Silbernews.com - Geldpolitik http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews Sun, 24 Sep 2017 22:58:57 +0000 Joomla! - Open Source Content Management de-de j.miedler@a1.net (silbernews.com) 22.09.17 Die US-Notenbank löst einen Crash aus http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9270-22-09-17-die-us-notenbank-loest-einen-crash-aus http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9270-22-09-17-die-us-notenbank-loest-einen-crash-aus Die private US-Notenbank „Federal Reserve – FED“ machte am Mittwochabend ernst und kündigte nicht nur eine weitere Zinsanhebung für dieses Jahr an, sondern auch eine schrittweise Reduzierung ihrer auf 4,5 Billionen US-Dollar aufgeblähten Bilanz ab Oktober. Geld von fälligen Anleihen wird nun nicht mehr in andere Anleihen reinvestiert, was die Bilanz verkürzen und Zentralbankgeld dem Markt wieder entziehen wird. Anstatt wie bisher Geld zu drucken, wird sie vorhandenes Geld also vernichten.

Vor neun Jahren hatte die US-Notenbank FED bekanntgegeben Schrottanleihen am offenen Markt aufkaufen zu wollen und diese in ihre Bilanz aufzunehmen, um frisch gedrucktes Geld an das vor dem Kollaps stehende Bankensystem zu verteilen. Die Banken hatten die Einlagen der Kunden um ein Vielfaches verliehen, sodass sie ihr Eigenkapital um das Zwanzig- bis Vierzigfache gehebelt hatten, was schließlich zu einer Immobilienblase und letztlich zum Crash der Investmentbank Lehman Brothers am 15. September 2008 führte. Es drohte eine Kettenreaktion im hochverschuldeten Bankensystem, das die Realwirtschaft mit in eine tiefe Depression gerissen hätte. Um ersteres zu verhindern, verteilte die US-Notenbank auf Kosten der Steuerzahler frisches Geld an die Banken, wodurch diese vor dem Bankrott bewahrt wurden. Nach diesem ersten sogenannten QE-Programm endete das dritte QE-Programm im Oktober 2014. Bis dahin hatte die FED die Geldbasis bereits fast vervierfacht, was der primäre Treibstoff für die Rallye am Gold- und Silbermarkt war.

Seit 2008 stieg die Geldbasis in den USA um 360 % an.

Die FED-Chefin Janet Yellen sieht die US-Wirtschaft in guter Verfassung, die Inflation weiter anziehen, Vollbeschäftigung am Arbeitsmarkt und den Wirtschaftsausblick aufgrund der Hurrikans nicht beeinträchtigt. Für 2018 prognostizierte Yellen sogar drei weitere Zinsanhebungen. Diese Aussagen waren völlig entgegen dem Marktkonsens – man hatte Zurückhaltung seitens der Notenbank erwartet. Der USD-Index schoss nach dem Zinsentscheid um einen Punkt auf 92,4 Punkte nach oben, während der Euro zum US-Dollar um 1,5 US-Cent einbrach. Der USD-Index ist kurz davor einen mittelfristigen Abwärtstrend zu brechen und beim Euro bahnt sich eine Umkehrformation an, die sich bestätigt, sobald der Euro zum US-Dollar auf 1,18$ fällt. Der Goldpreis verlor nach der Notenbanksitzung 20$ und Silber sackte um 40 US-Cent ab, was wir bereits erwartet hatten.

Die US Notenbank beginnt ab Oktober mit dem Abzug von 10 Mrd. US-Dollar und steigert diesen Betrag monatlich um weitere 10 Mrd. Dollar, bis sie jeden Monat 50 Mrd. Dollar zurückführen wird. Die sogenannte „Normalisierung“ der Bilanz wird zu einer Reduktion der Geldmenge führen, was grundsätzlich ein deflationärer Prozess ist. Auf die Preise wirkt dies jedoch noch nicht deflationär, da die Zentralbank die Geldmenge in den vergangenen Jahren bereits um das Vierfache ausgeweitet hatte und diese Liquidität noch lange Zeit preissteigernd wirken wird. Bei einer Reduktion von 50 Mrd. Euro pro Monat würde die Normalisierung der Bilanz sechs Jahre dauern, doch soweit wird es nicht kommen, da Janet Yellen mit ihrer restriktiven Politik zuvor Blasen an den Märkten anstechen und damit neue Krisen auslösen wird, die sie dazu zwingen werden, die Druckerpresse wieder anzuwerfen.

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Geldpolitik Fri, 22 Sep 2017 12:29:17 +0000
22.09.17 Staat und Notenbanken sind Verursacher der Krisen http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9269-22-09-17-staat-und-notenbanken-sind-verursacher-der-krisen http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9269-22-09-17-staat-und-notenbanken-sind-verursacher-der-krisen Seit über einer Dekade weisen wir auf den Zusammenhang zwischen Wirtschaftskrisen und dem Wirken der Banken sowie der Zentralbanken hin. Nach der Österreichischen Schule der Nationalökonomie sind diese die Verursacher nahezu aller Wirtschaftskrisen der Geschichte. Grundsätzlich gibt es keinen Grund, warum gesamte Volkswirtschaften in einer freien Marktwirtschaft nicht ständig und stabil wachsen sollten. In einer libertären Welt ohne Zentralbanken und ohne staatlichem Geldmonopol, in dem Geldbetrug ebenso wie andere Kapitalverbrechen verfolgt wird, sollte es keine Wirtschaftskrisen, Massenarbeitslosigkeit oder Rezessionen mit ihrem nettowohlfahrtsvernichtenden Charakter geben.

Die unheilige Symbiose zwischen dem Staat und seinem Geldmonopol, mit der eigentlich betrügerischen Mehrfachverleihung von Einlagen durch die Banken, sind die Ursache der Boom und Bust Zyklen, die fälschlicherweise als dem Kapitalismus inhärent betrachtet werden. Jedoch sind diese lediglich Symptome staatlich sozialistischer Eingriffe in den freien Markt (Kapitalismus) und folglich ein sozialistisches Problem.

Indem Banken das staatliche Privileg erhalten (sozialistisch) Einlagen mehrfach zu verleihen und so die Geldmenge über die Vergabe von Fiat Krediten um ein Vielfaches zu vermehren, senken diese die Marktzinsen auf ein unnatürlich niedriges Niveau. Da der Zins der Preis für die Vergabe von Kapitalgütern ist, sind die Folge aus künstlich niedrigen Zinsen Fehlallokationen in der gesamten Volkswirtschaft, die nicht nahhaltig sind. Haben die Banken die Geldmenge erst einmal auf ein untragbar hohes Maß ausgeweitet, beginnen die Zinsen – bedingt durch Inflation und/oder durch einen Anstieg der Risikoprämie – wieder zu steigen. Mit den steigenden Zinsen werden dann viele Unternehmungen, die sich zu niedrigen Zinsen rentiert haben, untragbar und es setzt eine dominoartige Bankrottwelle ein, die die gesamte Wirtschaft erfasst, Unternehmen zerstört, Massenarbeitslosigkeit verursacht, Wohlstand zerstört und auch die ein oder andere Bank mit deren Niedergang in einem Bank Run für ihren Betrug bestraft. So entstehen die regelmäßig wiederkehrenden Rezessionen, die seither dem freien Markt fälschlicherweise angelastet werden. Im folgenden Chart sehen Sie, wie steigende Zinsen immer letztlich zu Rezessionen geführt haben. Es bleibt anzumerken, dass nicht die Rezession der Fehler ist, sondern diese eine gesundende Bereinigung darstellt, während die künstlich niedrigen Zinsen, die die ungesunden Fehlallokationen im Aufschwung erst verursachen, das wahre Übel darstellen.

