Silbernews.com - Geldpolitik http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews Sun, 21 Jan 2018 14:42:26 +0000 Joomla! - Open Source Content Management de-de j.miedler@a1.net (silbernews.com) 20.01.18 Blase ist geplatzt – Bitcoin crasht bisher bereits mehr als 55 % http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/158-waehrungsnews2018/9453-20-01-18-blase-ist-geplatzt-bitcoin-crasht-bisher-bereits-mehr-als-55 http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/158-waehrungsnews2018/9453-20-01-18-blase-ist-geplatzt-bitcoin-crasht-bisher-bereits-mehr-als-55 Der Bitcoin crashte in dieser Woche auf 9.200 $ im Tief und die Blase wird wahrscheinlich weiter platzen. Mitte Dezember trieb die Manie den Preis noch auf 20.000 $. Es gab nur noch gierige Spekulanten, die in der Hoffnung, immer weiter steigender Preise kauften, während es außer den frühen Erstkäufern, die Kasse machten, kaum Verkäufer gab. Das dumme Geld trieb die Preise immer höher, doch all jene, die wirklich reale Waren kaufen wollten, verabschiedeten sich vom Bitcoin. Anfang 2015 betrug die durchschnittliche Transaktionsgebühr für eine Überweisung noch 0,05 $. Aktuell kostet eine durchschnittliche Überweisung jedoch 13 $, wobei kürzlich sogar bis zu 55 $ gezahlt werden mussten. Dazu kommen Gebühren für Zahlungsabwickler wie Bitpay, die je nach Wechselkursschwankung zusätzlich noch einmal 15 % bis 20 % des Einkaufwertes betragen können. Weiterhin entstehen horrende Gebühren an der Schnittstelle zwischen der realen Welt der Fiat Währungen, wie dem Euro, und der Welt der Kryptowährungen. Will man Euros an einer Börse gegen eine Kryptowährung tauschen, so kostet die Übertragung an diese Börsen oft eine Mindestgebühr von zusätzlich 40 $ je Überweisung (Coinbase 16 $; Bitfinex 40 $) unter 1.000 $, wobei die Kosten im Durchschnitt bei 5 % liegen dürften. Will man aktuell einen Kaffee oder ein Bier mit Bitcoin zahlen, so kostet die Überweisung zehn Mal bis dreißig Mal so viel, wie der eigentliche Kaufbetrag. Gegen Paypal, das direkt von einem Konto ab einer Gebühr von 1,9 % abbucht und wo private Überweisungen kostenlos sind, kann der Bitcoin mit der energieintensiven und teuren Blockchain als Basis nicht konkurrieren. Wer im Internet eine Ware für 100 € mit dem Geld auf seinem Konto erwerben möchte, der zahlt über Paypal 2,25 € Gebühr, via SEPA-Überweisung nichts und über Bitcoin aktuell mindestens 40 € und womöglich können sogar bis zu 70 € an Transaktionskosten entstehen. Dass China die Miningfarmen, welche neue Blocks in der Blockchain erzeugen und so die Überweisungen durchleiten, verbieten will, wird die Situation noch verschärfen. Die Idee, dass mit dem Bitcoin jeder auf der Welt günstig und frei Überweisungen tätigen könnte, gerade jene in der dritten Welt, die sich vermeintlich kein Konto leisten können, ist daher völliger Unsinn und nichts weiter als Propaganda, um neue Käufer in das Schneeballsystem zu locken.

Der Bitcoin crashte bis dato im Tief um über 55%.

Die hohen Transaktionsgebühren sind nur eines mehrerer Probleme des Bitcoins, das jedoch offensichtlich ist und dennoch von Glücksspielern, die auf schnelle Gewinne aus sind, völlig ignoriert wird. Diesen geht es nur darum, schnell viel Geld zu verdienen und an einen anderen Dummen zu höheren Preisen zu verkaufen. Jetzt da die Preise fallen und die reale Basis der Warentransaktionen weggebrochen ist, stellt sich die Frage, wer in die fallenden Preise noch kaufen wird, wenn die Spekulanten erst einmal in Panik ausbrechen. Noch verfolgen die Glücksritter die „Buy and Hold“ Strategie (HODLn), doch es könnte sein, dass es dann nur noch Verkäufer und keine Käufer mehr geben wird. Der eigentliche Crash beim Bitcoin hat noch gar nicht begonnen und steht noch aus, wobei dieser völlig wertlos werden könnte. Die Blockchain-Technologie hat sich im großen Maßstab als ineffizient herausgestellt und neue Technologien wie Tangle oder Hashgraph, die viel effizienter und besser sind, stehen längst zur Verfügung. Gelingt es den Programmierern der Bitcoin-Blockchain nicht sehr schnell das Problem der hohen Transaktionsgebühren und der langsamen Transaktionszeit zu beheben, so wird der Bitcoin vom Markt verschwinden. Selbst wenn das Problem gelöst werden sollte (Lightning Network), so bleiben die hohen Kosten an den Schnittstellen und den Zahlungsanbietern sowie weitere Risiken, weshalb eine ernsthafte Konkurrenz zu Paypal und Co. sehr fraglich ist. Gelänge es, all diese Probleme zu beseitigen, so bleibt als ultimative Hürde der Staat, der die Schnittstellen zur realen Welt verbieten kann.

Dem Bitcoin scheint keine rosige Zukunft bevorzustehen. Immerhin wird die Bitcoinmanie als größte Spekulationsblase – noch vor der Tulpenzwiebelblase – in die Geschichtsbücher eingehen. Geld, im Sinne der Österreichischen Schule, war der Bitcoin nie und die vielerorts verwendete Analogie zum Gold erscheint anhand der Fakten völlig absurd. Eine Gefahr ist jedoch der von der Bitcoinmanie verstärkte Modetrend zur digitalen bargeldlosen Gesellschaft, die der staatlichen Bargeldabschaffung unter die Arme hilft. Die Bitcoinjünger werden damit unbewusst zum Totengräber der Anonymität und Freiheit, indem sie der Abschaffung des Bargeldes Vorschub leisten.

Letztlich bleiben den Menschen Gold und Silber als Geld des freien Marktes, das sich seit 5.000 Jahren bewährt hat und völlig anonym ist. Wenn die Blase am Aktienmarkt in der kommenden Stagflation zumindest real platzen und die Kurse im Verhältnis zu Gold um 90% in den Keller rauschen werden, bleiben Gold und Silber der gesuchte sichere Hafen, um Vermögen zu schützen. Exorbitante Gewinne, ähnlich jenen, die aktuell bei den Kryptowährungen zu erzielen waren, werden dann bei den Edelmetallen und Minen zu verbuchen sein. Gold und Silber sind im Vergleich zu anderen Assetklassen, sowie zur Inflation der Geldmenge, völlig unterbewertet und bieten derzeit ein ideales antizyklisches Investment auf Sicht der kommenden Dekade.

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Geldpolitik Sat, 20 Jan 2018 08:04:22 +0000
13.01.18 Bitcoin vor dem nächsten Crash? http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/158-waehrungsnews2018/9442-13-01-18-bitcoin-vor-dem-naechsten-crash http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/158-waehrungsnews2018/9442-13-01-18-bitcoin-vor-dem-naechsten-crash Nachdem Mitte Dezember die irrationale Manie der Blockchain-Buchungssoftware „Bitcoin“ bei fast 20.000$ je Einheit Ihr Hoch fand, ist diese um über 30% gefallen und die Blase scheint langsam weiter zu platzen. Noch „HODLn“ (Buy and Hold in der Sprache der unerfahrenen Investoren) die in das Schneeballsystem gezogenen vermeintlichen Gewinner mit der Erfahrung aus den letzten Jahren, dass früher oder später der Preis immer neue Hochs erreichen wird und man nur immer nachkaufen müsse, um immer reicher zu werden. Doch scheint es, dass der nächste Wasserfall kurz bevorsteht und das Hoch Mitte Dezember womöglich das finale Hoch der Blockchainmanie war und der Bitcoin nun wieder gegen Null fallen könnte.

