnitt.

Robert Rethfeld
Wellenreiter-Invest

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Quelle: Wellenreiter-invest.de

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Wirtschaft Sun, 22 Oct 2017 04:53:11 +0000
13.10.17 Verschuldung steigt - Warnung vor Krise http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/wirtschaftsnews/152-wirtschaftsnews2017/9297-13-10-17-verschuldung-steigt-warnung-vor-krise http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/wirtschaftsnews/152-wirtschaftsnews2017/9297-13-10-17-verschuldung-steigt-warnung-vor-krise Während die Staatsverschuldung in den USA alleine seit dem Jahr 2010 um fast 70% anstieg, blieben die Staatsschulden der Bundesrepublik nahezu unverändert bei zwei Billionen Euro. Dies ist jedoch kein Verdienst einer vernünftigen Austeritätspolitik, sondern lediglich eine Nebenwirkung der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die es der Bundesrepublik ermöglichte, den Haushalt aufgrund der unnatürlich niedrigen Zinsen und gesunkener Zinszahlungen ins Gleichgewicht zu bringen. Die Politik der Europäischen Zentralbank konnte der Wirtschaft mit ihrer Druckerpresse jedoch nicht helfen und die keynesianische Vorstellung, mit dem Drucken von Geld Nachfrage und so Wohlstand zu erschaffen, erweist sich als Unsinn. Obwohl die Geldmenge M1 im Euroraum seit dem Jahr 2008 um über 70% ausgeweitet wurde, stieg das BIP nicht nennenswert an, sondern verharrte auf gleich niedrigem Niveau. Die niedrigen Zinsen sorgten hingegen dafür, dass sich die Schulden weltweit auf 220 Billionen US-Dollar drastisch erhöhten.

Das BIP wächst trotz Ausweitung der Geldmenge nicht

Christine Lagarde, die Chefin des Internationalen Währungsfonds, warnte nun nach einem neunjährigen geldmengengetriebenen und somit auf Sand gebautem konjunkturellen Aufschwungs die Politik an, man „müsse das Dach reparieren, solange die Sonne noch scheint“. Damit spielt sich auf eine womöglich in Bälde eintretende konjunkturelle Kontraktion – eine Rezession – an, die im kommenden Jahr womöglich die Weltwirtschaft treffen könnte. Die empfiehlt den Notenbanken die Märkte bzw. die fragile Konjunktur weiterhin mit Geld zu stützen und Länder wie Deutschland, sollten mehr in Infrastruktur investieren.

Mit dem Drucken von Geld lässt sich eine unausweichliche Bereinigung der durch das Drucken von Geld verursachten Fehlallokationen in den Volkswirtschaften jedoch nur hinausschieben, doch nicht verhindern. Wenn Nationen wie Deutschland ihre Staatsausgaben erhöhen sollen, so geht dies nur durch Verschuldung, wobei diese Ausgaben dann schnell über die Löhne preistreibend wirken, was wiederum hilf die Staatsverschuldung zu reduzieren. So sank die Verschuldungsquote Deutschlands von 79% auf 64% des Bruttoinlandsproduktes nicht etwa, weil Schulden zurückgezahlt wurden, sondern lediglich da durch die Inflation die Preise stiegen und sich somit auch das BIP nominal erhöhte, während die Staatsschulden real entwertet wurden. Die Kosten hierfür trägt letztlich immer der Steuerzahler, der den Raub jedoch nicht bemerkt und nur feststellt, dass er sich von seinem nominal gleichen Lohn Jahr um Jahr weniger leisten kann.

Die Verschuldung in Deutschland verharrt auf extrem hohen Niveau

Die Moral von dieser Geschichte ist, dass der Kleinanleger und gerade jene, die ganz wenig besitzen, diese gute Zeit nutzen sollten, um so viel wie möglich zu sparen und sich so auf kommende schlechte Zeiten vorzubereiten. Ziehen Sie also nicht Ihren Konsum vor – kaufen Sie nicht auf Kredit, sondern legen Sie Ihre Ersparnisse inflationsgeschützt an und schaffen sich so ein Polster, um auch in der Krise sicher zu sein.