Steigende Zinsen haben letztlich immer zu Rezessionen geführt.

Da viele Banken in den von ihnen selbst verursachten deflationären Rezessionen Bankrott gingen, haben sich diese eine Art Schutzschild für ihresgleichen über die Schaffung einer Notenbank überlegt. So gab es in der Geschichte der USA seitens der Banken mehrere Versuche Zentralbanken zu gründen, die jedoch von den freien Amerikanern vereitelt wurden. Erst in einer Nacht- und Nebenaktion gelang es den Banken letztlich am 23.12.2013 – einen Tag vor Weihnachten und während der Urlaubszeit im US-Kongress – die Mehrheit zu erlangen und so den Federal Reserve Act zu verabschieden. Von nun an gab es eine private Notenbank in den Händen von wenigen großen Banken, die im Falle einer Rezession den Privatbanken Geld geben (Bail Out) und diese so vor einem Bankrott schützen konnte. Bezahlt wurde dies dann über den Steuerzahler, der über die Inflationssteuer unmerklich enteignet wurde.

Dieser Prozess dauert bis heute an und erklärt, warum zum Wohle der Banken die EZB, die FED und die Bank of Japan seit der Rezession im Jahr 2008 unaufhörlich Geld drucken. Wer sich bis dato fragte, warum das Geld der EZB für Griechenland nicht bei den griechischen Bürgern, sondern bei den griechischen Banken landete, hat nun seine Antwort. Der folgende Chart zeigt noch einmal eindrucksvoll, wie stark die Notenbanken ihre Bilanzen und damit die Geldmenge seit dem Jahr 2008 ausgeweitet haben.

Die Bilanzsumme von 4,5 Billionen US-Dollar wird ab Oktober langsam reduziert werden.

Die aktuell restriktive Geldpolitik der US-Notenbank wird langsam deflationär wirken und die Marktzinsen aufgrund eines höheren Angebots an Anleihen ansteigen lassen. Die Wirtschaftsentwicklung bzw. die Konjunktur in der westlichen Welt sind lediglich auf viel billigem Geld und somit auf Sand gebaut worden. Durch das Verteilen von aus dem Nichts geschaffenem Fiat-Money über die Notenbanken haben sich gigantische Blasen und Fehlallokationen in der Realwirtschaft und an den Finanzmärkten entwickelt. Nach einer erneuten, fast zehnjährigen Boomphase, ist es nun möglich, dass die US-Notenbank mit ihrem Wechsel der Geldpolitik diese Blasen anstechen wird und der Bust-Zyklus mit seiner Rezession oder gar Depression beginnen wird. Sollte die US-Notenbank ihren aktuellen Kurs fortsetzen und auch die EZB ihr Ankaufprogramm einstellen, so wäre es denkbar, dass in den kommenden zwei Jahren eine neue Rezession ausbricht. In fast allen Bereichen sehen wir aktuell Blasen. Die einzige Ausnahme: Der Edelmetallmarkt. Dieser wird politisch motiviert weiter am Boden gehalten. Die historisch unterbewerteten Edelmetalle bieten daher den idealen Schutz vor dieser aufziehenden, neuen, großen Weltwirtschaftskrise. Es stellt sich längst nicht mehr die Frage, ob diese Krise auf uns zurollen wird, sondern lediglich wie schnell uns diese treffen wird. Wir prophezeien, dass die Notenbanken der Welt in dieser kommenden Krise wieder ihre originäre Aufgabe der Rettung des Bankensystems nachkommen und wieder Unmengen an Geld über neue QE-Programme drucken werden. Der Markt wird dann realisieren, dass sich die westlichen Volkswirtschaften nicht erholt haben und alles nur noch schlimmer geworden ist, weshalb sie die Flucht in den sicheren Hafen der Edelmetalle ansteuern werden. Dann hat die Stunde der Edelmetalle geschlagen, die gegen die Papierwährungen und ihre Druckerpressen unaufhaltsam steigen und die reale Nachfrage nach diesen neue historische Hochs erreichen werden.

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Geldpolitik Fri, 22 Sep 2017 12:25:02 +0000
16.09.17 Bitcoin crasht um 35% an einem Tag http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9259-16-09-17-bitcoin-crasht-um-35-an-einem-tag http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9259-16-09-17-bitcoin-crasht-um-35-an-einem-tag Anfang September erreichte der Bitcoin ein neues Allzeithoch von 5.000$. Gestern crashte die Kryptowährung jedoch um 35% im chinesischen Handel und fiel von 3.800$ auf 2.500$ binnen weniger Stunden. Die Regierung in Beijing hatte die weitere Spekulation mit dem Bitcoin über nicht lizenzierte Handelsbörsen verboten, da es sich bei diesen vermeintlich um Betrug handeln könnte. Alle chinesischen Handelsbörsen erhielten die staatliche Anweisung den Handel bis Ende des Monats einzustellen. Dies führte zu einem Liquiditätsengpass und einem massiven Ausverkauf an den chinesischen Handelsplätzen. Der Spread zwischen den Notierungen in China und dem Rest der Welt lag über Stunden hinweg bei bis zu 1.000$, bis Arbitrage-Händler diesen Kursabschlag langsam ausgleichen konnten.

Der Bitcoin fiel binnen zwei Wochen um 40%.

Nur die Spekulation mit Kryptowährungen wurde verboten, jedoch nicht die private Nutzung dieser, was aufgrund ihrer dezentralen Struktur des Bitcoins ohnehin nicht möglich gewesen wäre. Die Handelsbörsen sind jedoch wichtig für die Nutzung der Kryptowährungen, da sie eine Schnittstelle zwischen der Welt der Kryptowährungen und der Welt der staatlichen Fiat-Währungen darstellen. Ohne die Möglichkeit die Kryptowährungen in Yuan, Dollar oder Euro zu tauschen, wird die Nutzung dieser Kryptowährungen stark eingeschränkt, da Einzelhändler ihre Einnahmen in Bitcoin weder gegen Kursschwankungen absichern, noch gegen Yuan eintauschen können.

Vor einer Woche hatte die chinesische Regierung bereits die Emittierung (ICO) von neuen Kryptowährungen und Tokens verboten bzw. vorerst gestoppt. Scheinbar will die chinesische Regierung diesen Markt regulieren und davon profitieren, sodass es möglich ist, dass ICOs und Handelsbörsen künftig wieder erlaubt sein werden, sobald man einen Weg der Lizenzierung gefunden hat. Auch wenn der private Besitz und der Tausch von Kryptowährungen nicht unterbunden wurde, so stellt das vorübergehende Verbot der Handelsbörsen in China ein Quasi-Verbot von Kryptowährungen in dem Land mit 1,4 Mrd. Einwohnern dar, da Einzelhändler die Einnahmen in Bitcoin nicht mehr loswerden und so womöglich diese Zahlungsart nicht mehr akzeptieren können. Es wäre möglich, dass chinesische Händler auf japanische oder südkoreanische Börsen ausweichen, doch dürfte die weitere Entwicklung in Asien durch das Verbot stark ausgebremst worden sein. Der exponentielle Anstieg des Bitcoins von 250$ auf 5.000$ binnen zwei Jahren könnte nun sein Ende gefunden haben und die Blase mit dem temporären Wegfall des sehr wichtigen chinesischen Marktes platzen. Wie viel Zeit ins Land gehen wird, bis chinesische Börsen eine Lizenz erhalten, ist unmöglich zu sagen, doch bis 30. September müssen BTC-China und Co. ihren Handel vorerst einmal einstellen. Vor einigen Wochen wurde erst eine große russische Handelsbörse vom amerikanischen FBI geschlossen und 45% der Kryptowährungen beschlagnahmt, während man den vermeintlichen Betreiber der Börse, der seine Unschuld beteuert, verhaftet hat. Die US-Regierung wirft der Börse vor Geldwäsche betrieben zu haben, wobei sich die Frage stellt, mit welchem Recht das amerikanische FBI eine russische Börse vom Netz nehmen, den Betreiber verhaften und das Geld von Hundertausenden Personen aus der ganzen Welt beschlagnahmen darf, was ein internationaler Skandal ist.