Bitcoin bildet gerade ein Hoch aus – der Preis könnte so schnell fallen, wie er anstieg.

Diese Vermutung liegt nahe, da die Nutzung Bitcoin-Software im Einzelhandel längst so gut wie zum Erliegen gekommen ist, was der Masse nur noch nicht aufgefallen ist. Die Blockchain ist wohl die ineffizienteste Technologie, die jemals erschaffen wurde. Per Design verschlingt sie ungeheure Mengen an Elektrizität, sodass die Blockchain-Programme aktuell mehr Energie als Länder wie Irland oder die Slowakei verbrauchen. Geht das so weiter, werden diese Programme in 2018 so viel Energie wie Argentinien verschlingen. Der hohe Stromverbrauch schlägt auf die Kosten, die gigantisch angestiegen sind. Nicht nur weil eine Überweisung mittlerweile Tage oder Wochen dauern kann, bis sie durch das Netzwerk bestätigt wurde, sondern auch weil die Transaktionsgebühren von 30$ bis zu mehreren hundert Dollar für eine Überweisung jenseits von Gut und Böse liegen, scheitert das Experiment, das niemals für einen großen Maßstab gedacht war. Jene, die früher den Bitcoin verwendeten, um halbwegs anonym illegale Waren im Internet erwerben zu können, haben deshalb längst dem Bitcoin den Rücken gekehrt und sind auf andere Plattformen gewechselt. Aus den gleichen Gründen haben viele seriöse Unternehmen den Bitcoin als Bezahlmöglichkeit in ihren Shops verbannt und selbst Bitpay sieht sich kaum mehr in der Lage, den Bitcoin aufgrund dieser Probleme anständig zu managen.

Übrig sind nur die Spekulanten, die Opfer des Schneeballsystems, die der Propaganda verfallen sind, der Bitcoin würde früher oder später von der ganzen Welt genutzt werden und der Preis könne nur immer weiter ansteigen. Selbst der Schöpfer der „Kryptowährung“ Dogecoin, die einen Hund als Motiv hat und seit 2 Jahren kein Update mehr erfahren hat, lacht über die Marktkapitalisierung von 1,4 Milliarden US-Dollar. Er selbst findet das aberwitzig und sagt nur, dass „das viel über die Manie an diesem Markt aussagen würde“.

Venezuela, das mit 2.616 Prozent Preissteigerung in einem Jahr, in der durch die Sozialisten/Kommunisten selbst verursachten Stagflation sitzt und die Regierung die hungrigen Bürger dazu aufruft, Haustiere als nährreiche Proteinquelle zu nutzen, hat nun eine eigene Kryptowährung in Planung. Der Vorsitzende des Finanzausschusses, Wirtschaftsprofessor José Guerra, erkannte jedoch richtig: "Die Zentralbank ist für die Hyperinflation verantwortlich. Sie druckt Geld, um die Regierung weiter zu finanzieren". Dass jetzt der totalitäre sozialistische Staatschef Maduro, nach eigenen Aussagen, mit einer „Kryptowährung“ die hausgemachte Inflation zu bekämpfen versucht, ist lächerlich. Nach seinen Plänen solle eine staatliche Kryptowährung „Petro-Coin“ mit einem Fass Rohöl aus staatlichen Reserven je Einheit hinterlegt sein. Die Kombination eines dezentralen Blockchain-Netzwerkes (colored coin) mit einer zentralen physischen Deckung ist schon an sich ein unglaublich dummer Schildbürgerstreich, doch dass gerade der sozialistische Staat Venezuelas für die Deckung garantiert, macht einen Witz daraus. In Realität handelt es sich eher um eine gedeckte Anleihe, die nur anders verkauft wird und ebenso wenig vor staatlicher Korruption gefeit ist, wie der Bolivar oder Staatsanleihen. Kurz gesagt, es handelt sich um Betrug.

Der Bitcoin ist kein Geld und das Geldregressionstheorem von Mises ist auf diese Buchungssoftware nicht anzuwenden. Was als begrenztes Experiment für eine kleine Gruppe von Hackern begonnen hat, wurde zu einem betrügerischen Schneeballsystem, das keinen inneren Wert besitzt und lediglich hohe Kosten verursacht. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Bitcoin in relativ kurzer Zeit wieder verschwunden sein wird, ist sehr hoch.

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Geldpolitik Sat, 13 Jan 2018 08:53:08 +0000
05.01.18 EZB rettet Italien und damit den Euro http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/158-waehrungsnews2018/9426-05-01-18-ezb-rettet-italien-und-damit-den-euro http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/158-waehrungsnews2018/9426-05-01-18-ezb-rettet-italien-und-damit-den-euro Kurzfristig dürfte es nach dem starken Anstieg beim Gold zu einer kleinen Korrektur kommen, doch danach steht es wieder gut für steigende Preise. Der Euro wird durch die verfehlte planwirtschaftliche und verfassungswidrige Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) im kommenden Jahr weiter unter die Räder kommen und somit insbesondere den Goldpreis in Euro gerechnet stützen. Warum die Zentralbanker bis Ende 2018 weitere 270 Mrd. Euro neues Geld aus dem Nichts drucken und verteilen müssen, um den Euro zu retten, anstatt die lockere Geldpolitik zu beenden und die Zinsen anzuheben, offenbarte sich in den letzten Wochen.

Die Citigroup berichtete, dass die EZB inzwischen praktisch der einzige Käufer italienischer Staatsanleihen ist. Private Investoren hätten demnach in den vergangenen Jahren entweder ihre italienischen Papiere an die EZB verkauft oder einfach gemieden und nichts gekauft. Im Jahr 2014 begannen die Investoren, Banken und Ausländer bereits italienische Staatsanleihen zu verkaufen, sodass diese heute so gut wie keine Anleihen des Landes mehr halten. Die EZB hat daher gegen ihren Kapitalschlüssel, der Höchstgrenze zum Ankauf von Anleihen eines einzelnen Landes, verstoßen und weit mehr gekauft als erlaubt.

Wenn diese Anleihen, selbst mit der EZB als „Buyer of last resort“, nicht nachgefragt werden, so wären die Kurse ohne die Käufen der EZB abgesoffen und die Renditen (Zinsen) wären in den Himmel gestiegen. Bei einer Staatsverschuldung von 132% zum Bruttoinlandsprodukt hätte das den Bankrott Italiens bedeuten können und dieses Ereignis womöglich das Ende des planwirtschaftlichen Zwangseuros und der politisch sozialistischen EU herbeigeführt.

Angesichts dieser Entwicklung am Anleihenmarkt ist es äußerst fraglich, ob die EZB Ende September 2018 ihr Ankaufprogramm für Staatsanleihen einstellen kann. Die Zinsen für Anleihen von hochverschuldeten Staaten wie Italien, Spanien oder Portugal würden wahrscheinlich schnell wieder durch die Decke gehen und eine Neuauflage der Eurokrise herbeiführen. Dies aber birgt die Gefahr, dass das künstliche und unnatürliche politische Europa an den Abgrund gebracht wird, was die Notenbanken mit dem Drucken von neuem Geld zu verhindern versuchen.

Für die grassierende Zentralisierung Europas mit ihrer Bürokratisierung und Aushebelung jeden Rechtes zugunsten eines totalitären europäischen Suprastaates wird es letztlich nur ein Scheitern des Euros mit einem realen Zusammenbruch der Wirtschaft und einer Vernichtung des Wohlstands aller Europäer geben. Es verwundert nicht, dass immer mehr Regionen in Italien und anderen Teilen Europas die Autonomie und den Austritt aus der EU anstreben.

