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03.02.18 Technische Analyse zu Gold

Positionierung der spekulativen Anleger (Commitment of Traders) Die aktuellen, wöchentlich von der US-Terminmarktaufsicht „CFTC“ veröffentlichten, Daten für Gold zeigen eine mittlerweile recht hohe spekulative Netto-Longposition. Dies begrenzt das Potenzial für weitere Anstiege deutlich. Sollten sich die Daten in dem heute Nacht neu erscheinenden Report oder in den nächsten zwei Wochen wieder verschlechtern und auf ein Überangebot am physischen Markt hindeuten, so sollte man über eine völlige Eindeckung des letzten Restes einer Longposition nachdenken.

Der Terminmarkt für Gold zeigt bereits eine relativ hohe spekulative Beteiligung.

Die einfache Darstellung zeigt an der roten Farbe, dass der Terminmarkt für Gold nicht mehr sauber ist – dennoch gab es schon stärkere Übertreibungen.

Chartanalyse zu Gold in US-Dollar

Der Widerstandsbereich um die Marke von 1.340$ konnte zuletzt nicht genommen werden. Dies verwundert nach dem starken Anstieg von über 100$ binnen vier Wochen überhaupt nicht. Der letzte kurze Ausreißer bis auf 1.366$ wurde durch den Einbruch der amerikanischen Weltleitwährung US-Dollar verursacht und ist letztlich nur als ein Wechselkurseffekt zu interpretieren, bei dem es keinen Anstieg der physischen Nachfrage gab. Dies zeigt auch deutlich der Preisrückgang beim Gold in Euro. Aus Sicht des kurzfristigen Tradings scheint die Luft bereits sehr dünn und die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Anstieg ohne exogene Faktoren eher sehr gering zu sein.

Bis Jahresende könnten jedoch verschiedene exogene Faktoren dafür sorgen, dass Gold ähnlich dem Jahr 2016 durch die Decke gehen könnte. Steigende Zinsen und eine Reduktion der internationalen Liquiditätsversorgung könnten einen Einbruch der Aktien- und Anleihemärkte verursachen, worauf institutionelle Investoren in den sicheren Hafen des Goldes flüchten könnten. Insbesondere in einem stagflationären Umfeld scheint dieser Schachzug sehr logisch und vernünftig zu sein.

Gold in US-Dollar gelingt es nicht den Widerstand bei 1.340$ nahhaltig zu überwinden.

Chartanalyse zu Gold in Euro

In Euro gibt der Goldpreis seit einigen Wochen aufgrund mangelnder Investmentnachfrage wieder nach. Dies verwundert angesichts der haussierenden Aktienmärkte, die eine soziale Infektion und eine Spekulationsblase erfahren, nicht. Die Zukunftsaussichten in der Weltwirtschaft scheinen rosig zu sein und so führen die Edelmetalle im Augenblick ein Schattendasein.

Gold in Euro benötigt einen wieder schwächeren Euro, um weiter nachhaltig ansteigen zu können. Die Spekulation auf einen steigenden Euro war nie höher und die Geldpolitik seitens der Europäischen Zentralbank bleibt expansiv, weshalb man in den kommenden 11 Monaten mit einer Euroschwäche rechnen darf, was dem Goldpreis in Euro unter die Arme helfen dürfte.

Charttechnisch muss Gold in Euro den ehemaligen langfristigen Aufwärtstrend mit Preisen über 1.110 Euro je Feinunze zurückerobern. Bei einem Einbruch am Aktien- und Anleihemarkt und gleichzeitig wieder schwächerem Euro könnte der Preis auf Jahressicht wieder über 1.200 Euro je Feinunze ansteigen. Langfristig sind wir sehr optimistisch. Kurzfristig entsteht erst über 1.110 Euro ein neues prozyklisches Kaufsignal. Auf Sicht der nächsten Handelswochen könnte der Goldpreis kurzzeitig erst noch einmal eine Pause einlegen, bevor weitere Anstiege möglich sind. In Euro hat der Goldpreis bessere Chancen als in US-Dollar.

Gold in Euro kämpft mit dem langfristigen Aufwärtstrend.

Gold-Silber-Ratio

Das Ratio des Goldes zum Silber zeigt, dass das Silber relativ zum Gold sehr günstig ist. Dies ist am Ende eines Bärenmarktes dem Desinteresse seitens institutioneller Investoren geschuldet, die hingegen am Ende eines Bullenmarktes besonders auf Silber setzen. Strategisch langfristig ausgerichtete Investoren mit einem langfristigen Anlagehorizont von ungefähr zehn Jahren sollten daher aktuell deutlich mehr Kapital in Silber als in Gold investieren, um so eine Outperformance der Depots zu erzielen. Bis zum Ende der nächsten Hausse in einigen Jahren ist anhand des Gold-Silber-Ratios mit einem zwei bis drei Mal stärkeren Anstieg von Silber im Vergleich zum Gold zu rechnen.

Das Gold-Silber-Ratio zeigt, dass Silber sehr günstig im Verhältnis zu Gold ist.

© Blaschzok Financial Research

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Quelle: www.BlaschzokResearch.de | www.goldsilbershop.de

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