Anfang der Woche hatte der Chef von J.P. Morgan, James Dimon, bei einer Rede den Bitcoin als „schlimmer als die Tulpenzwiebel-Blase des 17. Jahrhunderts“ bezeichnet. Die Kryptowährung sei Betrug und würde bald in einem Crash ihr Ende finden. Mitarbeiter, die so dumm seien, damit zu handeln, würde er sofort entlassen, da dumme Leute gefährlich für seine Bank seien. Auch Nobelpreisträger Robert Schiller sah in dieser Woche in den Kryptowährungen ein Paradebeispiel für eine Blase. Der Hintergrund der Bedenken liegt darin, dass die Kryptowährungen zu 99% nicht gekauft werden, um Warengeschäfte abzuwickeln, sondern lediglich um diese zu horten und später an einen neuen Käufer zu höheren Preisen zu verkaufen. Genau das ist der Inbegriff eines irrationalen, von Gier getriebenen, spekulativen Überschwangs, der in der Geschichte immer in einem Crash endete. Die Technologie der Blockchain wird definitiv überleben und viele praktische Anwendungen finden, doch sehen wir pessimistisch in die Zukunft der meisten Kryptowährungen, die letztlich wieder gegen „Null“ fallen dürften.

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Geldpolitik Sat, 16 Sep 2017 04:49:01 +0000
16.09.17 EZB will die Kontrolle über die Pensionsfonds http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9258-16-09-17-ezb-will-die-kontrolle-ueber-die-pensionsfonds http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9258-16-09-17-ezb-will-die-kontrolle-ueber-die-pensionsfonds Die Preise in Deutschland stiegen im August zum Vorjahr mit einem Plus von 1,8% wieder stärker an. Das Ziel der offiziellen Euroentwertung liegt nach den Zielen der Europäischen Zentralbank bei zwei Prozent. Real dürfte dies hingegen wohl eher 6% bis 8% Geldentwertung pro Jahr entsprechen, wenn man den Produktivitätszuwachs berücksichtigt und einen realistischeren Konsumentenpreisindex heranzieht. Auch langfristige Analysen zeigen, dass die Kaufkraftentwertung des Euros eher im Bereich von 8% bis 10% liegen dürfte, was der durchschnittlichen Rendite des Goldpreises von 8,2% seit der Jahrtausendwende sehr nahe kommt.

Die offizielle Teuerung verharrt in Deutschland auf hohem Niveau.

Trotz dieser hohen Geldentwertung kündigte Draghi bereits an, dass man das Ankaufprogramm für Staats- und Unternehmensanleihen verlängern wolle. Wahrscheinlich wird man dieses im kommenden Jahr neu strukturieren und womöglich weiterhin 40 Mrd. Euro monatlich anstatt der aktuell 60 Mrd. Euro an Schrottanleihen gegen frisch gedrucktes Zentralbankgeld erwerben. Der Euro wird dadurch weiter abwerten und der Goldpreis in Euro weiter ansteigen müssen.

Der EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat in dieser Woche die schnelle Einführung des Euros in der kompletten EU gefordert, wofür seiner Meinung nach nur noch 16 Monate Zeit bleiben würden. Aktuell wird nur in 19 von 29 Staaten der Europäischen Union mit dem Euro gezahlt. Einen Plan, wie er die dem Euro kritisch gegenüberstehenden Staaten wie Polen, Tschechien oder Ungarn zu einem Beitritt bewegen will, blieb er schuldig. Nach neun Jahren Dauerrettung eines bereits jetzt fehlgeschlagenen Euro-Experiments – mit volkswirtschaftlichen Schäden in Höhe von mehreren Billionen Euro und zwei Billionen Euro frisch gedrucktem Geld durch die EZB – jetzt auch noch die Ausweitung des Experiments zu fordern, ist völlig absurd.

Aufgrund der steigenden Preise steht der Anleihemarkt in Europa vor einer dramatischen Preiskorrektur mit dann auch steigenden Marktzinsen. Da verantwortungsbewusste Pensionsfondsmanager dies umgehen und diese Anleihen frühzeitig abstoßen wollen, hat die EZB nun mehr Kontrolle über die Pensionsfonds verlangt. Dabei handelt die EZB nicht in Sorge um das Geld der Pensionäre, sondern lediglich mit dem Hintergedanken die Enteignung über die Finanzielle Repression so lange wie möglich ohne steigende Marktzinsen durchsetzen zu können. Der Ökonom und Sachbuchautor Peter Boehringer kommentiert den geplanten Zugriff auf die Pensionsfonds wie folgt: „Am Ende stehen dann wie immer in der zentral planenden Voodoo-Wirtschaft von Geldsozialisten mehr ‚Regulierung‘, mehr Zwang, die Nötigung freier Marktkräfte, künstliche Preisfestsetzungen zunächst bei Anleihen, dann bei Sachwerten, dann bei Lebensmitteln, dann der umfassende Plan-Totalitarismus. Darin herrschen dann gerade WEGEN der unseligen Preisfixierungen Kapitalknappheit, Knappheit der Produktion, Chaos und Hunger bei gleichzeitig zuletzt doch nicht mehr verhinderbarer krachender Inflation und die ‚Währungsreform‘. Dies alles enteignet die Kleinsparer und verarmt den Mittelstand und die kleinen Leute und ist in der Geldgeschichte Hunderte Male passiert – besonders zügig bei geldkommunistischen Experimenten wie dem ungedeckten und unnatürlichen Gemeinschafts-Euro.“ Um dieser Entwicklung zu entgehen, empfehlen wir zum Schutz Ihrer Altersvorsorge ein Investment in die sicheren Fluchthäfen Gold und Silber.

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Geldpolitik Sat, 16 Sep 2017 04:46:35 +0000
02.09.17 Investoren werden den Focus wieder auf Gold schwenken http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9238-02-09-17-investoren-werden-den-focus-wieder-auf-gold-schwenken http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9238-02-09-17-investoren-werden-den-focus-wieder-auf-gold-schwenken Trotz der weltweit unvermindert lockeren Geldpolitik kann der Goldpreis im Augenblick noch nicht richtig davon profitieren und verharrt weiterhin in den Startlöchern zu der neuen großen Rallye. Nebst der ständigen Intervention in die Anstiege des Goldpreises hinein und der auf viel billigem Geld gebauten Konjunktur, sind es vor allem die anderen heiß gelaufenen Märkte, die im Augenblick die Spekulanten anziehen. Sehr viele, die früher in den sicheren Hafen Gold investiert haben sowie in den Minenmärkten spekulativ unterwegs waren, tummeln sich im Augenblick in den Kryptowährungen, die mit Reichtum in kurzer Zeit locken. Der Bitcoin stieg in dieser Woche auf über 4.700$, während dieser vor zwei Jahren noch bei 250$ stand. Der Markt für Kryptowährungen ist nicht so schnell gewachsen und die echten Transaktionen mit dem Hintergrund des Warenaustausches sind immer noch sehr begrenzt, wenn auch stetig wachsend. Im Moment werden Kryptowährungen gekauft, weil sie im Preis steigen und kleine und große Vermögen darin investiert. Es handelt sich aktuell um eine gigantische Blase, deren Ausgang ungewiss ist. Womöglich wird die Blase der Kryptowährungen nebst der Tulpenzwiebelblase oder dem Kursverlauf der Telekomaktie eines Tages als Inbegriff der Spekulationsblasen in die Geschichtsbücher eingehen. Ich habe selbst erst vor zwei Jahren den Bitcoin bei 250$ zum Kauf empfohlen und sehe weiterhin darin ein interessantes spekulatives Investment, das ich aktiv handle, doch sehe ich darin keine Konkurrenz zum Gold oder Silber als langfristig sicheren Hafen.