Dies alles sind Faktoren, die eine Gefahr für die politische EU und somit den Zwangseuro darstellen. Alleine der Fakt, dass die sanfte Wirtschaftserholung lediglich konjunkturell und nicht nachhaltig ist, da diese mit ungeheuer viel gedrucktem Geld erkauft wurde, lässt einen weiteren Anstieg des Euros äußerst fraglich erscheinen. Dennoch hat sich der gesamte Markt praktisch euphorisch auf einen steigenden Euro eingestellt.

Der gesamte Markt hat auf Trendwende in der europäischen Geldpolitik und einen Anstieg des Euros gewettet.

Dies sieht man deutlich an der Positionierung an der Terminbörse CME. Sollten die Notenbanken weiterhin ihre Versprechen halten und ihren geplanten Weg weitergehen, werden die Eurobullen an die Wand gedrückt und zerquetscht. Bei dieser starken einseitigen Blase gibt es genügend Enttäuschungspotenzial und es stellt sich die Frage, wie lange die Eurobullen ihre Position noch unter den gegebenen Umständen halten können. Es herrscht akute Einbruchsgefahr beim Euro für die kommenden sechs Monate. Investoren sollten sich vor einem Einbruch des Euros von bis zu 15% schützen. Gold und Silber könnten davon im neuen Jahr hingegen profitieren und stark ansteigen. Die Risiken für die Eurozone sind sehr groß, womit der aktuelle Preis beim Gold in Euro sehr gut unterstützt ist. Die Chancen für steigende Preise beim Gold und insbesondere beim Silber sind daher ebenso extrem hoch.

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Geldpolitik Fri, 05 Jan 2018 11:18:49 +0000
16.12.17 Dem Euro droht ein Einbruch – Gold vor neuer Rallye? http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9395-16-12-17-dem-euro-droht-ein-einbruch-gold-vor-neuer-rallye http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9395-16-12-17-dem-euro-droht-ein-einbruch-gold-vor-neuer-rallye Die US-Notenbank hob am Mittwoch die Zinsen wieder um 25 Basispunkte an, womit sie ihr Versprechen erfüllte. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA fielen auf ein 44-Jahrestief, was im Zuge höherer Inflation und gleichzeitig solider Wirtschaftsdaten weitere Zinsanhebungen im kommenden Jahr ermöglicht. Aktuell plant die US-Notenbank drei Zinsanhebungen im kommenden Jahr und eine Reduktion der Notenbankbilanz von bis zu 500 Mrd. US-Dollar. Im Januar sollen wie geplant 20 Mrd.$ Dollar an Liquidität dem Markt entzogen werden mit steigender Tendenz bis zu 50 Mrd. $ monatlich für den Rest des Jahres. Zinsanhebungen und Liquiditätsentzug werden also den Dollar tendenziell stärken.

Die USA und Europa fahren aktuell eine gegensätzliche Geldpolitik.

Am Donnerstag tagte dann die Europäische Zentralbank. Diese plant die Leitzinsen über einen ausgedehnten Zeitraum weiterhin niedrig zu halten – und das weit über das geplante Ende des QE-Programms im September 2018 hinaus. Man betonte wieder, dass man bereitstehe ggf. das Ankaufprogramm für Staats- und Unternehmensanleihen auszuweiten, wenn sich Probleme am Horizont zeigen. Man sieht die offizielle Preissteigerung erst in 2020 bei 1,7%, was noch deutlich unter der Zielmarke von 2% liegt und somit die aktuell expansive Geldpolitik rechtfertigt. Nullzinsen über mindestens ein bis zwei Jahre hinweg, bei gleichzeitiger Ausweitung der Geldmenge um 270 Mrd. Euro, werden den Euro schwächen.

Deshalb war es nur logisch, dass der Euro zum US-Dollar unter Druck kam, was uns nicht verwunderte, jedoch die Masse der Marktteilnehmer auf dem falschen Fuß erwischte. Obwohl die Notenbanken seit geraumer Zeit ihre Ankündigungen und Versprechen erfüllen, hat sich der gesamte Markt praktisch gegen die Notenbanken gestellt und erwartet absurderweise seit einem Jahr, eine lockerere Geldpolitik in den USA und eine restriktive in Europa. Dies hat dazu geführt, dass die Spekulanten nie stärker auf einen steigenden Euro am Terminmarkt gewettet haben, als aktuell.

Der gesamte Markt hat auf Trendwende in der europäischen Geldpolitik und einen Anstieg des Euros gewettet.

Dies sieht man deutlich an der Positionierung an der Terminbörse CME. Sollten die Notenbanken weiterhin ihre Versprechen halten und ihren geplanten Weg weitergehen, werden die Eurobullen an die Wand gedrückt und zerquetscht. Bei dieser starken einseitigen Blase gibt es genügend Enttäuschungspotenzial und es stellt sich die Frage, wie lange die Eurobullen ihre Position noch unter den gegebenen Umständen halten können. Es herrscht akute Einbruchsgefahr beim Euro für die kommenden sechs Monate. Investoren sollten sich vor einem Einbruch des Euros von 15% schützen.

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Geldpolitik Sat, 16 Dec 2017 11:45:51 +0000
10.12.17 Bitcoinmanie – Die Hausfrauen flippen aus http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9383-10-12-17-bitcoinmanie-die-hausfrauen-flippen-aus http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9383-10-12-17-bitcoinmanie-die-hausfrauen-flippen-aus Die Kryptomanie kennt im Augenblick keine Grenzen. Seit einigen Wochen verzeichnet die größte amerikanische Handelsplattform für Bitcoins „Coinbase“ täglich über 100.000 neue Nutzer, die den Preis für den Bitcoin in immer neue Höhen treiben. In der Hoffnung, schnell reich zu werden, kauft man den Altbesitzern und Minern die Anteile an der Software zu jedem Preis ab. Mitte 2015 handelte man diese Anteile zu 250$, worin ich eine Chance auf spekulative Gewinne sah, doch dass der Preis zwei Jahre später auf 16.000$ klettern würde, hat wohl kaum einer geahnt. Jedes Magazin liefert mittlerweile Anleitungen, wie man am besten in Bitcoin und Co. investieren kann und heute spekuliert man auf der Seite von n-tv, ob der „Bitcoin das neue Gold“ wird. Es ist mir ein Rätsel, jedoch typisch für massenpsychologische Manien an den Märkten, wie man allen Ernstes glauben kann, dass eine Software, die 6-7 Leute mehr Halbtags als Vollzeit nebenher programmieren und tausendfache Konkurrenz hat, auch nur irgendwie einen Status wie Gold erlangen oder eine Art Wertspeicher sein könnte. Die Transaktionssoftware ist für den Alltag völlig ungeeignet und die Transaktionskosten sind enorm hoch, weshalb jene, die Fiat-Geld in Kryptogeld umtauschen, um Transaktionen zu bedienen, letztlich nur jene sein dürften, die unbedingt die staatliche Kontrolle zu hohen Preisen umgehen wollen. Bernie Madoff und Jordan Belfort (The Wolf of Wall Street) ziehen ihren Hut und letzterer nennt es klaren genialen Betrug. Es ist nicht jedem in seinem Leben vergönnt, etwas wie die Tulpomanie live mitzuerleben, weshalb es eine Freude ist, mit zu spekulieren und dem Ganzen beizuwohnen. Da 99,9% jener, die Bitcoin gekauft haben, es den alten Besitzern nur deshalb abkauften, um schnell reich zu werden und nahezu der gesamte Handel nur unter diesen Spekulanten stattfindet, gibt es nur eine enge Türe, um das System wieder zu verlassen. Eine Verkaufspanik kann den Preis für den Bitcoin schnell wieder in den zweistelligen Bereich bringen. Meine Generation hatte den neuen Markt und wir wurden mit DotCom Aktien verprügelt und unserer Ersparnisse beraubt – die heutige Generation hat die Kryptowährungen und muss ihre eigenen Lektionen erfahren und lernen.  

