05.02.2012 Gründe die für Gold sprechen
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- Veröffentlicht am Sonntag, 05. Februar 2012 13:21
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Überlegen wir nun, warum das so ist:
Ich habe noch einmal im Archiv zurück geblättert und einen Blick auf den Jahresausblick 2011 vom 19.Januar 2011 geworfen. Damals hatte ich mir noch gewünscht, es möge eine leichte Korrektur kommen, auf dass ich noch einmal günstiger hätte einkaufen können. Nun ja, die Korrektur kam auch, aber erst nachdem der Goldpreis schon 300 Euro höher stand. Was soll ich sagen? Es war nur ein Wunsch und ich hatte mich ja schon damit abgefunden, dass er wohl keine Realität werden würde. (und deshalb unverdrossen weiter Gold "geshoppt" im 1.Quartal ;-)).
Deshalb hatte ich Ihnen geschrieben (Auszug aus Rohstoff Daily vom 19.01.2011):
"Das bedeutet, dass mir eine Korrektur durchaus gefallen würde, denn diese bietet günstige "Shopping-Möglichkeiten" :-). Aber, vergessen Sie nicht, es sind nur Überlegungen die ich aufgrund des Tempos der Preisentwicklung angestellt habe und die natürlich nicht zwangsläufig eintreten müssen. Schließlich kann weder ich, noch sonst jemand in die Zukunft sehen und absolut punktgenaue Preisprognosen abgeben.
Also sehen wir uns lieber die realen, also die fundamentalen gegebenen Faktoren an!
Gründe die langfristig für Gold sprechen
- die Politik der Notenbanken
Ich muss ja nicht mehr viel dazu sagen. Wir alle wissen, dass es vor allem die FED liebt, die Märkte mit Liquidität zu überschwemmen. Usw. Im Endeffekt steigt die Teuerung und die Inflationssorgen wachsen. Schon jetzt hat nicht nur China mit hohen Inflationsraten zu kämpfen, sondern auch in der Eurozone ist die Inflation über den angestrebten Satz gestiegen. Die Niedrigzinsen tun ihr Übriges, denn wenn die Zinsen niedriger sind, als die Inflationsraten, dann bleibt dem aufmerksamen Investor gar nichts anderes übrig, als auf andere Art und Weise sein Vermögen zu schützen.
- Schuldenstaaten
Auch vor dem zweiten Punkt in dieser Liste muss man sich schützen. Und dabei spreche ich ganz bewusst nicht nur von den europäischen Überschuldenstaaten und EU-Europa, das von einer Krise, in eine wachsende Spaltung und auf der anderen Seite in einen wachsenden Zusammenschluss der unschönen Art getrieben wird. Europa hat seine Probleme, aber auch die USA sind weit davon entfernt eine Lösung ihrer Probleme zu finden. Im Gegenteil...
- die Nachfrage wächst, das Angebot nicht schnell genug
Besonders wichtig für den Goldmarkt ist die Nachfrage seitens der Schmuckindustrie und die hat sich interessanterweise mittlerweile an das höhere Preisniveau gewöhnt. Nicht zuletzt natürlich dank der beiden größten Goldkonsumenten der Welt: Indien und China!
Gleichzeitig aber kann die Minenproduktion nicht wirklich mit dem Tempo der Nachfrageentwicklung mithalten. Auch wenn China und auch ein paar andere Fördernationen sich alle Mühe geben. Fakt ist aber, dass die Produktion in den einstmals größten Fördernationen rückläufig ist. Und auch wenn jetzt die Produzenten der zweiten Reihe stärker zutage treten...die Minenproduktion wird teurer und erfordert damit auch höhere Metallpreise.
- Zentralbanken sind Netto-Käufer
Und auch die Zentralbanken dürfen wir nicht vergessen, die lange Jahre ihr Gold viel zu günstig verkauft haben und sich im letzten Jahr nun endgültig wieder zu Netto-Käufern entwickelt haben. Auch der IWF hat mittlerweile sein Gold-Verkaufsprogramm abgeschlossen und nun darf man mit Spannung abwarten, wie lange die asiatischen Zentralbanken brauchen werden, um ihren Goldanteil langsam an das Niveau der westlichen Zentralbanken heranzuführen.
Fazit
Alles in allem bestehen nach wie vor eine Reihe an guten Gründen, die langfristig für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends im Gold sprechen. Daran ändert auch eine von mir erhoffte zwischenzeitliche Korrektur nichts. Wohin der Goldpreis streben wird, wenn er seine Pause (die ihm von Herzen gegönnt ist) beendet hat...wer weiß das schon mit Sicherheit zu sagen? Wenn wir dem Goldpreis einmal für dieses Jahr weitere 20% zutrauen, dann sind wir schon über die 1.600 USD hinaus gelaufen. Man wird sehen...ich persönlich wäre mit einem Preis zwischen 1.600 und 1700 USD in der Spitze für dieses Jahr zufrieden."
Tja, ich denke, damit ist schon so gut wie alles gesagt. Die aufgeführten Faktoren sind es, welche den Goldpreisen im vergangenen Jahr ihre Unterstützung geboten haben. Uns auch mit meinem persönlichen Preisziel für 2011 kann ich durchaus zufrieden sein, schließlich wurde es ja sogar überboten. ;-)
So long liebe Leser...so viel für heute...in der nächsten Ausgabe werden wir dann gemeinsam überlegen, wie sich wohl das Jahr 2012 für unsere Goldpreise gestalten könnte...am kommenden Montag gibt es aber zuvor noch die nächsten Konjunkturdaten...damit verabschiede ich mich und wünsche Ihnen noch ein schönes Wochenende...liebe Grüße..
Ihre Miriam Kraus
Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews keine Haftung.
Quelle: http://www.investor-verlag.de