Der Bitcoin stieg in dieser Woche auf über 4.700$ an.

Aber auch der Aktienmarkt, der seit dem Einbruch des Jahres 2008 haussiert, zieht im Augenblick die Spekulanten magisch an. Die Brokerhäuser melden wieder Rekordgewinne durch viele junge Spekulanten, die Ihr Glück an der Börse versuchen, was die „Phase der sozialen Infektion“ eines Bullenmarktes kennzeichnet. Die Blasen an beiden Märkten werden früher oder später platzen bzw. unattraktiv werden und sich das Geld neue unterbewertete Märkte und womöglich sichere Häfen wie den Goldpreis suchen. Sobald der Goldpreisanstieg dann erst einmal an Fahrt aufgenommen hat, werden sich die Spekulanten auch auf die Edelmetalle stürzen und diese ähnlich wie die Kryptowährungen um ein Vielfaches nach oben treiben. Gold und Silber sind jetzt sichere unterbewertete Märkte, in die man nahezu risikolos auf mittel- bis langfristige Sicht investieren kann, weshalb wir weiterhin empfehlen einen großen Teil des liquiden Vermögens in diese Assetklasse zu stecken und so von dem bevorstehenden Bullenmarkt so gut wie möglich zu profitieren.

Die Hausse am Aktienmarkt läuft weiter.

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Geldpolitik Sat, 02 Sep 2017 04:21:30 +0000
02.09.17 EZB fürchtet starken Euro und will diesen weiter abwerten http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9237-02-09-17-ezb-fuerchtet-starken-euro-und-will-diesen-weiter-abwerten http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9237-02-09-17-ezb-fuerchtet-starken-euro-und-will-diesen-weiter-abwerten Die Chefs der großen Zentralbanken tagten Ende vergangener Woche im amerikanischen Jackson Hole und besprachen dort die weitere Vorgehensweise zur Rekapitalisierung des Bankensystems. Am Freitag hielten die Notenbanker Reden, so auch US-Notenbankchefin Janet Yellen am Nachmittag und EZB-Chef Draghi am Abend. Yellen äußerte sich nicht zu weiteren Zinsanhebungen und auch nicht zu der geplanten Reduzierung der Notenbankbilanz, was deflationär wirken und so den US-Dollar stärken würde. Die Märkte interpretierten dies als mögliche Abkehr von den „hawkischen“ Plänen der US-Notenbank und reagierten mit Verkäufen des US-Dollars, worauf der Euro über den Widerstandsbereich um die 1,18$ schoss. Draghi äußerste weiterhin, dass die ultralockere Geldpolitik weiter fortgesetzt und die Inflationsentwicklung noch nicht den Erwartungen entsprechen würde. Daraufhin kam es zu einem weiteren Preissprung auf 1,195$ und am Dienstag erreichte der Euro sogar fast die 1,21$.

An den Aussagen der Notenbanker in Jackson Hole hatte sich nichts geändert und der Bias liegt immer noch zugunsten eines mittelfristig wieder stärkeren US-Dollars. Die Märkte stellen sich nun seit geraumer Zeit gegen die Notenbanken, was sich mittelfristig als Fehler herausstellen könnte. „Don’t fight the FED“ ist eine einfache Börsenweisheit, gegen die sich einige Analysten und Ökonomen vehement stellen und beispielsweise trotz der weltweit weiter anwachsenden Liquidität seit Jahren viel zu früh einen Einbruch des Aktienmarktes propagieren, da sie das Geldmengenwachstum in ihren Kalkulationen nicht berücksichtigt haben. Auch wenn die US-Notenbank seit zweieinhalb Jahren kein Geld mehr druckt, so haben die europäische und die japanische Notenbank mit der Ausweitung ihrer Käufe von Staats- und Unternehmensanleihen ihre Bilanzen vervielfacht, wobei diese mittlerweile beide größer sind, als die der amerikanischen Notenbank, wie der folgende Chart zeigt.

Die Bilanzen der EZB und die der Bank of Japan sind mittlerweile größer als jene der US-Notenbank.

Nachdem der Euro zum US-Dollar in dieser Woche auf fast 1,21$ anstieg, sah sich die Europäische Zentralbank zu einer verbalen Intervention genötigt. Eine steigende Anzahl EZB-Mitgliedern sei über den starken Euro in Sorge, da dieser deflationäre Tendenzen im Euroraum verstärken würde. Dies steht den Plänen der EZB natürlich entgegen und zwingt sie dazu, die lockere Geldpolitik fortzusetzen. Die Äußerungen führten sofort zu Verkäufen, worauf der Euro von fast 1,207$ auf 1,183$ deutlich einbrach. Da die Ankündigung des europäischen QE-Programms in 2014 genügte, um den Euro von 1,40$ auf 1,05$ abstürzen zu lassen, wetten nun bereits die Spekulanten auf einen erneuten Staffelwechsel der Notenbanken. Man erwartet, dass die EZB entgegen ihren Äußerungen das Ankaufprogramm drosseln und letztlich beenden wird, während die FED gleichzeitig entgegen ihren Äußerungen die Bilanz nicht reduzieren, sondern zur lockeren Geldpolitik zurückkehren wird.

Folgender Chart des US-Terminmarktes für den Euro zeigt, wie extrem die Spekulation auf einen steigenden Euro entgegen der fundamentalen Situation bereits ist. Bleibt nun alles beim Alten und kommt nicht zum erneuten Staffelwechsel bei den Notenbanken, so wird auch diese extreme spekulative Blase platzen und der Euro nicht nur das letzte Tief anlaufen, sondern vermutlich auch unterschreiten. Das entspräche einem Einbruch des Euros um mindestens 15%, was den Goldpreis in Euro deutlich um mindestens 10% ansteigen lassen könnte. Nur dann, wenn die EZB ihre Käufe wirklich drosselt und letztlich beendet, während die FED ihre Geldpolitik wieder lockern wird, liegen die Spekulanten auf der richtigen Seite des Marktes.

Die Spekulation auf einen steigenden Euro ist so extrem wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Der obige Chart zeigt auch, dass die aktuelle Spekulation auf einen steigenden Euro zuletzt vor zehn Jahren so extrem war. In diesem Zeitraum kam es immer dann, wenn die Spekulation derart extreme Ausmaße erreichte, zu massiven Einbrüchen von 15 US-Cent bis zu 30 US-Cent beim Euro.

Ein aktueller Report der Bank of Amerika empfiehlt den Devisenhändlern nicht länger gegen die Notenbanken anzukämpfen und rät den Dollar nicht mehr zu shorten und den Euro nicht mehr zu kaufen. Die BofA geht ebenso davon aus, dass jene Marktteilnehmer, die gegen die Politik der Notenbanken ankämpfen, bestraft werden vom Markt. Man glaubt, die Märkte würden zu wenig von der FED und zu viel von der EZB in diesem und nächsten Jahr erwarten, was exakt auch unserer Einschätzung entspricht. Die BofA sieht den Euro zum US-Dollar bis zum Ende des Jahres schwächer werden, nach der bisherigen starken Rallye. Wir teilen diese Meinung bekanntlich seit längerer Zeit und haben uns mit dem Spike nach Jackson Hole wieder für einen fallenden Euro positioniert.