© Blaschzok Financial Research

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Wirtschaft Fri, 13 Oct 2017 15:15:56 +0000
29.09.17 Nur die Privatwirtschaft kann Wohlstand schaffen http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/wirtschaftsnews/152-wirtschaftsnews2017/9276-29-09-17-nur-die-privatwirtschaft-kann-wohlstand-schaffen http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/wirtschaftsnews/152-wirtschaftsnews2017/9276-29-09-17-nur-die-privatwirtschaft-kann-wohlstand-schaffen Die Österreichische Schule der Nationalökonomie beweist auf logische und einfache Weise, dass der Staat immer ein Vernichter von Wohlstand ist. Dieser kann zwar Arbeit schaffen, doch niemals Wohlstand. In der Sowjetunion regelte der Staat mit Ausnahme des Schwarzmarktes praktisch alles, was einer Staatsquote von etwa 85 % entsprach und dennoch waren die Menschen bettelarm. Bürokraten könnten einem Teil der Arbeitslosen befehlen ein Loch auszuheben und dem anderen Teil dieses Loch wieder zu schließen, womit jeder Arbeit hätte, doch würden so keine Güter und Dienstleistungen geschaffen, die die Menschen brauchen und somit auch kein Wohlstand. Dieses plakative Beispiel soll den Unterschied in der Qualität der Arbeit aufzeigen. Denn: Arbeit ist nicht gleich Arbeit. In der Privatwirtschaft wird das Geld ebenso ausgegeben und Arbeitsplätze geschaffen, wie es der Staat mit dem Geld macht, das er den Bürgern über Steuern nimmt. Die Privatperson wird ihr Geld jedoch nur für Dinge ausgeben, die ihren Bedürfnissen und Wünschen entspricht, womit auf natürliche Weise Arbeitsplätze geschaffen werden die produktiv sind und den Wohlstand der Menschen mehren. Der Staat hat hingegen kein Interesse daran ökonomisch mit den Steuergeldern umzugehen, da es erstens ein leistungsloses Einkommen ist und zweitens jederzeit durch Steuererhöhungen mehr Geld eingetrieben werden kann. Den Großteil des Geldes gibt der Staat für seine eigene Bürokratie und damit für unproduktive Arbeit aus die keinen Wohlstand schafft. Den anderen Teil verteilt er vermeintlich generös an jene Menschen um, die erst dadurch arbeitslos wurden, da die Privatwirtschaft durch die hohen Steuern und Abgaben nun weniger Menschen beschäftigen kann. Auch diese gehen keiner produktiven Arbeit nach, sodass sich pauschal sagen lässt, dass jeder Euro, den der Staat einnimmt, unproduktiv verschwendet wird.

Der Zusammenbruch der sozialistischen Regierung in Venezuela, die mit ihrer Wirtschaftsplanung und extrem hohen Steuern das Land in den Ruin getrieben hat, ist nur ein aktuelles Beispiel des immer gleichen Ausgangs von hohen Steuern und zu viel Staatseinfluss auf die Menschen. Der Zusammenbruch der Sowjetunion, die Zerstörung Zimbabwes mit ihrer Hyperinflation oder der aktuelle Niedergang Südafrikas sind nur einige Beispiele der positiven Korrelation zwischen der Höhe der Staatsquote und der Armut in einem Land. Auf der anderen Seite zeigt das Beispiel China, das dem Sozialismus den Rücken kehrte und die Marktwirtschaft einführte, wie schnell ein Volk wieder reich und mächtig werden kann, wenn der Staat sich einfach aus dem Leben der Menschen heraushält.

© Blaschzok Financial Research

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Wirtschaft Fri, 29 Sep 2017 11:07:15 +0000
22.09.17 La Nina unterstützt den Ölpreis http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/wirtschaftsnews/152-wirtschaftsnews2017/9267-22-09-17-la-nina-unterstuetzt-den-oelpreis http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/wirtschaftsnews/152-wirtschaftsnews2017/9267-22-09-17-la-nina-unterstuetzt-den-oelpreis Neues vom El Nino /La Nina-Zyklus: Vor einigen Tagen hat die US-Wetterbehörde NOAA die Vorhersage den Zeitraum bis zum Jahresende von „neutral“ auf „La Nina“ umgestellt. Käme dies tatsächlich so, hätte dies weitreichende Konsequenzen für die Finanzmärkte. Der Bereich zwischen den beiden Pfeilen auf dem folgenden Chart beschreibt die NOAA-Prognose von September bis zum Jahresende 2017.