Seit unserer Kaufempfehlung bei 250$ Mitte 2015 stieg der Bitcoin in der Summe um 6.700% an.

 

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Geldpolitik Sun, 10 Dec 2017 11:05:44 +0000
10.12.17 Zinsanhebung in den USA rückt näher – Euro in Gefahr http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9381-10-12-17-zinsanhebung-in-den-usa-rueckt-naeher-euro-in-gefahr http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9381-10-12-17-zinsanhebung-in-den-usa-rueckt-naeher-euro-in-gefahr Die Marktteilnehmer erwarten am kommenden Mittwoch aktuell zu 100% eine erneute Zinsanhebung durch die private US-Notenbank FED. Um 0,25% auf 1,5% soll der Leitzins angehoben werden. Damit zollt man der hohen realen verdeckten Teuerung Tribut. Die scheidende US-Notenbankchefin Janet Yellen konstatierte vor einigen Wochen, dass die offiziellen Konsumentenpreisindizes nicht die Realität abbilden würden und die Teuerung weitaus höher sei, weshalb weitere Zinsschritte gerechtfertigt wären. Nach der alten Berechnungsmethode für die Konsumentenpreise von 1990 liegt die Teuerung in den USA aktuell bei 5,8% und nicht etwa bei 2,0%, wie die US-Regierung behauptet. Nach der Berechnungsmethode von 1980 liegt die Teuerung in den USA gar bei 9,9%, was sich durch das vorherige Drucken von Geld in den Jahren von 2009 bis 2014 erklärt. In diesen Jahren hatte man die Geldmenge und die US-Notenbankbilanz vervierfacht.

Die US-Notenbank wird den Leitzins mit einer Wahrscheinlichkeit von 90% um 25 Basispunkte und mit 10% um 50 Basispunkte anheben.

Weiterhin hat man damit begonnen dem Markt sukzessive das gedruckte Geld wieder zu entziehen. Man plant die ausgeweitete Notenbankbilanz im kommenden Jahr um 600 Mrd. US-Dollar zu schrumpfen. Ob dies möglich sein wird, ohne eine Wirtschaftskrise auszulösen und die Blasen an den Aktien-, Anleihen- und Immobilienmärkten anzustechen, ist äußerst fraglich. Es ist gut möglich, dass man die restriktive Geldpolitik vorzeitig beenden wird, sobald eine Rezession zutage tritt.

Bis dahin vergeht jedoch noch einige Zeit und bisher hat die US-Notenbank ihre Versprechen gehalten und Zinsanhebungen geliefert. Während die Zinsen in den USA ansteigen, verharren jene in Europa nahe Null oder im negativen Bereich, da die Europäische Zentralbank im kommenden Jahr bis Ende September weiter Geld in Höhe von 30 Mrd. Euro monatlich drucken wird. Dieser sich weitende Zinsspread, den der Markt überhaupt nicht erwartet hat, wird Geld aus dem Euro in den Dollar fließen lassen, sodass der Dollar wieder steigen dürfte.

Im kommenden Jahr sind weitere Zinsanhebungen in den USA zu erwarten.

Der Markt hatte keine Ausweitung des Zinsspreads erwartet. Scheinbar hatte bereits fast jeder auf eine Annäherung der Zinsen spekuliert, wie uns die Terminmarktdaten verraten. Diese zeigen die größte je aufgezeichnete bullische Stimmung für den Euro, womit klar ist, dass es jede Menge Korrekturbedarf in den Köpfen der Händler und bei deren Positionierung gibt. Dies wird sich letztlich am Ende des Tages in einigen Monaten in einem Ausverkauf des Euros auswirken, auf den wir weiterhin setzen.

Praktisch alle haben auf einen steigenden Euro gewettet.

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Geldpolitik Sun, 10 Dec 2017 11:01:13 +0000
04.12.17 Manien und ihre Symptome vor dem Crash http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9374-04-12-17-manien-und-ihre-symptome-vor-dem-crash http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9374-04-12-17-manien-und-ihre-symptome-vor-dem-crash Der Goldpreis kam entsprechend unserer Erwartung Ende der vergangenen Woche noch einmal unter Druck und testet aktuell die wichtige Unterstützung bei 1.270$, während Silber seine Unterstützungen bereits durchbrach und sich kurz vor dem Sell Off befindet. Es gibt einige Hinweise, dass die Märkte ihre bisherige Richtung bis Jahresende fortsetzen dürften. Die amerikanischen Aktienmärkte erleben aktuell eine Kaufpanik, die an die Entwicklungen am Markt für Kryptoprogramme erinnert. Lediglich der Deutsche Aktienindex DAX schwächelt wieder. Derartige Kaufpaniken mit extremen Kursanstiegen ereignen sich immer zum Ende einer Hausse, kurz bevor die Märkte kollabieren. Die Zinsanhebungen und die Reduzierung der Notenbankbilanz könnte diesmal wirklich bis Ende des nächsten Jahres zu einem Einbruch an den Märkten führen.

Die Kryptomanie führte dazu, dass der Bitcoin bereits zu 11.800$ gehandelt wurde und wir sind uns sicher, dass Aufstieg und Fall des Bitcoins in die Geschichte der von Gier getriebenen Manien eingehen wird. Ein kurzzeitiger Crash des Bitcoins in der vergangenen Woche führte dazu, dass die größte amerikanische Handelsplattform „Coinbase“ nicht mehr erreichbar war und andere Plattformen nahmen keine neuen Verkaufsorders auf Termin mehr entgegen. Zu anderen Handelsbörsen gibt es Gerüchte, dass diese, ebenso wie die ehemalige japanische Plattform Mt. Gox, in Schieflagen geraten sein könnten, weshalb es jederzeit dort zu einem Totalverlust kommen kann. Kryptoprogramme haben sicherlich ihre Nische im Onlinehandel, weshalb ich auch eine Kaufempfehlung bei 250$ Mitte 2015 gab. Seither stieg der Handelswert jedoch um 4.600% und ist nur noch mit der großen Tulpenzwiebelblase des 17. Jahrhunderts vergleichbar. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Bitcoin, ganz so wie die Tulpenzwiebeln, wieder auf einen Preis nahe Null fallen werden, ist sehr hoch.

Seit unserer Kaufempfehlung bei 250$ Mitte 2015 stieg der Bitcoin um 4.600% an

Man hört sogar, dass die Österreichische Schule angeblich den Bitcoin als neues Geld legitimieren würde, was nur jene sagen, die sich mit der Österreichischen Schule nicht auskennen. Die Hybris jener, die Kryptoprogramme als neues Geld und deren Bewertung in unendliche Höhen steigen sehen, kennt aktuell keine Grenzen. Wer lediglich etwas über die Österreichische Schule gelesen hat, fühlt sich zum Experten berufen, ebenso wie jene, die eine Chartsoftware besitzen und nach dem Motto „Probieren geht über Studieren“ Linien in den Chart einzeichnen. Selten hört man so viel Unsinn, wie in der letzten Zeit, da sich jeder, der ein paar Bitcoin hält oder nach neun Jahren Aktien-Bullenmarkt Gewinne erzielt, sich nun für einen Profi hält und über die sozialen Medien sein eigenes Buch redet. Dies wiederum ist ein untrügliches Zeichen einer Blase, die durch die Geldpolitik der Notenbanken entstand und bisher immer weiter aufgebläht wurde.