Der Euro dürfte wieder bis Jahresende abwerten und den Goldpreis in Euro stützen.

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Geldpolitik Sat, 02 Sep 2017 04:13:46 +0000
27.08.17 Hyper, Hyper, Bitcoin http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9229-27-08-17-hyper-hyper-bitcoin http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9229-27-08-17-hyper-hyper-bitcoin Ab dem Frühjahr 1923 hyperventilierte die Messziffer des Dollarkurses in Berlin nach oben. Die Reichsmark krachte nach unten und entwertete sich vollständig. Die Lebenshaltungskosten wurden unbezahlbar, der Dollar stieg ins Astronomische.

Nicht unähnlich sieht der Anstieg von Bitcoin gegenüber dem US-Dollar aus. Auch hier ging es um mehrere Zehnerpotenzen nach oben, wenn auch in einem längeren Zeitraum (folgender Chart).

Die Zahl der Bitcoin-Besitzer nahm von einer Million im Jahr 2013 auf etwa fünf Millionen im Jahr 2017 zu. Die Welt hat 7,5 Mrd. Einwohner. Durchschnittlich nennt der Bitcoin-Besitzer drei Bitcoins sein eigen, hat also ein Portfolio von etwa 13.000 Dollar.

Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto (ein Pseudonym) soll allein über 1,1 Mio. Bitcoins verfügen. Damit wäre er 4,7 Mrd. US-Dollar schwer. Die nächstgrößere Summe (Bitcoins im Wert von 619 Mio. US-Dollar) verwaltet treuhänderisch das FBI. Im Jahr 2013 beschlagnahmte die Organisation 144.000 Bitcoins bei der Verhaftung des damaligen Silk Road-Betreibers Ross Ulbricht.

Eine Anekdote am Rande: Im Mai 2010 bot der Entwickler Laszlo Hanyec in Florida 10.000 Bitcoins für denjenigen, der ihm zwei Pizzas besorgen würde. Ein Forumsteilnehmer in Großbritannien veranlasste die Lieferung und erhielt die 10.000 Bitcoin. Der Empfänger verfügt heute – so er die 10.000 Bitcoin noch besitzt – über ein Vermögen von 43,3 Mio. US-Dollar.

In der Wellenreiter-Frühausgabe vom 17. Juni 2011 – ein Bitcoin notierte bei 15,68 US-Dollar - schrieben wir erstmals zum Thema:

„Übersetzt man die Tulpenspekulation ins Internet, so könnte man auf den Gedanken kommen, dass der Bitcoin das nächste Objekt der Begierde sein könnte. Ein mögliches Szenario: Es beginnt den Leuten in den Fingern zu jucken. Viele sind – folgt man den Blogs – mit Spielgeld dabei. Das macht Spaß, solange es aufwärts geht. Oh, das Ding funktioniert ja, denkt man sich. Schließlich hat man ein paar hundert, vielleicht sogar einige tausend Euro Gewinn erzielen können. Die nächste Urlaubsreise ist gesichert. Und immer noch steigen die Kurse, weil sich der nächste „Dumme“ findet, der bereit ist, einen noch höheren Preis für Bitcoins zu bezahlen.

Es beginnt die Phase, in der man seltsam angeschaut wird, wenn man zugibt, dass man noch keine Bitcoins besitzt. Die Nachzügler beginnen zu kaufen. Währenddessen steigt der Bitcoin-Kurs auf 1.000 US-Dollar. Man beginnt, ernsthaft darüber nachzudenken, ob man nicht einen Teil seines Vermögens mit Bitcoins absichert. Dann beginnt das große Geld, Bitcoins zu akkumulieren. Der Preis steigt weiter. Die Zentralbanken, die diesem Prozess mit immer tiefer werdendem Misstrauen beobachten, sehen ihre Position bedroht. Sie rufen die Politiker auf den Plan, die schließlich den Handel mit Bitcoins verbieten. Der Preis stürzt ab, die Blase platzt.“

Möglicherweise sind wir jetzt in der Phase, in der das große Geld (sprich Fonds, ETFs) einsteigt. Ob ein Handels- oder Besitzverbot durch die Zentralbanken durchsetzbar ist, erscheint aus heutiger Sicht fraglich. 15,5 Mio. Wallets (digitale Bitcoin-Portemonnaies) mit einem Wert von jeweils mehr als einem Dollar existieren. Ein weltweites Bitcoin-Verbot wäre sinnlos, weil es nicht zu kontrollieren wäre. Der Geist ist längst aus der Flasche.

Maximal 21 Mio. Bitcoin sind vorgesehen, das Mining wird immer weiter erschwert.

Quelle: Wikipedia

Etwa 16,5 Mio. Bitcoin (knapp 80 Prozent) existieren bereits. Bei einem Preis von 4.300 Dollar pro Bitcoin beträgt die aktuelle Marktkapitalisierung 71,5 Mrd. US-Dollar. BMW oder Tesla verfügen über einen ähnlichen Marktwert. Bill Gates, Jeff Bezos oder Warren Buffett wären theoretisch in der Lage, alle existieren Bitcoin zu erwerben.

Sämtliche Aktienmärkte weltweit kommen auf eine Marktkapitalisierung von 70 Billionen US-Dollar. Alle Goldvorräte zusammen haben einen Wert von 8 Billionen US-Dollar. Allein um den Gesamtwert von Gold zu schlagen, müsste der Preis eines Bitcoins auf etwa 500.000 US-Dollar steigen.

Nominal allerdings hat Bitcoin den Goldpreis mittlerweile übertroffen. Musste man Mitte 2010 mehr als 10.000 Bitcoin für eine Feinunze Gold ausgeben, so reichen heutzutage 0,3 Bitcoin (folgender Chart).

Aus Bitcoin-Sicht befindet sich die Welt in einer gigantischen Deflations-Spirale. Sieht man den Wert eines Bitcoins als stabil an, wertet alles andere dagegen ab: Immobilien, Aktien, Anleihen, Gold, Güter und Dienstleistungen.

Auch Schulden übrigens. In Bitcoin gerechnet ist die Staatsverschuldung in den vergangenen Jahren massiv rückläufig. Der Haken an der Sache: Um genügend Liquidität für das Aufsaugen der Staatsverschuldung (60 Billionen US-Dollar) zu schaffen, müsste der Bitcoin auf 3,6 Millionen US-Dollar steigen.

Na dann: Auf zur größten Hyper-Deflation aller Zeiten.

Bitcoin hat bisher Zehnerpotenzen stets in kurzer Zeit überbrückt. Der Weg von 10 Cents auf 1 Dollar, von einem Dollar auf 10 Dollar, von 10 auf 100 Dollar und von 100 auf 1.000 Dollar wurde jeweils innerhalb nur weniger Monate zurückgelegt (folgender Chart).


Setzt sich das Muster fort, dann würde die 10.000-Dollar-Marke innerhalb der nächsten Monate erreicht werden. Dort würde eine längere Pause inklusive eines Rückschlags eintreten.

Robert Rethfeld
Wellenreiter-Invest

Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews keine Haftung.
Quelle: Wellenreiter-invest.de

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Geldpolitik Sun, 27 Aug 2017 16:36:39 +0000
24.08.17 Europäischer Gerichtshof prüft: Sind die Anleihekäufe der EZB illegal? http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9224-24-08-17-europaeischer-gerichtshof-prueft-sind-die-anleihekaeufe-der-ezb-illegal http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9224-24-08-17-europaeischer-gerichtshof-prueft-sind-die-anleihekaeufe-der-ezb-illegal Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat in dieser Woche wieder einmal Bedenken an der seit fast zehn Jahren andauernden Geldpolitik der EZB geäußert. Das letzte Mal hatte die Bundesbank an der offensichtlich und offenkundig illegalen Euro-Rettung im Jahr 2014 gezweifelt. Damals ging es um das OMT-Ankaufprogramm, was inhaltlich identisch mit dem aktuellen Fall ist. Da die rechtliche Lage eigentlich klar ist, entschied das Bundesverfassungsgericht aufgrund von politischem Druck, dass es selbst weder kompetent noch in der Lage dazu sei, die Einhaltung der Gesetze zu prüfen und so gab es diesen Fall an den Europäischen Gerichtshof ab. Dieser lieferte zwei Jahre später das für die herrschenden Parteien opportune Ergebnis, dass man keinerlei Bedenken an der Politik der EZB habe.