Quelle: NOAA

Im Dezember wird der ONI-Index aller Voraussicht nach ein Wert von minus 1,3 Punkten erreichen. Die ONI-Vorhersagen der NOAA sind recht treffsicher, weil Trends in der Was-sererwärmung des pazifischen Ozeans ein hohes Momentum aufweisen.

Sollte sich in den kommenden Monaten tatsächlich ein La Nina ausbilden, dann führt dies erfahrungsgemäß zu Überschwemmungen in Asien und zu einem kalten US-Winter. Ein kalter US-Winter beansprucht mehr Energie, sodass Erdöl- und Erdgaspreise gut unter-stützt sein müssten.

Um zu erkennen, ob sich eine Korrelation zwischen dem ONI-Index und Erdöl/Erdgas ergibt, invertieren wir den ONI-Index.

Auf dem obigen Chart stellen wir den ONI-Index gemeinsam mit WTI Crude dar, auf dem folgenden Chart gemeinsam mit US-Erdgas.

Die positive Korrelation erscheint eindeutig. Wer will, kann Abweichungen finden. Wir behaupten auch nicht, dass die Korrelation hundert Prozent beträgt. Aber im Trend sollte diese Korrelation für einen steigenden Erdöl- und Erdgaspreis sorgen.

Da steigende Erdöl- und Erdgaspreise Inflationstreiber sind, wird der folgende Chart nicht weiter verwundern. ONI-Index und Inflationsrate harmonieren gut miteinander.

In den letzten Monaten des Jahres würde die US-Inflationsrate anziehen.

Einen Anstieg der Rendite 10jähriger US-Anleihen kann man sich ebenfalls vorstellen.

Fazit: Tritt die La-Nina-Vorhersage der US-Wetterbehörde NOAA ein, so sollten Erdöl, Erdgas, Inflation und Zinsen in den kommenden Monaten steigen.

Robert Rethfeld
Wellenreiter-Invest

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Quelle: Wellenreiter-invest.de

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Wirtschaft Fri, 22 Sep 2017 09:42:35 +0000
08.07.17 Erwerbs- und Altersarmut steigen http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/wirtschaftsnews/152-wirtschaftsnews2017/9137-08-07-17-erwerbs-und-altersarmut-steigen http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/wirtschaftsnews/152-wirtschaftsnews2017/9137-08-07-17-erwerbs-und-altersarmut-steigen Die Medien haben aktuell einmal wieder das Thema der grassierenden Verarmung der Deutschen aufgenommen. Mittlerweile ist es Normalität geworden, dass selbst bei kleinen Familien mit einem oder zwei Kindern beide Elternteile arbeiten müssen, um das einfache Leben bestreiten zu können – selbst wenn einer von beiden Vollzeit arbeitet. Noch in den siebziger Jahren reichte eine, meist männliche, Erwerbsperson aus, um eine Familie mit mehreren Kindern, Haus, Auto und regelmäßige Urlaube zu finanzieren. Die Produktivität ist seit den 70er Jahren enorm gestiegen und daher sollten die Menschen heute eigentlich wohlhabender sein und weniger arbeiten müssen als früher. Wo liegt also die Ursache dieser katastrophalen Entwicklung?

Der Fernsehsender n-tv berichtet dazu: „Immer mehr Menschen in Deutschland sind trotz Arbeit gefährdet, in Armut abzugleiten. Das ist das Ergebnis einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Die Autoren empfehlen unter anderem den Ausbau von beruflichen Qualifikationen.“ Wenn eine Studie von einer gewerkschaftsnahen Stiftung kommt, erhält man häufig den Eindruck, dass die wahren Ursachen der Probleme ignoriert oder gar vertuscht werden. Nach der Studie stieg die Erwerbsarmut in Deutschland stärker als in anderen Ländern der Europäischen Union. Zwischen 2004 und 2014 habe sich der Anteil der Beschäftigten, die trotz regelmäßiger Arbeit als arm gelten, auf 9,6 Prozent oder rund 3,7 Millionen verdoppelt.

Die Autoren der Studie ziehen das folgende Fazit: „Offensichtlich ist der Zusammenhang zwischen Beschäftigungswachstum und Armut komplizierter als gemeinhin angenommen.“ Da hier an mangelnde Kompetenz schwer zu glauben ist, muss man davon ausgehen, dass sich die Gewerkschaften bewusst und absichtlich unwissend stellen. Andererseits können sich die sozialistischen Parteien in Venezuela bis heute auch nicht erklären, warum das Land in Chaos, Armut und Hunger verfallen ist und es schließlich am gestrigen Tag zu gewaltsamen Protesten, der Belagerung des Parlaments sowie zahlreichen Verletzte kam.