Doch mit dem Ende der Zufuhr neuer Liquidität seitens der Notenbanken im kommenden Jahr, könnte auch diese lange Rallye am Aktienmarkt ihren Treibstoff verlieren und sich die Manie in eine Verkaufspanik wandeln. Die letzten Jahre war ich aufgrund der unablässigen Liquiditätszufuhr bullisch für den Aktienmarkt, da sich nur ein Tor gegen die Geldpolitik der Notenbank stellt. Mit dem Ende der Geldzufuhr und den steigenden Zinsen sehe nun auch ich erstmals bis Ende des nächsten Jahres 2018 die Chance, dass die Märkte stärker korrigieren oder gar einbrechen könnten. Womöglich schiebt man die Schuld an dem Wirtschaftseinbruch dann auf den Kursverlust der Kryptowährungen und/oder die Politik des neuen amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Mit dem Einbruch der Kryptowährungen wird das Vertrauen in alternatives Geld verloren gehen und der Währungswettbewerb ungeheuren Schaden nehmen, während die Notenbanken und ihr staatliches Geldmonopol gestärkt daraus hervorgehen werden.

Der amerikanische Aktienmarkt verfällt in eine Kaufpanik

Für Gold und Silber, die im Augenblick von jedermann verschmäht werden und inflationsbereinigt historisch günstig sind, sehen wir ebenso eine wahrhaft goldige Zukunft. Wenn die Blasen platzen und die Vernunft zurückkehrt, wird man sich dem echten und freien Geld des Marktes mit natürlichem intrinsischen Wert zuwenden und in Gold und Silber fliehen. Deren Preise werden explodieren, während Scheinvermögen in Kryptowährungen und am Aktienmarkt ausgelöscht werden. Wer nach dem Anstieg von 4.600% beim Bitcoin glaubt, dieser Markt wäre eine Einbahnstraße, sollte sich bewusst sein, dass die letzten beiden Blasen am Kryptomarkt zu jeweils 90% korrigiert wurden. Die Erstkäufer haben längst ihre Anteile an das dumme Geld verkauft und sobald der Preis einbricht, werden die Spekulanten (99% der Halter) durch die gleiche Türe hinaus und verkaufen wollen. Die Käufer werden jedoch fehlen und die Kursverluste werden in kürzester Zeit dramatisch sein.

Das Dow/Gold-Ratio liefert uns einen guten Anhaltspunkt, wie stark die Edelmetalle noch im Verhältnis zum Aktienmarkt ansteigen könnten. Wir gehen davon aus, dass am Ende des Wirtschaftseinbruchs das Ratio der beiden Märkte wieder die Parität erreichen wird. Dem aktuellen Ratio von 18,4 entsprechend ist es wahrscheinlich, dass sich die Edelmetalle 18-mal besser entwickeln werden als der Aktienmarkt in den kommenden zehn Jahren.

Das Dow/Gold Ratio hat das Niveau wie vor dem großen Crash am Aktienmarkt von 1929 erreicht.

Nach einer Dekade mit historisch einmalig niedrigen Zinsen bzw. realen Negativzinsen, werden die Marktzinsen inflations- und krisenbedingt wieder in den zweistelligen Bereich springen, während deren Notierungen in den Keller gehen werden. Deshalb stellen langfristig auch Schuldpapiere keine Anlagealternative dar, sondern werden nur Verluste bringen. Der smarte Investor läuft nicht der Masse der Schafe zur Schlachtbank hinterher, sondern investiert dort, wo niemand hinsieht und woran niemand aktuell Interesse hat. Man sollte günstig unterbewertete Märkte kaufen und in den Manien verkaufen. Um die reale Inflationsrate bereinigt sind die Edelmetalle aktuell so günstig wie zum Jahr 2000, worüber wir uns freuen und in Erwartung großer Gewinne in der Zukunft in diesen Markt investieren.

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Geldpolitik Mon, 04 Dec 2017 13:04:20 +0000
25.11.17 US-Notenbank sorgt sich um Blase am Aktienmarkt http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9360-25-11-17-us-notenbank-sorgt-sich-um-blase-am-aktienmarkt http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9360-25-11-17-us-notenbank-sorgt-sich-um-blase-am-aktienmarkt Am Mittwoch erschien wieder das Protokoll zum Treffen des Offenmarktausschusses der US-Notenbank vom 31.10 bis 01.11, was die Finanzmärkte bewegte. Einige Notenbanker machen sich Sorgen über die steigenden Finanzmärkte und den ständigen Anstieg am Aktienmarkt. Sie fürchten, dass sich aufgrund der niedrigen Zinsen Ungleichgewichte in verschiedenen Märkten einstellen könnten, womit man Blasen meint. Die meisten Mitglieder spielen die Gefahr des Platzens einer Blase am Aktien-, Anleihen-, oder Immobilienmarkt immer noch runter. Im Detail machen sie sich Sorgen, dass eine „starke Umkehr in den Vermögenspreisen“ (Crash am Aktienmarkt) einen schädlichen Effekt auf die Wirtschaft haben könnte. Die Wirtschaft soll sich nach Ansicht der Notenbanker bis dato jedoch weiterhin gut entwickeln und die Lage könne sich vermeintlich sogar noch verbessern, wenn der Kongress es mit dem Plan die Unternehmenssteuern zu senken durch den Senat schafft.

93% der Marktteilnehmer erwarten eine Zinsanhebung im Dezember und dies gilt als ausgemachte Sache, die in den aktuellen Notierungen eingepreist sein dürfte. Nun spekuliert man bereits darüber, was nächstes Jahr sein könnte. 49% erwarten eine erste Zinsanhebung im März 2018 und die Wahrscheinlichkeit einer zweiten Anhebung im Dezember 2018 wird aktuell bei 44% gehandelt.
Interessant ist das Eingeständnis von Notenbankchefin Janet Yellen, dass zu niedrige Zinsen über zu lange Zeit „das Risiko für die Finanzstabilität erhöhen“. Das bedeutet, dass die US-Notenbank zugibt, dass sie mit ihren niedrigen Zinsen die Aktienmärkte nach oben treibt, schädliche Fehlallokationen in der Wirtschaft erzeugt und die gefährliche Blase weiter ausdehnt. Gleichzeitig bleibt es für sie jedoch ein Mysterium, dass die Inflation immer noch so relativ niedrig ist – viel niedriger, als man zu diesem Zeitpunkt erwartet hätte. Deshalb denkt sie darüber nach, die Einstellung der Notenbank zur Inflation zu ändern und das Ziel einer Preissteigerung von 2% im Monat aufzugeben.

Auf der einen Seite läuft die Reduzierung der Notenbankbilanz ganz nach Plan und so soll im nächsten Jahr pro Monat 50 Mrd. Dollar an Liquidität durch auslaufende Anleihen aus dem System gezogen werden. Dies wirkt deflatorisch und die Inflation (Preissteigerung) dürfte dadurch rückläufig sein. Auf der anderen Seite sagte Yellen in dieser Woche, dass es gefährlich wäre, der Inflation zu erlauben weiter nach unten zu driften, was der Markt als Ankündigung eines baldigen Endes der bisher erfolgten Geldpolitik sieht. Das drückte den Dollar, während der Euro nach oben sprang und bis zu dem Widerstand bei 1,185$ ansteigen konnte. Sie fügte hinzu, dass eine zu schnelle Zinsanhebung dazu führen würde, dass die Inflation unter der 2% Zielmarke stranden würde und es Hinweise gäbe, dass die künftigen Preisanstiege geringer ausfallen könnten. Diese Aussagen sind Wasser auf die Mühlen der Dollarbären und so erreicht die Manie auf einen fallenden Dollar und einen steigenden Euro neue Höchstwerte, was die US-Terminmarktdaten belegen.

In Europa druckt Draghi unterdessen weiter monatlich 30 Mrd. Euro aus dünner Luft. Er weiß, dass das Risiken mit sich bringt, doch wenn er es nicht macht, droht das sozialistische europäische Kartenhaus, das ohne geldpolitische Zwangsmaßnahmen und Gewalt, nicht umsetzbar wäre, einzustürzen. Dies offenbart auch die Schwäche der europäischen Zombiewirtschaft, die bei ähnlichen Zinsanhebungen wie in den USA, womöglich sofort kollabieren und die Eurozone zerbrechen würde. Die EZB ist in einer Zwangslage, denn wer am Markt kauft 10-jährige Staatsanleihen für weniger als 2% Rendite, nur weil die EZB diese aufkauft, während die Regierung jegliche Reform-Impulse verloren hat und Europa gegen die Wand fährt?