Der libertäre Ökonom und Bürgerrechtler Peter Boehringer erklärt dazu: „Wie schon seit zehn Jahren ist der rhetorische ‚Widerstand‘ Karlsruhes gegen die deutsche Verarmung über die täglich milliardenteure Euro-Dauerrettung ein reines Feigenblatt. Die Urteile kommen zudem immer konsequent Jahre zu spät – immer werden bereits zuvor billionenschwere Fakten gegen Deutschland geschaffen! Es ist bereits heute sicher, dass Luxemburg auch in diesem Fall keinerlei Einwände gegen die eigentlich sogar für Laien klar erkennbaren Brüche von Artikel 123 AEUV (keine Staatsfinanzierung durch die Zentralbank) und Artikel 125 AEUV (keine Transferzahlungen einzelner EUR-Länder an andere) haben wird. Karlsruhe weigert sich jedoch bereits 2016 bei der OMT-Entscheidung des EuGH, diese offensichtliche Beugung europäischen (!) Rechts von Luxemburg zu kassieren. Stattdessen Abgabe der Entscheidung an Luxemburg – damit die Kapitulation der obersten deutschen Rechtsinstanz gegenüber der EU!“

Das Bundesverfassungsgericht kapitulierte also erneut juristisch per Selbstentmachtung. Dies hat weitreichende und fatale Folgen für die deutschen Steuerzahler, deren Haftungsanteil schon heute im Billionenbereich liegt und täglich um Milliarden weiter anwächst. Diese Ausgaben werden im Bundeshaushalt nicht ausgewiesen, um das Ausmaß der Gefahr zu verschleiern. Doch eines Tages wird die Rechnung kommen und letztlich Billionen neue Schulden in den Bundeshaushalt eingebucht werden, die dann mit drastisch steigenden Steuern und Enteignungen der Bürger finanziert werden müssen. Bis Dezember 2017 wird die Europäische Zentralbank Schulden mit äußerst fraglicher Bonität für frisch aus dem Nichts gedrucktes Geld in Höhe von 2.280 Mrd. Euro aufgekauft haben.

Wie man im folgenden Chart sieht, weist die Entwicklung des Goldpreises in Euro sowie die Ausweitung der Geldmenge im Euroraum durch die EZB einen extrem hohen Gleichlauf auf. Je weiter die Geldmenge ausgeweitet wird, desto mehr Kaufkraft verliert der Euro und desto stärker steigt der Goldpreis in der Europäischen Gemeinschaftswährung.

Der Goldpreis in Euro steigt mit der Eurogeldmenge an.

Der Goldstandard als Währungssystem musste nie gerettet werden und auch die Deutsche Mark, die zwar eine Schwachwährung zum Gold war, benötigte zumindest bis zu ihrem Ende keinerlei Rettungsmaßnahmen. Der Euro wird hingegen bereits mehr als die Hälfte seiner Existenz dauergerettet, was deutlich vor Augen führt, wie absurd und falsch die planwirtschaftliche Lenkung des Geldes und das staatliche Geldmonopol an sich sind.

Die Zentralbanken verkaufen sich gerne als Retter, doch sind sie nebst den Regierungen die Ursache aller ökonomischen und sozialen Probleme. Entgegen der landläufigen Meinung, die EZB würde die Wirtschaft retten oder Arbeitsplätze schaffen wollen, geht es einfach nur um die Rettung der überschuldeten Banken auf Kosten der Steuerzahler über die Hintertüre der Inflationssteuer. Die originäre Schuld dabei trägt jedoch der Staat, da dieser in einer Symbiose mit dem Bankensystem lebt und so seine Ausgaben auf Pump finanzieren kann, ohne dass es die Menschen merken. Es verwundert daher auch nicht, dass Bundesfinanzminister Schäuble in dieser Woche die EZB gegen die Bedenken des Bundesverfassungsgerichts verteidigt hat.

Die Giralgeldschöpfung, die eigentlich ein Verstoß gegen Eigentumsrechte ist und Betrug darstellt, wird vom Staat nicht als Verbrechen verfolgt, wie es sein müsste. Das ist der Grund, warum Banken überhaupt erst ein Vielfaches des Eigenkapitals als Kredit verleihen können und so letztlich in regelmäßigen Zyklen immer wieder in Schieflage geraten.

Die Österreichische Schule der Nationalökonomie ist dabei die einzige ökonomische Denkrichtung, die als Auswirkungen dieser Handlungen die immer wiederkehrenden Boom- und Bust-Zyklen sowie die Wirtschaftskrisen erkennt. Ohne das staatliche Privileg der Banken, das Eigentum an einer Einlage an mehrere Personen übertragen zu dürfen, ohne dabei ins Gefängnis zu gehen, gäbe es in einer freien Marktwirtschaft keine Rezessionen, Wirtschafts-, Banken-, Immobilien-, Aktienmarkt- oder Währungskrisen, die einer Rettung bedürften.

Die Notenbanken versuchen mit dem Drucken von neuem Geld aus dem Nichts eine Deflation zu verhindern, da diese dem Bankensystem in einem Crash gefährlich werden könnte. Davon losgelöst entsteht eine Wirtschaftskrise jedoch nicht durch eine Deflation oder einen deflationären Crash. Die strukturellen Fehlallokationen in der Wirtschaft entstanden während des Aufschwungs, der durch die Ausweitung der Geldmenge ausgelöst wurde. Die Wirtschaft ist bereits krank und letztlich wird ihr Zusammenbruch nur mittels ständiger Injektionen von frischem Geld verhindert. Die EZB kann zwar die Banken vor den Konsequenzen ihrer Geschäfte retten, doch kann sie die Wirtschaftskrise nur nach hinten verschieben. Letztlich wird diese aber ausbrechen und dann zusätzlich noch die Verbraucher über höhere Preise treffen, was es den Menschen doppelt so schwer machen wird, die Krise zu überwinden. Unterliegen sie daher nicht der fälschlichen Annahme, die Europäische Zentralbank hätte die Wirtschaft und das Vermögen der Bürger durch das Verteilen von Baumwollzetteln gerettet. Sie hat lediglich das Vermögen aller über Inflation geraubt und dieses den Banken gegeben. Die Rechnung dafür kommt jedoch erst mit dem Ausbruch der großen Wirtschaftskrise, indem die Bevölkerung plötzlich feststellen wird, dass jegliche Ersparnisse und Altersvorsorge wertlos geworden sind. Es ist daher weiterhin vernünftig und notwendig einen großen Teil der Ersparnisse inflationsgeschützt vor dem Zugriff des Staates in die physischen Edelmetalle Gold und Silber zu investieren. Die Vorzeichen einer neuen großen Weltwirtschaftskrise kündigen sich bereits an und wohl kaum einer hätte gedacht, dass der Zusammenbruch des Finanzsystems durch planwirtschaftliche Maßnahmen so lange hinausgezögert werden kann. Aufgehalten kann dieser jedoch nicht werden und der Tag der großen Abrechnung kann jederzeit kommen, weshalb man frühzeitig seine Ersparnisse sichern sollte.