Dabei ist die Sache relativ einfach zu erklären. Mittlerweile werden die Einkommen der breiten Mittelschicht direkt und indirekt zu 70% vom Staat besteuert, nachdem die Steuerlast in den vergangenen Jahrzehnten inflationsbedingt immer weiter anstieg und selbst relativ geringe Einkommen direkt hoch besteuert werden. Insbesondere der massive Anstieg der Pflichtabgaben und der indirekten Steuern macht den Niedrigverdienern zu schaffen. Die Löhne stiegen nicht mit dem realen Anstieg der Preise, sodass die Reallöhne letztendlich sogar stark fielen. Über die Inflationssteuer wurden gleichzeitig die Ersparnisse und Renten enteignet, wobei eine Kapitalbildung in den vergangenen Jahrzehnten insbesondere für die Kleinverdiener nicht mehr möglich war.

Der vermeintliche Wohlfahrtsstaat beansprucht einen immer größeren Teil der Einkommen, sodass der Anstieg der Armut unter den Niedrigverdienern und insbesondere den Schwachen nur eine logische Konsequenz ist. Die vermeintlich gut gemeinte Umverteilung sorgt letztlich für eine Verarmung der gesamten Gesellschaft. Die Effekte zunehmender Armut und fallender Einkommen sind in allen Ländern mit zunehmendem Staatseinfluss zu beobachten.

Die Studie der gewerkschaftsnahen Stiftung empfiehlt als Lösung und ersten Schritt der Reduzierung der Armutsgefährdung die Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns. Weiterhin sollen die Möglichkeiten der beruflichen Qualifikation und Weiterbildung ausgebaut und für Beschäftigte im Niedriglohnbereich geöffnet sowie Hartz-IV-Leistungen erhöht, Sanktionen und Zumutbarkeitsregeln entschärft werden.

Die Anhebung des Mindestlohns hätte lediglich die Folge, dass Unternehmen gerade die niedrig qualifizierten und unproduktivsten Arbeitskräfte entlassen und in die permanente Arbeitslosigkeit schicken müssten – was völliger Unsinn wäre. Vielmehr wäre eine Aufhebung des Mindestlohns eine Möglichkeit, um mehr Menschen in die Erwerbstätigkeit zu bringen. Weiterbildung ist natürlich immer sinnvoll, doch auf Kosten der Steuerzahler Niedrigqualifizierte am Bedarf der Wirtschaft vorbei zu qualifizieren, ist ebenfalls nicht sinnvoll. Fähigkeiten zu lernen, die nicht nachgefragt werden, sind eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme auf Kosten der produktiven Privatgesellschaft, was letztlich nur zu weiter steigenden Steuern und noch mehr Armut und Arbeitslosigkeit führt. Auch die Empfehlung einer Erhöhung der Hartz-IV Leistungen gleicht einem Schildbürgerstreich, denn längst rentiert sich Arbeit gerade für Niedrigverdiener kaum mehr. Ein Anstieg der Sozialleistungen würde den Anreiz zu arbeiten zusätzlich mindern und gleichzeitig die Unternehmer noch stärker über noch weiter ansteigende Steuern belasten, was letztlich die Armut und die Arbeitslosigkeit weiter ausweiten würde.

Die Bundesrepublik hat unglaublich hohe Lasten in Höhe von 1,5 Billionen Euro auf sich genommen, um den Euro und die politische EU zu retten. Dieses Geld wurde über verschiedenste Vehikel wie den ESM, Target 2, EZB, Bundesbank und bilaterale Kredite bereits an andere Staaten vergeben. Diese Forderungen werden größtenteils ausfallen und dem Steuerzahler in den nächsten Jahren aufgebürdet werden. Der Staat wird diese Ausfälle nur über neue Schulden und somit einer weiteren Enteignung der Bevölkerung mittels Inflation stemmen können. Schon jetzt gibt es eine Lücke von 70 Mrd. Euro in der gesetzlichen Rentenversicherung. Angesichts weiteren Millionen neuer permanenter Hartz-IV Empfänger, die in den nächsten beiden Jahren hinzukommen werden, sind Vermögen und Rentenansprüche nicht mehr sicher.