Bis September 2018 wird die EZB 2.250 Mrd. Euro neues Geld gedruckt haben. Der österreichische Zentralbankchef Ewald Nowotny, der im EZB-Rat sitzt, sagte „die EZB werde nicht vor 2019 die Zinsen anheben“ Das Zinsversprechen der EZB sieht vor, erst die Zinsen anzuheben, wenn die Wertpapierkäufe schon längere Zeit beendet sind. Das Ankaufprogramm wird im September 2018 beendet werden, wenn sich die Konjunktur entsprechend erwartungsgemäß entwickeln wird. Doch bis dahin vergeht noch viel Zeit und sollte sich die Lage verschlechtern und Gefahr für die politische Union oder das Bankensystem entstehen, so wird die EZB weitere Maßnahmen ergreifen, um eine vorübergehende Lösung über die Druckerpresse und somit die Kosten der Steuerzahler zu finanzieren. Die europäische Wirtschaft ist schwächer als geglaubt und die Probleme größer, als Politik und Medien diese einräumen. Der Euro wird unter der gegenwärtigen Politik weiter abwerten, während die Risiken für die Eurozone seit Jahren weiter zunehmen. Ein Zerbrechen dieser politischen Union und ein Ende des Euros werden täglich wahrscheinlicher, weshalb man Edelmetalle besitzen sollte, um einem Bankrott zu entgehen. Die Europäische Zentralbank hat nun in dieser Woche angekündigt, die Einlagensicherung abschaffen zu wollen, weshalb das Geld auf den Konten nicht mehr sicher ist. Scheinbar bereitet man sich auf eine Krise vor, die mit dem Platzen der Blasen an den Aktien-, Anleihen-, und Immobilienmärkten immanent werden könnte. Dann wird jeder, der noch etwas Bargeld hat, in den sicheren Hafen von Gold und Silber flüchten und deren Preise in den Himmel schnellen. Bereiten Sie sich deshalb für den Ernstfall vor und machen Sie dabei noch Gewinn, indem Sie einen Teil ihres Vermögens in die unterbewertete Anlageklasse der Edelmetalle investieren.

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Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews keine Haftung.
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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Geldpolitik Sat, 25 Nov 2017 06:02:48 +0000
17.11.17 Warnungen aus der Politik – Diese Krise kommt wieder http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9348-17-11-17-warnungen-aus-der-politik-diese-krise-kommt-wieder http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9348-17-11-17-warnungen-aus-der-politik-diese-krise-kommt-wieder Der Euro schoss in dieser Woche nach oben, nachdem gute Konjunkturdaten aus Europa und der Bundesrepublik die immer noch bullische Stimmung für den Euro wieder anheizten. In den letzten Wochen kamen Zweifel an der Eurostärke auf, nachdem die Europäische Zentralbank eine Verlängerung des Ankaufprogramms bis Ende 2018 in Höhe von monatlich 30 Mrd. Euro und weiterhin niedrige Zinsen angekündigt hatte. Beim Euro zum US-Dollar wurden viele technische Verkaufssignale erzeugt. Bspw. wurde ein Abwärtstrend gebrochen und eine Umkehrformation ausgebildet, die abgeschlossen wurde. Umso erstaunlicher war es in dieser Woche, dass die wichtige technische Widerstandsmarke bei 1,165$ nach Veröffentlichung der Konjunkturdaten überwunden werden konnte, was sofort zu Shorteindeckungen führte und den Wechselkurs des Euros zum Dollar sogar über den Abwärtstrend hievte, was zu weiteren Short-Eindeckungen bzw. neuen Käufen der prozyklisch agierenden Bullen führte. Die neuesten Daten der US-Terminmarktaufsicht dürften daher in Bälde enthüllen, dass die Stimmung und die bullischen Wetten beim Euro wieder Extremhochs erreicht haben dürften. Aufgrund der kurzfristigen Stärke des Euros sackte der Goldpreis in Euro um 30 € je Feinunze ab, doch auch in US-Dollar konnte dieser nicht zulegen und blieb nahezu unverändert im Wochenverlauf. Da diese Schwäche im Zuge einer gleichzeitigen Korrektur am Aktienmarkt äußerst ungewöhnlich ist und die Terminmarktdaten für Gold Unregelmäßigkeiten aufzeigen, gehen wir davon aus, dass ein Anstieg des Goldpreises politisch unerwünscht war.

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Verdacht auf einen manipulativen preisdrückenden Eingriff am Goldmarkt.

Die Märkte ignorieren völlig die sich weitende Zinsdifferenz zwischen den USA und Europa aufgrund der diametral gegensätzlichen Geldpolitik der beiden Währungsräume. Stattdessen sehen sie in der Übernahme des Vorsitzes der US-Notenbank durch Jerome Powell schon einen Wechsel hin zu einer lockereren Geldpolitik in den USA, weshalb die Bären in Erwartung dessen weiter auf den Dollar drücken. Die Terminmarktdaten für den USD-Index zeigen historisch extrem einseitig bärische Positionierungen der Spekulanten, was den Pessimismus für die amerikanische Wirtschaft und den Dollar widerspiegelt. Wir erwarten kurzfristig hingegen eine Dollarstärke und zum Jahresende im Zuge einer Zinsanhebung in den USA, der nach den neuesten, stärker als erwarteten Produzentenpreise (+1,8 YoY) und Konsumentenpreise (+1,7% YoY) nichts im Wege stehen dürfte. Erst mit dem Eintreten der nächsten Rezession erwarten wir eine erneute Lockerung der Geldpolitik in den USA mit einem erneuten QE-Programm, das letztlich den US-Dollar abwerten und den Goldpreis aufwerten wird. Die Preise der Edelmetalle werden dann durch die Decke gehen, während die Aktienmärkte in der Rezession real drastisch einbrechen werden. Wer sich nicht mit Edelmetallen abgesichert hat, könnte den Großteil seiner Ersparnisse an die Inflation oder den Einbruch der Aktien- und Anleihemärkte verlieren.

Gestern hatte der Präsident der US-Notenbank in San Franzisco, John Williams, weiteres Gelddrucken im Falle einer Rezession bestätigt und neue quantitative Maßnahmen angekündigt. Er sagte, dass man um die nächste Rezession bekämpfen zu können, einen „völlig neuen Werkzeugkasten“ an „Lösungen“ benötigen würde und die bisherigen Maßnahmen wie Zinssenkungen und Anleihekäufe nicht mehr ausreichen würden. Die FED müsste dann sogar bisher unversuchte Werkzeuge, wie das „Nominale Einkommens-Ziel“ testen. Dies bedeutet einfach, dass die Zentralbank Geld drucken und es an die Menschen ohne Einkommen verteilen wird, um soziale Unruhen zu verhindern. Dies ist nichts anderes als Sozialismus in seiner schlimmsten destruktiven Form und wird letztlich, wie beispielsweise in Venezuela oder Zimbabwe, zu einer schnellen Zerstörung der Wirtschaft und Gesellschaft führen.