© Blaschzok Financial Research

Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews keine Haftung.
Quelle: www.BlaschzokResearch.de | www.goldsilbershop.de

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Geldpolitik Thu, 24 Aug 2017 07:16:30 +0000
10.08.17 Negativverzinsung bei Riester-Rente http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9198-10-08-17-negativverzinsung-bei-riester-rente http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9198-10-08-17-negativverzinsung-bei-riester-rente Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg ist erstmals gegen Negativzinsen bei Riesterprodukten vorgegangen und hat die Kreissparkasse Tübingen abgemahnt. Die Verbraucherschützer begründeten Ihren Schritt damit, dass eine negative Grundverzinsung von -0,5% für den Vorsorge-Plus-Vertrag rechtswidrig sei. „Eine negative Verzinsung ist mit dem Grundgedanken einer Geldanlage nicht vereinbar. … Dass Anbieter nun offenbar sogar bei der staatlich geförderten Riester-Rente nicht davor zurückschrecken, statt Zinsen zu zahlen nun ein Entgelt einzufordern, zeigt einmal mehr, wie dringend die private Altersvorsorge reformiert werden muss.“ In diesem Punkt stimmen wir der Verbraucherzentrale vollkommen zu, denn jegliche staatliche Altersvorsorge, sei es die gesetzliche Rentenversicherung oder die Riesterrente sind systematisch auf Entwertung ausgelegt. Dass die Rentenversicherung nur einen Bruchteil der Einlagen im Alter auszahlt, dürfte Jedermann klar sein. Doch auch die Riesterrente weist eine real negative Verzinsung aus und man verliert letztlich Geld. Die meisten Finanzprodukte zur Altersvorsorge können am Ende der Laufzeit nur aufgrund der Inflation eine nominal positive Entwicklung ausweisen. Dies geschieht, indem Zentralbanken die offizielle Teuerung immer statistisch geschönt berechnen. Während früher die offizielle Teuerung 2% bis 4% niedriger ausgewiesen wurde, sind es seit 2008 wohl eher 5% bis 7%, die aus der offiziellen Teuerung herausgerechnet werden.

Seriöse Statistiken gibt es aus den USA mit shadowstats.com, die die Teuerung nach der alten Methode von 1980 weiterberechnen. Nach dieser liegt die reale Teuerung in den USA aktuell nicht etwa bei rund 2%, sondern bei über 10%, was einer realen Finanziellen Repression und somit Enteignung der Sparer über Inflation von 8% jährlich entspricht.

In den USA liegt die reale Verzinsung 10-jähriger Staatsanleihen bei -8%

Nach den offiziellen Zahlen der Bundesbank gab es im Euroraum angeblich eine Teuerung von 23% seit Einführung des Euros in 1999. Dass nach diesen „Fake Statistics“ die Preise seit der Einführung des Euros vor 18 Jahren nur um 29% gestiegen sein sollen, ist selbst für die einfachen Leute schwer zu glauben. Jeder hat die starken Preissteigerungen um teilweise mehrere Hundert Prozent an der Supermarktkasse, beim Essen oder Tanken in den letzten beiden Jahrzehnten miterlebt und dennoch werden bei allen Kalkulationen zu der Bestimmung der Rentenansprüche diese falschen offiziellen Statistiken verwendet. Wären die Preise seit der Einführung des Euros nur um 29% angestiegen, dann wäre der Goldpreis in der gleichen Zeit nicht um über 300% im Preis nach oben geschossen. Gold hat die reale Abwertung der europäischen Gemeinschaftswährung realistischer ausgeglichen und ist ein weitaus besseres Inflationsbarometer als die staatlichen Statistiken der europäischen und bundesrepublikanischen Statistikämter.

Die Bundesbank verbreitet bewusst „Fake“ Statistiken

Da sich die Produkte zur Altersvorsorge alle an der offiziellen Inflation orientieren, erfahren diese alle real eine Negativverzinsung. Nominal weist eine Altersvorsorge ebenso wie ein Sparbuch mit Niedrigzinsen zwar zumindest eine kleine nominale Rendite aus, doch real können Sie mit diesem vermeintlich gestiegenen Vermögen jedes Jahr immer weniger im Supermarkt einkaufen, da der reale Preisanstieg bzw. die reale Abwertung der Währung deutlich höher war. Für jeden Euro den Sie also in eine staatliche bzw. eine staatlich geförderte Rente einzahlen, erhalten Sie am Ende des Tages nur noch einen Bruchteil davon zurück. Leider gibt es einen staatlichen Zwang in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen, sodass die Menschen aktuell nicht die Freiheit haben zu entscheiden, wie sie mit ihren Ersparnissen und ihrer Altersvorsorge verfahren wollen. Wir empfehlen daher zusätzlich privat vorzusorgen und dieses Geld in inflationsgeschützte Anlagen zu investieren, die auf 30 Jahre zumindest die reale Teuerung ausgleichen und womöglich sogar eine positive reale Rendite erwirtschaften. Zum einen bietet eine breite Anlage in den Aktienmarkt einen gewissen Schutz vor Inflation. Zum anderen sollte man einen großen Teil einfach inflationsgeschützt in die aktuell ohnehin unterbewerteten sicheren Häfen der monetären Edelmetalle Gold und Silber investieren. Gerade wegen der relativen Unterbewertung zu den aufgeblähten Geldmengen des Euros und des US-Dollars, sind Edelmetalle die erste Wahl, wenn man im Alter auf Nummer sichergehen will.

Euro-Dollar Blase angestochen

Die am Freitag veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten sorgten für eine Erholung beim US-Dollar mit einem Trendbruch des Abwärtstrends im USD-Index. Dies sorgte auch dafür, dass die spekulative Blase im Euro erstmals angestochen wurde. 209 Tsd. neue Jobs wurden angeblich geschaffen. Der größte Teil fiel jedoch auf 393 Tsd. neue Teilzeitjobs, was der stärkste Anstieg seit September 2016 war.

Der US-Arbeitsmarkt zeigt sich solide und stärkt den US-Dollar

US-Präsident Trump sieht darin bereits einen Erfolg seiner liberaleren Politik des Abbaus von Regulierungen. Langfristig wird dieser Politikwechsel auf jeden Fall die Unternehmen und somit auch den US-Arbeitsmarkt stärken, doch kurzfristig handelt es sicher wohl eher um einen psychologischen Effekt auf die US-Wirtschaft sowie um die Nachwirkungen der drei QE-Programme. Ohne die offenen Geldschleusen in Euroland, Engeland und Japan, wäre die durch billiges Geld getriebene Konjunkturscheinblüte längst verwelkt und die überfällige Bereinigung der Fehlallokationen hätte ihren unausweichlichen Verlauf genommen. Trump sitzt auf einem Pulverfass, das sein sozialistischer Vorgänger Obama und der Deep State durch die Vervierfachung der Geldbasis erzeugt hat.

Die Blasen im Euro und US-Dollar wurden am Freitag mit dem Arbeitsmarktbericht angestochen und eine Zwischenerholung des Dollars und ein Pull Back des Euros auf das Ausbruchsniveau bei 1.15$ wären überfällige Entwicklungen. Doch mittel- bis langfristige Trends sind nicht weit entfernt und es ist möglich, dass das Währungspaar EUR/USD eine große Umkehr ausbildet und die kommenden Monate wieder zur Schwäche neigen wird. Gold und Silber werden besonders von dieser Entwicklung profitieren können.