Wer sich bereits etwas weggespart hat, sollte dafür sorgen, dass dieses Vermögen insbesondere durch die Inflationssteuer nicht enteignet wird. Eine Flucht in den sicheren Hafen der Edelmetalle ist eine der wenigen Lösungen, um zumindest die Ersparnisse zu schützen. Langfristig lässt sich Armut und Arbeitslosigkeit nur durch eine deutliche Reduzierung der Staatsausgaben und der Steuerbelastungen erreichen. Je niedriger die Steuern sind, desto günstiger können Unternehmen produzieren, wettbewerbsfähiger werden, investieren, neue Arbeitnehmer einstellen und so kann die Armut wieder sinken und letztendlich der Wohlstand steigen. Nur durch die Ausweitung einer immer kostengünstigeren Produktion von Waren und Dienstleistungen wird Kapital geschaffen – Diebstahl und Umverteilung durch den Staat bewirken hingegen genau das Gegenteil. Die Geschichte ist voll mit gescheiterten sozialistischen Staaten und die aktuellen Entwicklungen in Venezuela sind dafür wieder ein neues Beispiel. Hingegen brachte die freie Marktwirtschaft in den USA und England bis zu ihrem Ende 1914 immer mehr Wohlstand und Reichtum – insbesondere für die Schwächsten der Bevölkerung.

© Blaschzok Financial Research

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Wirtschaft Sat, 08 Jul 2017 04:50:49 +0000
01.07.17 Neue Milliarden für Griechenland – kein Geld für Rentner http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/wirtschaftsnews/152-wirtschaftsnews2017/9125-01-07-17-neue-milliarden-fuer-griechenland-kein-geld-fuer-rentner http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/wirtschaftsnews/152-wirtschaftsnews2017/9125-01-07-17-neue-milliarden-fuer-griechenland-kein-geld-fuer-rentner Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat die Freigabe weiterer Kredite in Höhe von 8,5 Mrd. Euro für Griechenland zugestimmt, wobei sich der Bundestag diesmal nicht damit befassen wird. Dies sollte eigentlich überraschen, denn der IWF hat verweigert, sich weiterhin an der Stabilisierung des Krisenlandes zu beteiligen. Dies war nach Bundesfinanzminister Schäuble bei der Verabschiedung des Hilfspaketes im August 2015 jedoch eine „unverzichtbare“ Vorbedingung für deutsche Gelder. Jetzt argumentiert Schäuble jedoch, dass das Fehlen des IWF keine wesentliche Änderung des Hilfsprogramms darstelle und eine Befassung des Haushaltsausschusses ohne einen Plenumsbeschluss des Bundestags ausreiche.
 
Das Geld kann man praktisch abschreiben und dem Deutschen Steuerzahler schon einmal in Rechnung stellen, da es niemals zurückgezahlt werden kann. Erst kürzlich hatte Manfred Weber (CSU), der deutsche Fraktionsvorsitzende der konservativen Parteien im Europaparlament, gesagt, dass die Bundesregierung prinzipiell zu einem Schuldenschnitt für Griechenland bereit sei, wenn es zu einem Regierungswechsel in Athen komme. Die vielen Milliarden, die bereits nach Griechenland flossen, sind uneinbringbar verloren und jede weitere Milliarde, die überwiesen wird, ist verlorenes Geld der deutschen steuerzahlenden Bevölkerung, die entweder über direkte Steuern oder die Inflationssteuer bezahlt werden wird.
 
Während das Steuergeld für alle möglichen Utopien der Berliner und Brüsseler Regierung herausgeworfen wird, gibt es in der gesetzlichen Rentenversicherung Jahr um Jahr eine Lücke, die aus dem laufenden Haushalt durch Steuern finanziert werden muss. Offiziell soll diese Lücke nur 2,2 Mrd. Euro ausmachen. Wie Peter Boehringer jedoch vorrechnet, sind es zwischen 70 und 80 Mrd. Euro. Dies ist die größte ausgewiesene Einzelposition des Bundeshaushaltes, da die in etwa dreimal so hohen jährlichen EURO-Rettungskosten buchhalterisch nicht ausgewiesen werden. Die gesetzliche Rentenversicherung ist seit Jahrzehnten nicht mehr lebensfähig und wer nicht für sich selbst vorsorgt, dürfte im Alter große finanzielle Probleme bekommen und womöglich in die Altersarmut abrutschen.

