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23.02.18 Staatsraub auf Rekordhoch – Notenbanken im Währungskrieg

Die Medien titelten heute wieder einmal fälschend, der „Deutsche Staat“ hätte einen Rekordüberschuss von 36,6 Mrd. Euro erzielt und verkauften dies als Feiermeldung. Noch größer seien vermeintlich die Überschüsse der Bundesländer, der Sozialversicherungen und der Kommunen. Bei den „Einnahmen“ in Höhe von 1.475 Mrd. Euro handelt es sich genau genommen gänzlich um unfreiwillig zwangseingetriebene Steuern. Richtig wäre somit die Aussage, der Staat hat den Deutschen in 2017 mehr Geld geraubt, als jemals zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik. Es ist also nur eine Frage der Formulierung, wie man gestiegene Steuern medial den Menschen am besten verkauft. Die Ausgabenwut und die Planwirtschaft der rot-schwarzen-Koalition kennt keine Grenzen und die Bundesrepublik steuert immer weiter in Richtung eines totalitären sozialistischen Staates, der alle Lebensbereiche zu lenken und gestalten versucht.

Durch die Produktivitätssteigerung in der privaten Wirtschaft sollte der Staat normalerweise in der Lage sein, seine Steuern bei gleichen realen Einnahmen jährlich zu senken. Stattdessen wächst der Leviathan Jahr um Jahr an und benötigt immer mehr Geld, um seine wachsende, wohlstandsvernichtende unproduktive Bürokratie zu finanzieren. Die Meldung, dass die Steuereinnahmen der BRD ein neues Rekordhoch erreicht haben, ist daher keinesfalls ein Grund zur Freude, sondern zur Trauer.

Die eingetriebenen Steuersummen steigen, was schlecht für die Deutschen ist.

Den Politikern gelang es trotz historisch niedriger Zinsen und inflationsbedingt gewachsenen Steuereinnahmen nicht, die Staatsverschuldung in Höhe von zwei Billionen Euro nominal zurückzuführen. Lediglich inflationsbedingt sank diese im Verhältnis zum BIP um 17% in den vergangenen sieben Jahren. Hier zeigt sich, wie sich der Staat durch die Entwertung der Währung seiner Schulden langsam entledigen kann. Doch gibt es eine Kehrseite der Medaille. Gleichzeitig mit der Entwertung der Schulden wurden auch die Vermögen und Ersparnisse der Bürger entwertet, sodass es real zu einem Vermögenstransfer von den Bürgern hin zum Staat kam. Die realen Staatsschulden sanken somit durch die Inflationssteuer, die offiziell natürlich nicht ausgewiesen wird. In früheren Analysen hatten wir anhand statistischer Daten bereits viele Male aufgezeigt, dass die reale Inflation bzw. Entwertung der Kaufkraft des Euros bei 6% bis 8% jährlich liegen dürfte. Die Inflationssteuer, ist nicht nur eine Steuer, die aktuelle Einnahmen besteuert, sondern jedes Jahr aufs Neue die bereits mehrmals versteuerten Einkommen noch einmal besteuert. Über 30 Jahre werden so mehr als zwei Drittel der Lebensersparnisse vom Staat heimlich konfisziert, während sich die Rentner und Pensionäre letztlich ratlos fragen, wie es passieren konnte, dass sie in die Altersarmut abgerutscht sind.

Die nominalen Schulden der BRD blieben unverändert – im Vgl. zum BIP sind diese jedoch in den letzten Jahren gesunken.

Nur jene smarten Anleger, die ihre Ersparnisse in den vergangenen Jahrzehnten langfristig inflationsgeschützt – beispielsweise in Gold – angelegt haben, konnten sich vor dem Raubzug des Staates über Inflation schützen und so ihre Ersparnisse bewahren. Folgender Chart zeigt, dass der Goldpreis in Euro seit 1978 dreimal stärker stieg, als die offizielle Inflationsrate in Deutschland. Wer 1980 in Gold anstatt Papiergeld investiert hatte, der verlor nicht etwa zwei Drittel seiner Kaufkraft durch die Inflationssteuer des Staates, sondern konnte die Kaufkraft seiner Ersparnisse sogar verdreifachen! Ob von 100.000 € Ersparnissen zur Rente durch die Inflationssteuer nur 30.000 € bleiben, oder die Kaufkraft durch die gestiegene Produktivität gar auf 300.000 € ansteigt, ist doch ein riesiger Unterschied, dessen man sich als Investor bewusst sein sollte.

Gold stieg seit 1980 drei Mal stärker als die offizielle Teuerung in Deutschland.

Notenbanken im Währungskrieg


Aus dem Protokoll der letzten Sitzung des EZB-Offenmarktausschusses geht nun hervor, dass dessen Mitglieder über die Verbalinterventionen des US-Finanzministers Steven Mnuchin nicht begeistert waren. Dieser sprach von Vorteilen eines schwachen Dollars, was die Marktteilnehmer als politische Zielrichtung der amerikanischen Geldpolitik interpretierten und so den Dollar spekulativ wieder auf Talfahrt schickten. Dadurch stieg der Euro im Verhältnis zum US-Dollar auf 1,255$ an, wo exakt der langfristige Abwärtstrend der europäischen Gemeinschaftswährung verläuft. Ein Überschreiten dieser Marke hätte wohl kurzfristig enorme Auswirkungen auf den Wechselkurs des Euros zum US-Dollar. In der Geschichte des Euros gab es noch nie eine derart starke Spekulation auf einen steigenden Euro, wie aktuell. Folgender Chart verdeutlicht dies.

Der Euro ist spekulativ stark beeinflusst.

Der starke Euro sorgt für eine gedämpfte Teuerung, was wiederum die Zinsen niedrig hält und die EZB dazu zwingt, weiterhin die Geldschleusen offen zu halten. Bis Ende September wird die Europäische Zentralbank unvermindert jeden Monat 30 Mrd. Euro frisches Geld auf‘s Neue drucken und den Euro so weiter real abwerten. Durch das viele neu gedruckte Geld hat die Europäische Zentralbank ihre Notenbankbilanz in den vergangenen drei Jahren mehr als verdoppelt, sodass diese heute größer ist als jene Japans oder der USA.

Die EZB hat ihre Bilanz in den vergangenen drei Jahren verdoppelt.

In Europa liegt die Inflation mit 1,3% auf niedrigem Niveau, während die Arbeitslosenquote etwa doppelt so hoch ist, wie in den USA. Die europäischen Politiker sind daher nicht an einem starken Euro interessiert und könnten nun in einen Währungskrieg bzw. einen Abwertungswettlauf mit den USA eintreten. Da der Euro nur spekulativ getrieben zur Stärke neigt, während die EZB und die Politiker in Brüssel die Kaufkraft des Euros ständig aushöhlen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis diese Spekulation in sich zusammenfallen wird und der Euro binnen relativ kurzer Zeit massiv abwerten wird.

Gold und Silber als monetäre Edelmetalle werden dann diametral gegensätzlich stark ansteigen und durch erhöhte Nachfrage nicht nur nominal, sondern auch real stark ansteigen. Besonders für Anleger und Investoren im Euroraum, scheint die Zeit reif, um einen guten Teil der Ersparnisse für das Alter inflationsgeschützt jetzt in Edelmetalle zu investieren.

© Blaschzok Financial Research

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Quelle: www.BlaschzokResearch.de | www.goldsilbershop.de

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