Die Warnungen der Politik vor einer neuen, noch größeren Wirtschaftskrise, womöglich der größten in der Geschichte der Menschheit, stehen groß an die Wände geschrieben. Man darf sich deshalb nicht von der Euphorie am Aktienmarkt und den vermeintlich guten Konjunkturdaten täuschen lassen – all das ist lediglich auf das vorherige Drucken von Geld aus dem Nichts gebaut und stellt eine monetäre Scheinblüte dar, die jederzeit implodieren kann und es letztlich zwangsläufig auch wird. Wir bewegen uns seit 9 Jahren im Auge eines großen Hurrikans und die westlichen Volkswirtschaften sind gerade dabei dieses zu verlassen und zurück in den Sturm und die Wirtschaftskrise zurückzukehren. Beispielsweise ist das Hindenburg-Omen ein vielbeachteter Indikator, der zwar nicht immer richtigliegt, doch oftmals vor dem Einbruch der Aktienmärkte aufgetreten ist. Vor zwei Wochen tauchte eines auf und kurz darauf fielen die Aktienmärkte so stark wie seit drei Monaten nicht mehr. Kombiniert man diesen Indikator mit dem „Titanik Syndrom“, so zeigt die Historie, dass dieses Signal nahezu perfekt immer nur wenige Monate vor dem Hoch der Aktienmärkte im Jahr 2000 und 2007 auftauchte. Hat dieser Indikator recht, so könnte es zu einer Rezession und einem Einbruch der Aktienmärkte in den kommenden 6-12 Monaten kommen.

https://www.goldsilbershop.de/media/image/kw46-2-2017-11-17-Titanic-Syndrom.png?utm_source=Vermittler-Newsletter&utm_campaign=79822a0082-EMAIL_CAMPAIGN_2017_11_17v&utm_medium=email&utm_term=0_1cc70b28f6-79822a0082-72078129

Das Hindenburg-Omen und das Titanic-Syndrom kündigten erfolgreich die großen Einbrüche an den Aktienmärkten an.

Ich selbst war aufgrund der Geldschwämme durch die Notenbanken in den letzten Jahren bullisch für die Aktienmärkte und reihte mich nicht in die Schar der Bären ein. „Don’t fight the FED“ hieß die Devise, die sich in dem steigenden Aktienmarkt bezahlt gemacht hat. Erst seitdem die US-Notenbank kürzlich beschlossen hatte, dem Markt im kommenden Jahr 600 Mrd. Dollar an Liquidität entziehen zu wollen, sehe ich die Chance einer erneuten Rezession und eines Einbruchs am Aktienmarkt im kommenden Jahr 2018.
Bricht die Rezession dann erst einmal los, wird es kein Halten mehr geben und das Dow/Gold Ratio womöglich sukzessive auf 1 fallen bzw. der Goldpreis 15 Mal besser performen als die Aktienmärkte. Denn wenn es erst einmal zur Rezession kommt, dann hilft das Drucken von neuem Geld nur noch nominal, denn die inflationsbedingt real steigenden Zinsen werden die Fehlallokationen in der Wirtschaft nicht mehr aus ihren Fängen lassen. So wird es dann wahrscheinlich zu einer Wiederholung des stagflationären Umfeldes der 70er Jahren kommen. Damals fielen die Aktienmärkte real um über 80% während der Goldpreis nominal um über 2.000% zulegen konnte.

https://www.goldsilbershop.de/media/image/kw46-3-2017-11-17-dow-gold-ratio.png?utm_source=Vermittler-Newsletter&utm_campaign=79822a0082-EMAIL_CAMPAIGN_2017_11_17v&utm_medium=email&utm_term=0_1cc70b28f6-79822a0082-72078129

Nach der Scheinblüte dürfte der Dow Jones real wieder fallen und der Goldpreis ansteigen.

Seit dem Jahr 2000 und dem Platzen der Dotcom-Blase, als die Edelmetalle bei 250$ völlig unterbewertet waren und völlig gemieden wurden, ist ein Investment in Edelmetalle nicht mehr so interessant gewesen, wie aktuell. An den Aktienmärkten sollte man nie der Herde hinterherlaufen, sondern in die Assetklassen investieren, die niemanden interessieren, da diese die Unterbewerteten sind. Wer hingegen der Herde in einer Manie hinterherläuft, wird feststellen müssen, dass der Aktienmarkt keine Einbahnstraße ist und letztlich vom entgegenkommenden Verkehr letztlich überrollt wird.

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Geldpolitik Fri, 17 Nov 2017 09:56:16 +0000
11.11.17 New Economy 2.0 http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9338-11-11-17-new-economy-2-0 http://www.silbernews.com/index.php/finanzwelt/waehrungsnews/153-waehrungsnews2017/9338-11-11-17-new-economy-2-0 Ich fuhr auf einer Bundesstraße. Mein Vordermann bremste ohne ersichtlichen Grund ab. Ich stieg in die Eisen und konnte einen Auffahrunfall gerade noch verhindern. Meinem Vordermann wünschte ich die Pest an den Hals. Er fuhr seelenruhig weiter. Ich hätte es gern gesehen, wenn in dem Moment zwei Zahlungstransaktionen gelaufen wären. Erstens eine Kompensation für meinen Ärger und zweitens eine Mikrozahlung für den zusätzlichen Verschleiß der Bremsen, beides bezahlt vom Fahrzeug meines Vordermannes.

Geht nicht? Hier kommt die New Economy 2.0. Digitale Token werden in der Lage sein, so genannte M2M- (Maschine-zu-Maschine) Transaktionen vorzunehmen. Eine Maschine zahlt an eine andere Maschine, das Stichwort lautet Internet der Dinge. Ein Auto kommuniziert mit dem Parkhaus, das autonome Taxi rechnet automatisch ab. Die Wertschöpfung in Produktions- und Lieferketten kann sofort erfolgen, nicht erst zusammengefasst am Monatsende. Eine In-Rechnung-Stellung im konventionellen Sinne entfällt.

Bitcoin hat im M2M-Bereich mehrere Nachteile. Der Versand von Bitcoin ist zwar flott, aber es braucht mindestens drei Bestätigungen. Das kann zwischen 30 und 60 Minuten dauern, manchmal noch länger. Das Bitcoin-Protokoll ist limitiert, zusätzliche Informationen können nicht transportiert werden. Zudem ist der Transfer von Bitcoins mit Kosten belegt, die im Mittel bereits über einem Dollar liegen. Im M2M-Universum, in dem viele kleine Beträge anfallen (Stichwort Micropayments), sind sowohl die Höhe als auch die Ungewissheit über die Transferkosten ein „No Go“-Faktor.

Eine der vielen digitalen Währungen ist IOTA. IOTA wurde speziell für den M2M-Sektor programmiert. Beträge können sekundenschnell transferiert werden, Transferkosten fallen keine an. Obwohl die Währung nur über Bitfinex gehandelt wird, reiht sich IOTA auf den elften Rang der größten Kryptowährungen ein. Bitfinex mit Sitz in Hongkong ist nach Volumen die größte Börse der Welt für digitales Geld.

Die Marktkapitalisierung beträgt 1,37 Mrd. US-Dollar. Das operative Geschäft und die Stiftung von IOTA befindet sich in Berlin. Ethereum – die Nr. 2 nach Bitcoin – basiert ebenfalls auf einer Stiftung, die in Zug/Schweiz eingetragen ist. Ergo: Zwei der Top 10 Kryptowährungen sind im deutschsprachigen Raum verankert.

Noch bis zum April 2017 spielten die sogenannten Altcoins (die digitalen Währungen außer Bitcoin) in der Öffentlichkeit keine größere Rolle. Aber die Altcoins würden nicht existieren, wenn der geniale, noch immer unbekannte Bitcoin-Erdenker nicht eben jene Währung in den Untiefen des Lehmann-Herbstes 2008 als „White Paper“ beschrieben und Anfang 2009 den ersten Handel durchgeführt hätte. Bitcoin wurde bewusst als Alternative zu Notenbanken, Banken und dem Fiat-Geld erschaffen.

Die Funktion von Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel wird in Frage gestellt. Gold sei das einzig wahre Wertaufbewahrungsmittel, und das seit 5.000 Jahren. Dass dies nicht richtig sein kann, zeigt der folgende Vergleich: Als ich meine Test-Bitcoins im Frühjahr 2013 kaufte, kosteten sie pro Stück 250 US-Dollar. Seither ist der Kurs auf über 6.500 Dollar gestiegen. Eine Feinunze Gold kostete im März 2013 1.600 US-Dollar. Der Goldpreis ist seither auf 1.285 US-Dollar gefallen.