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Wirtschaft Sat, 01 Jul 2017 05:04:37 +0000
20.06.17 Weltwirtschaft könnte abgewürgt werden http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/wirtschaftsnews/152-wirtschaftsnews2017/9106-20-06-17-weltwirtschaft-koennte-abgewuergt-werden http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/wirtschaftsnews/152-wirtschaftsnews2017/9106-20-06-17-weltwirtschaft-koennte-abgewuergt-werden Seit dem Jahr 2008 wurden mehrere Billionen US-Dollar in die marode Weltwirtschaft gepumpt, um „Zombiebanken“ und längst bankrotte Staaten am Leben zu erhalten. Mit dem Drucken von Papiergeld lassen sich jedoch keine strukturellen Probleme lösen. So ist es nur logisch, dass die Lösung der Probleme einfach aufgeschoben wurde. Die konjunkturelle Scheinblüte der letzten acht Jahre wurde mit Schulden erkauft und ist auf Sand gebaut. Zutage treten werden diese Missstände mit steigenden Zinsen und Refinanzierungsproblemen bei Immobilien und Unternehmen. Die absehbare inflationsbedingte Zinswende in den USA und eine künftige Zinswende im Euroland werden zwangsläufig eine neue Rezession lostreten. Aktien werden real fallen, auch wenn sie nominal ihre Bewertungen behalten können. Der reale Crash am Aktienmarkt dürfte jedoch 80% der dort investierten Vermögen vernichten. Der einzig sichere Hafen werden dann die Edelmetalle sein, die dann mehr denn je nachgefragt werden und so nicht nur nominal, sondern auch real stark im Preis ansteigen werden. Es scheint ganz so, als wäre das Jahr 2017 der Übergang zu dieser Phase, weshalb der aktuelle Zeitpunkt ideal erscheint in die unterbewerteten Edelmetalle – insbesondere Silber – zu investieren!

© Blaschzok Financial Research

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Wirtschaft Tue, 20 Jun 2017 09:51:54 +0000
01.05.17 Sell in May? http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/wirtschaftsnews/152-wirtschaftsnews2017/9029-01-05-17-sell-in-may http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/wirtschaftsnews/152-wirtschaftsnews2017/9029-01-05-17-sell-in-may Ab dem 1. Mai beginnt die statistisch schwächere Jahreshälfte. Da stellt sich die Frage, ob dies auch für das Jahr 2017 gilt. Wir werten nachfolgend einige Anhaltspunkte aus. Das Börsenjahr besteht aus einer starken (November bis April) und einer schwachen (Mai bis Oktober) Jahreshälfte. In unserer Kolumne vom 26. Oktober 2016 wiesen wir auf diesen Umstand hin.

Der Dow Jones Index stieg in der jüngst abgelaufenen November-April-Periode um 15,4 Prozent. Dies bedeutet die siebte November-bis-April-Plus-Periode nacheinander. Seit 1967 endeten 41 der 51 Perioden auf der Plusseite. Acht der zehn roten Balken erklären sich durch Rezessionen: 1969/70, 1973/74, 1982, 2001 und 2008/09. Der Chart zeigt jeweils den Endpunkt einer Winter-Periode (April).

Plus-Ergebnisse oberhalb von zehn Prozent gab es lediglich 1980, 1982, 2003 und 2009. Alle genannten Jahre werden mit dem Ende einer Rezession assoziiert.

Aktuell erholen sich die Märkte ohne eine vorauslaufende Rezession. Damit scheint ein Anstieg von mehr als 10 Prozent von Mai bis Oktober 2017 ausgeschlossen.

Möglich wäre hingegen ein Anstieg bis 10 Prozent oder ein Verlust. Dabei sind die Spielarten durchaus unterschiedlich. Sie reichen von einer schwachen Performance in Perioden frisch gewählter republikanischer Präsidenten (Ausnahme: George Bush der Ältere)…

… bis zum Boom/Bust-Muster der Jahre 1986/87 (folgender Chart).

Dabei schieben sich größere Widerstände in den Markt. Dies betrifft nicht nur den US-Markt in Form des Allzeithochs des Dow Jones Index, sondern auch…

… langfristige Widerstände im Euro Stoxx 50….

… und im Stoxx Europe 600.