Gold ETF-Bestände in Europa erreichen Rekordniveau

Nach den neuesten Zahlen des World Gold Council war die Goldnachfrage im zweiten Quartal 2017 mit 953,4 Tonnen rund 10% geringer als im vergleichbaren Vorjahresquartal. Im ersten Halbjahr war die Nachfrage 14% geringer mit 2003,8 Tonnen. Die Zentralbanken kauften mit 176,7 Tonnen im ersten Halbjahr in etwa so viel wie im Vorjahreszeitraum. Die Investmentnachfrage nach Münzen und Barren verbesserte sich zum Vorjahresquartal um 13% und im ersten Halbjahr um 11%. Insbesondere aufgrund gestiegener indischer Nachfrage nahm die Schmucknachfrage um 8% im zweiten Quartal zu. Die Investment-ETFs erfuhren Zuflüsse in Höhe von 56 Tonnen im zweiten Quartal und 168 Tonnen im ersten Halbjahr. Die stärksten Zuflüsse erhielten dabei die europäischen Fonds im ersten Halbjahr mit einem Rekordvolumen von 977,7 Tonnen. Dies verwundert nicht, denn die Amerikaner haben seit der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten den Aktienmarkt favorisiert und Gold eher gemieden, da man an einen neuen Aufschwung der US-Wirtschaft glaubt.

Die Goldnachfrage sank um 10% zum Vorjahr
Die Zentralbanken kauften netto wieder deutlich zu
Die Nachfrage nach Münzen und Barren war das zweite Quartal infolge rückläufig
Die ETFs erfuhren weiter Zuflüsse in den sicheren Hafen Gold
Das weltweite Angebot an Gold nahm wieder zu

Verglichen mit dem Vorjahresquartal sank das weltweite Angebot an Gold um 8% im zweiten Quartal. Zum Vorquartal stieg das Angebot jedoch leicht an. Insgesamt ergibt sich ein Bild eines leicht gestiegenen Angebots und einer deutlich gesunkenen physischen Nachfrage im zweiten Quartal. Dies spiegelt jedoch nicht die relative Stärke des Goldpreises in dieser Zeit wieder und die gute Bereinigung am Terminmarkt. Ab 2019 erwartet das World Gold Council eine stetig fallende Produktion über viele Jahre hinweg, da zu wenig Investitionen in die Exploration neuer Minen gesteckt wurde. Man erwartet, dass die Ausbeutung der bestehenden Minen mit der Zeit immer weiter abnehmen wird. In der gleichen Zeit rechnen wir mit einer steigenden Nachfrage, was letztlich zu steigenden Preisen in den kommenden zehn Jahren führen dürfte.

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Geldpolitik Thu, 10 Aug 2017 04:50:08 +0000
05.08.17 Negativzinsen bei Riester-Rente – Retten Sie Ihre Altersvorsorge! http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9183-05-08-17-negativzinsen-bei-riester-rente-retten-sie-ihre-altersvorsorge http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9183-05-08-17-negativzinsen-bei-riester-rente-retten-sie-ihre-altersvorsorge Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg ist erstmals gegen Negativzinsen bei Riesterprodukten vorgegangen und hat die Kreissparkasse Tübingen abgemahnt. Die Verbraucherschützer begründeten Ihren Schritt damit, dass eine negative Grundverzinsung von -0,5% für den Vorsorge-Plus-Vertrag rechtswidrig sei. „Eine negative Verzinsung ist mit dem Grundgedanken einer Geldanlage nicht vereinbar. (…) Dass Anbieter nun offenbar sogar bei der staatlich geförderten Riester-Rente nicht davor zurückschrecken, statt Zinsen zu zahlen nun ein Entgelt einzufordern, zeigt einmal mehr, wie dringend die private Altersvorsorge reformiert werden muss.“

Dass die Rentenversicherung nur einen Bruchteil der Einlagen im Alter auszahlt, dürfte Jedermann klar sein. Doch auch die Riesterrente weist eine real negative Verzinsung aus. D.h. man verliert letztlich Geld. Die meisten Finanzprodukte zur Altersvorsorge können am Ende der Laufzeit nur aufgrund der Inflation eine nominal positive Entwicklung ausweisen. Dies geschieht, indem Zentralbanken die offizielle Teuerung immer statistisch geschönt berechnen. Während früher die offizielle Teuerung 2- 4% niedriger ausgewiesen wurde, sind es seit 2008 wohl eher zwischen 5% und 7%, die aus der offiziellen Teuerung herausgerechnet werden.

Näherliegendere Statistiken gibt es aus den USA, bei denen die Teuerung nach der alten Methode von 1980 weiterberechnet wird. Nach dieser liegt die reale Teuerung in den USA aktuell nicht etwa bei rund 2%, sondern über 10%. Dies entspricht einer realen Finanziellen Repression und somit Enteignung über Inflation von jährlich 8%.

In den USA liegt die reale Verzinsung 10-jähriger Staatsanleihen bei -8%.

Nach den offiziellen Zahlen der Bundesbank gab es im Euroraum seit Einführung des Euros in 1999 angeblich eine Teuerung von 23%. Dass nach diesen „Fake Statistics“ die Preise seit der Einführung des Euros vor 18 Jahren nur um 29% gestiegen sein sollen, ist schwer zu glauben. Jeder hat die starken Preissteigerungen um teilweise mehrere hundert Prozent an der Supermarktkasse, beim Essen oder Tanken in den letzten beiden Jahrzehnten live miterlebt. Dennoch nutzen alle Kalkulationen bei der Bestimmung der Rentenansprüche diese geschönten Statistiken. Wären die Preise seit der Einführung des Euros nur um 29% angestiegen, dann wäre der Goldpreis in der gleichen Zeit nicht um über 300% im Preis nach oben geschossen. Gold hat die reale Abwertung der europäischen Gemeinschaftswährung realistischer ausgeglichen und ist ein weitaus besseres Inflationsbarometer als die staatlichen Statistiken der europäischen und bundesrepublikanischen Statistikämter.

Die Bundesbank verbreitet bewusst „Fake“ Statistiken.

Da sich die Produkte zur Altersvorsorge alle an der offiziellen Inflation orientieren, erfahren diese alle real eine Negativverzinsung. Nominal weist zwar eine Altersvorsorge – ebenso wie ein Sparbuch mit Niedrigzinsen – zumindest eine kleine nominale Rendite auf, doch real können Sie mit diesem vermeintlich gestiegenen Vermögen jedes Jahr immer weniger im Supermarkt einkaufen, da der reale Preisanstieg bzw. die reale Abwertung der Währung deutlich höher war. Von jedem Euro, den Sie also in eine staatliche bzw. eine staatlich geförderte Rente einzahlen, erhalten Sie am Ende des Tages nur noch einen Bruchteil zurück. Leider gibt es einen staatlichen Zwang in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen, sodass die Menschen aktuell nicht die Freiheit haben zu entscheiden, wie sie mit ihren Ersparnissen und ihrer Altersvorsorge verfahren wollen. Wir empfehlen daher zusätzlich privat vorzusorgen und dieses Geld in inflationsgeschützte Anlagen zu investieren, die auf 30 Jahre zumindest die reale Teuerung ausgleichen und womöglich sogar eine positive reale Rendite erwirtschaften. Hier bietet sich die Diversifikation auf verschiedene Anlageklassen an. Unter anderem bieten sich die aktuell ohnehin unterbewerteten sicheren Häfen der monetären Edelmetalle Gold und Silber an, um Vermögen inflationsgeschützt anzulegen. Gerade wegen der relativen Unterbewertung zu den aufgeblähten Geldmengen des Euros und des US-Dollars, sind Edelmetalle die erste Wahl, wenn man im Alter auf Nummer sicher gehen will.

© Blaschzok Financial Research

Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews keine Haftung.
Quelle: www.BlaschzokResearch.de | www.goldsilbershop.de

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Geldpolitik Sat, 05 Aug 2017 04:26:52 +0000