Dash wird als das bessere Bitcoin gelobt. Es ist vergleichbar mit Bitcoin, aber privater, da Transaktionen nicht öffentlich sind.

Monero geht in die gleiche Richtung, die Anonymität ist noch etwas höher als bei Dash.

Die Gesamtmarktkapitalisierung der Kryptowährungen beträgt 200 Mrd. US-Dollar. Damit befinden sich die Kryptos auf Augenhöhe mit Coca-Cola. Apple liegt bei 870 Mrd. US-Dollar.

In diesem Zusammenhang erscheinen die folgenden drei Charts von Coinmarketmap.com interessant. Auf dem ersten Chart ist zu erkennen, dass die Marktkapitalisierung noch vor einem Jahr bei nur 10 Mrd. US-Dollar lag (siehe Pfeil folgender Chart).

Der nächste Chart zeigt die Marktkapitalisierung der Altcoins, also der Kryptowährungen mit Ausnahme von Bitcoin. Vor 12 Monaten notierte deren Kapitalisierung bei 2 Mrd. Dollar. Im Zeitraum April bis September 2017 kam es zu einem rasanten Anstieg auf 100 Mrd. Dollar (aktuell: 85 Mrd. US-Dollar).

Ergo: Das Thema Altcoins ist - vorangetrieben durch Initial Coins Offerings (ICOs) und den Anstieg von Ethereum zur aktuellen Nr. 2 – im Verlauf des Jahres 2017 explodiert.

Entsprechend fiel der Bitcoin-Anteil an der Gesamtmarktkapitalisierung der Kryptowährungen von 85 Prozent im Frühjahr 2017 auf unter 40 Prozent im Sommer (folgender Chart).

Der überproportional starke Bitcoin-Anstieg der vergangenen Wochen hat den Bitcoin-Anteil wieder auf 60 Prozent anwachsen lassen.

Das Jahr 2017 ist das Jahr des Übergangs zur Phase II. In der ersten Phase von 2009 bis 2017 ging Bitcoin durch ein stählernes Bad (Diebstähle, Unsicherheiten, Börsenpleiten, Verbote, Anfeindungen, Unglaube, Ponzi-Schema etc.) Nichts davon hat Bitcoin zerstört, immer wieder kam die digitale Währung zurück. Diese Widerstandsfähigkeit ist es, die Bitcoin jetzt zum Marktführer macht. Eine Vielzahl junger, kreativer Köpfe hat das Feld betreten und möchte eigene Ideen umsetzen.

In der Phase II sollte das Meer zunächst alle Boote heben, weil täglich Milliarden US-Dollar in den Markt der Kryptowährungen fließt. Dieser Markt profitiert nicht zuletzt vom Zinsumfeld, vom Anlagenotstand. Der Anleihemarkt trocknet aus, die Aktienmärkte sind bereits deutlich gestiegen, also wohin mit der reichlich vorhandenen Liquidität? Da kommt der Markt der Kryptowährungen gerade recht. Man sollte jetzt seine Chips platzieren, sofern man es noch nicht getan hat. In der November-Smart Investor-Beilage zum Thema Bitcoin beschreibt Florian Grummes einige interessante Altcoins.

In der Phase III wird sich die Spreu vom Weizen trennen. Dann heißt es Amazon oder Pets.com (IPO 1998, Pleite in 2000), Google oder Telekom (Hoch bei 90 Euro im März 2000). Ist beispielsweise Monero das digitale Währungs-Amazon, oder bleibt Bitcoin Marktführer? Hier sollte man auf die relative Stärke der Währungen schauen. In dieser Phase müssten sich zwei oder drei Währungen besonders hervortun, die möglicherweise unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Die eine Währung bedient den M2M-Markt, die andere mehr den Konsumsektor, wie auch immer.

Wie kann es sein, dass digitales Geld mit dem Fiat-Geld konkurriert? In den Monero-FAQs findet sich die Antwort: „Monero hat einen Wert, weil Leute gewillt sind, Monero zu kaufen. Wäre niemand gewillt, hätte Monero keinen Wert. Moneros Preis steigt, wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt, und er fällt, wenn das Angebot die Nachfrage übersteigt.“ So einfach ist es.

Werden Dollar und Euro damit überflüssig? Das hängt von den Transaktionskosten und den Transaktionszeiten ab. Die Kryptobörse Coinbase, die jüngst an einem einzigen Tag 100.000 Kontoeröffnungen verzeichnete, bietet den Bitcoin- und Ethereum-Kauf bequem per Kreditkarte an. Das geht flott, hat aber seinen Preis. 4 Prozent sind eine Menge Schwund, um Fiat-Euros in digitale Bitcoin zu verwandeln. Diejenige digitale Währung, die es schafft, mit minimalen – oder keinen – Transaktionskosten unter Aufrechterhaltung der Privatsphäre in Echtzeit Geld sicher zu bewegen, und das unter höchster Skalierbarkeit, dürfte ganz vorn mit dabei sein. Bevor die Privatpersonen die Vorteile des digitalen Geldes entdecken, könnten es Unternehmen tun, indem sie es in ihrer Wertschöpfungskette verbauen. Von dort aus könnte das digitale Geld seinen Siegeszug in den Konsumsektor antreten.

Der Vorteil, jetzt schon alles per Bitcoin zu bezahlen, ist einfach zu gering, weil auch dort Gebühren anfallen und die Zahlungsbestätigung beispielsweise nicht in Echtzeit an der Kasse erfolgen kann. Bis die drei erforderlichen Bestätigungen kommen, hat sich schon eine lange Schlange gebildet.

Wo kann man die digitalen Währungen handeln? Bitcoin.de ist in Deutschland die erste Adresse, dort gibt’s Bitcoin und Ethereum. Coinbase hält das gleiche Paar vor, die Nutzerfreundlichkeit der Website ist für den Anfänger einfach sehr gut. Eine Vielzahl von Börsen existieren. Erwähnenswert ist, dass beispielsweise IOTA nur über Bitfinex zu erwerben ist. Für einen Europäer ist der Weg des Kaufes von IOTA mühsam. Er eröffnet bei Bitcoin.de oder Coinbase oder einer anderen Börse ein Konto, kauft dort Bitcoin, transferiert diese auf Bitfinex. Dort erwirbt man für Bitcoin IOTA.

Ob eine Bitcoinblase im Jahr 2020 platzt, wer weiß das schon.

Es erscheint aber möglich. Gold, Nikkei und die Tech-/Internet-Werte haben ihre Talfahrten jeweils am Ende einer Dekade angetreten. In der Analogie zur Tech-Blase würden wir uns im Jahr 1997 befinden. Also könnte noch zwei Jahre lang die Post abgehen. Allen, die sich in diesem Markt bewegen, muss allerdings klar sein, dass Verluste bis zum Totalverlust auftreten können.

Fassen wir zusammen: In der ersten Marktphase (Januar 2009 – März 2017) dominierte Bitcoin. In der zweiten Phase, die im April 2017 begann, drängen die Altcoins nach vorn. Sie kämpfen um Aufmerksamkeit und Marktanteile. Es ist ein darwinistischer Kampf. Die besten Ideen und praktikabelsten Geschäftsmodelle werden belohnt, und die Belohnung ist gewaltig. Die Krypto-Welt wird nicht verschwinden. Es gilt, sie zu verstehen und die Chancen zu nutzen.

Disclaimer: Ich besitze zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels (10.11.2017) Bitcoin, Bitcoin Cash, Ethereum, Dash, Monero und IOTA.

Robert Rethfeld
Wellenreiter-Invest

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j.miedler@a1.net (Silbernews) NEWS zur Geldpolitik Sat, 11 Nov 2017 06:07:40 +0000