Auch wenn der DAX bereits ein neues Allzeithoch markieren konnte, so ist der Kurs-Dax davon noch etwa 6 Prozent entfernt. Nur der KDAX ist mit anderen internationalen Indizes vergleichbar, da der DAX die Dividenden berücksichtigt (=Performance-Index).

Insgesamt sollten sich die Marktteilnehmer darüber im Klaren sein, dass die schwächeren sechs Monate begonnen haben. Gleichzeitig geraten befinden sich US- und europäische Indizes an wichtigen Widerständen. Im Falle eines Verlaufs wie 1987 würde die Party zunächst einmal bis zu einem Spätsommer-Hoch weiterlaufen.

Ein typischer Verlauf für einen frisch gewählten republikanischen Präsidenten würde allerdings ein Mai-Hoch beschreiben, dem fallende Kurse bis Ende September folgen.

Robert Rethfeld
Wellenreiter-Invest

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Quelle: Wellenreiter-invest.de

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Wirtschaft Mon, 01 May 2017 14:50:57 +0000
29.04.17 Benzin in Gold günstiger als 1999! http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/wirtschaftsnews/152-wirtschaftsnews2017/9025-29-04-17-benzin-in-gold-guenstiger-als-1999 http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/wirtschaftsnews/152-wirtschaftsnews2017/9025-29-04-17-benzin-in-gold-guenstiger-als-1999 Zum Wochenbeginn entschied Emmanuel Macron die Präsidentschaftswahlen in Frankreich für sich. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass Le Pen mit ihrer Front National die anstehenden Stichwahlen für sich entscheiden kann, ist daher deutlich gesunken. Ein Austritt Frankreichs aus der EWU und EU ist damit unwahrscheinlicher geworden und die Märkte reagierten erleichtert. Absicherungen auf den Euro wurden aufgelöst, sodass der Euro am Montagmorgen zwei US-Cent über dem Schlusskurs vom Freitag im europäischen Handel startete.

All jene, die ihre Hedgegeschäfte aufgelöst haben, könnten in Bälde jedoch wieder in Zugzwang kommen, sich erneut zu niedrigeren Kursen abzusichern. Nach unserer Analyse ist die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Abwertung des Euros zum US-Dollar hoch, auch wenn sich die Zwischenerholung noch etwas fortsetzen kann, sofern der Abwärtstrend im Euro über 1,096$ fällt. Eine weiterhin relativ lockere Geldpolitik in Europa bei gleichzeitig relativ restriktiver Geldpolitik in den USA sowie eine heiß gelaufene Spekulation auf einen steigenden Euro geben diesem Szenario eine hohe Wahrscheinlichkeit. EZB Chef Draghi konstatierte auf seiner Pressekonferenz am Mittwoch, dass man nicht ausreichend zuversichtlich sei, dass die Inflationserwartungen eintreffen würden. Nach dieser Aussage ging der Euro auf Talfahrt, nachdem er kurz zuvor wegen eines besseren Wirtschaftsausblicks der EZB noch angezogen hatte. Nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes lag die offizielle Teuerung in Deutschland im April bei 2 Prozent, während es im Vormonat noch 1,6 Prozent waren.

Die offizielle Teuerung dürfte weiterhin im Bereich zwischen ein und zwei Prozent verharren.

Wir rechnen mit einem längerfristig niedrigen Ölpreis, doch dürfte sich die Geldmengenausweitung im Euroraum der letzten Jahre langsam auf alle Teile des statistischen Warenkorbes durchschlagen. Die Europäische Zentralbank (EZB) wird dem Bankensystem weiterhin viel billiges Geld zur Verfügung stellen und wie angekündigt die Zinsen noch lange Zeit bei null Prozent belassen. Die offizielle Statistik zur Teuerung ist jedoch nur ein absichtlich geschöntes Bild für die Bevölkerung, sodass diese die reale Teuerung und den indirekten und heimlichen Raub über Inflation nicht merkt. Dies nennt man auch „Finanzielle Repression“. Nach den offiziellen Daten für Deutschland hätte der Euro seit dem Jahr 1999 nur 22% und nach den CPI-Daten für Europa gerade einmal 27% an Kaufkraft verloren. Es ist jedoch offenkundig, dass sich die meisten Preise seither mehr als verdoppelt haben, obwohl die seither gestiegene Produktivität diese hätte billiger machen müssen.

Die offiziellen Statistiken bilden nicht die Realität ab.

Wirft man einen Blick auf die Entwicklung des Benzinpreises in Deutschland, so stieg der Preis für einen Liter Superbenzin vom Beginn des Jahres 1999 von 63 Eurocent auf aktuell 1,38 Euro je Liter. Das entspricht einem Preisanstieg von 117% seit der Einführung des Euros. Schaut man sich um, so findet man viele weitere Beispiele, bei denen sich der Preis mehr als verdoppelt hat – sei es bspw. das Essen gehen im Restaurant oder auch der Friseurbesuch.

Der Benzinpreis stieg seit der Einführung des Euros um 117% an.

Obwohl der Benzinpreis seit der Einführung des Euros um 117% angestiegen ist, schoss der Rohölpreis sogar um 335% auf aktuell 49 US-Dollar nach oben. Dass der Benzinpreis nicht stärker anzog, liegt an dem hohen Steueranteil von 80% im Benzinpreis. Diesen kassiert der Staat bei jeder Tankfüllung von ihrem – schon einmal versteuerten Geld – ein. Wie gut man sich mit Edelmetallen gegen die schleichende Enteignung schützen kann, zeigt sich sehr schön, wenn man den Rohölpreis in Gramm Gold berechnet. Dies funktioniert gut, da Gold und Rohöl ein historisch langfristiges fixes Verhältnis und damit eine hohe positive Korrelation im Preisverlauf haben, was sich seit der Auflösung des Gold-Devisen Standards durch US-Präsident Nixon eindrucksvoll zeigt. Der langfristige Durchschnitt für ein Fass Rohöl liegt dabei bei 1,8 Gramm Gold. In Goldgramm ist der Rohölpreis nämlich nicht um 335% angestiegen, sondern sogar um 0,1 Gramm leicht gefallen, wie folgender Chart aufzeigt.

In Gold ist Rohöl heute sogar günstiger als im Jahr 1999

Wer also bei der Euroeinführung auf Gold anstatt auf den Euro gesetzt hat, hat seine Kaufkraft exakt erhalten und kann dank des neuen Angebots durch das Fracking heute sogar günstiger tanken als damals. Wer jedoch auf die europäische Zwangswährung setze, dürfte bei jeder Tankfüllung über die hohen Preise nicht erfreut sein, da der Euro massiv an Kaufkraft verloren hat.

Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, wie wenig aussagekräftig die veröffentlichte „Inflationsrate“ des Statistischen Bundesamtes ist. Nach der alten Berechnungsmethode von 1980 gibt es in den USA derzeit eine Teuerung von über 10%, während die dortigen Statistischen Ämter nur 2,6% harmonisiert ansetzen. Dies deckt sich jedoch keineswegs mit der Realität an der Supermarktkasse. Diese Diskrepanz zwischen realer und staatlich veröffentlichter Teuerung lässt sich im folgenden Chart gut sehen. Man darf annehmen, dass die Diskrepanz im Euroraum ähnlich hoch ist zwischen der wahren und der von der Regierung veröffentlichten Teuerungsrate.

Die reale Teuerung in den USA liegt bei über 10%.

Regierungen neigen dazu vermeintlich Positives herauszustellen und Negatives zu verschleiern, weshalb man auch den offiziellen Statistiken nicht trauen sollte. Da die reale Teuerung weitaus höher ist, rentieren die 10-jährigen US-Staatsanleihen derzeit auch mit -7%, wodurch das die indirekte Rendite der Goldhaltung ist. Deshalb steigt seit Anfang 2014 der Goldpreis in Euro auch wieder über drei Jahre und befindet sich damit im Aufwärtstrend.

Der Goldpreis in Euro steigt bereits seit drei Jahren wieder.

Angesichts der strukturellen Probleme in der Europäischen Union sowie der Kosten für die Völkerwanderung in die europäischen Wohlfahrtsstaaten, wird die Notenpresse weiterlaufen müssen, sodass der sicherste Hafen für die Altersvorsorge die Edelmetalle Gold und Silber sind. Wie die vorherigen Beispiele gezeigt haben, haben Edelmetalle als Geld des freien Marktes die Eigenschaft die Kaufkraft zu konservieren und den Sparer so vor Enteignung durch Inflation zu schützen.

© Blaschzok Financial Research

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Quelle: www.BlaschzokResearch.de | www.goldsilbershop.de

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Wirtschaft Sat, 29 Apr 2017 04:04:13 +0000