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Philharmoniker Depot

19.11.14 Silber in USD

Silber: Eine Erholung könnte jetzt gelingen... Nach vier Monaten ständig fallender Notierungen erreichte der Silberpreis am 7.November mit 15,04US$ ein signifikantes Tief. Mit einem Abschlag von knapp 30,5% seit dem Julihoch bei 21,63US$ stellte Silber damit seinen volatilen Charakter mal wieder eindeutig unter Beweis. Seit dem vorletzten Freitag haben nun aber die Bullen das Zepter übernommen. Getrieben von Shorteindeckungen schoss der Silberpreis in zwei Schüben bereits bis auf 16,45US$. Ob es sich bei der gestarteten Bewegung nur um eine Erholung oder tatsächlich den Boden des dreieinhalbjährigen Bärenmarktes handelt, lässt sich aktuell noch nicht sagen. Im Zweifel bleibt es eine Erholung.

silber in USD Chart

Silber USD Wochenchart

Silber USD Tageschart

Auf dem logarithmischen Monatschart wurde die Aufwärtstrendlinie im Oktober eindeutig gebrochen. Ein Rücklauf an diese Trendlinie im Bereich von 17,20US$ - 17,50US$ wäre nun logisch. Von einem übergeordneten Kaufsignal ist der Silberpreis hier allerdings noch weit entfernt. Erst ein Kursanstieg über die rote Abwärtstrendlinie (aktuell bei 22,50US$) würde das Blatt zugunsten der Bullen wenden. Auch die drei aufgeführten Indikatoren verharren im Bärenmarktmodus. Positiv ist die Tatsache, dass sich die Bollinger Bänder weiter zusammenziehen. Da das untere Bollinger Band (15,86US$) zuletzt deutlich unterschritten und der Monatschart natürlich stark überverkauft ist, dürfte das Abwärtspotential mittlerweile ziemlich ausgereizt sein.

Auf dem Wochenchart erreichte Silber erwartungsgemäß meine Zielzone um die Marke von 15,00US$. Hier liegen zahlreiche ehemalige Hochs aus den Jahren 2006 bis 2009 sowie das signifikante Tief aus dem Frühjahr 2010. Die starke Erholung in den letzten 8 Handelstagen bestätigt diese Unterstützungszone. Dennoch verläuft der Silberpreis weiterhin in einem klar definierten Abwärtstrendkanal. Innerhalb dessen wäre nun aber ein Anstieg bis an das gebrochene Dreieck (ca. 18,20US$) möglich. Dies könnte durchaus mit Umwegen bis zum Frühjahr 2015 gelingen. Ein Unterschreiten der Marke von 15,00US$ ist jedenfalls sehr unwahrscheinlich.

Mit dem Tageschart zoomen wir wie immer in die Kursentwicklung der letzten Monate hinein. Nach dem steilen Kursrutsch Ende Oktober gelang der Ausbruch aus einer eigentlich bärischen Flagge nach oben. Das ist kurzfristig eindeutig bullisch und Silber zog konsequenterweise in den letzten Handelstagen bereits deutlich an. Bis zum Abwärtstrendkanal sowie der steil fallenden 50-Tagelinie (17,12US$) ist auch kurzfristig noch Kurspotential nach oben vorhanden. Die signifikante Kurserholung der letzten Tage lässt darüberhinaus einen Anstieg bis mindestens zum 38,2%-Retracement (17,55US$) der letzten Abwärtsbewegung erwarten. Das 50%-Retracement (18,33US$) entspricht dem gebrochenen Dreieck auf dem Wochenchart, würde aber sicherlich deutlich mehr Zeit benötigen. Alle drei verwendeten Indikatoren liefern ein Kaufsignal und unterstützen die angelaufene Erholung. Auf Sicht der nächsten Wochen ist daher ein Kursanstieg bis etwa 17,20US$ realistisch.

Gold und Silber Ratio


Das Gold/Silber-Ratio erreichte mit 76,45 Punkten mein genanntes Kursziel. Auffällig ist hier, dass dieser Höchststand mit einer gesamten Tageskerze außerhalb des Bollinger Bandes erreicht wurde – eine klare Übertreibung. Außerdem bestätigte der „RSI“-Indikator dieses Hoch nicht, sondern divergiert seit Oktober.

Silber 1971 - 1977

Bereits in der letzten Silberanalyse hatte ich die These aufgestellt, dass der Silberpreis einige Monate vor dem Goldpreis seinen Boden finden wird. Ich vermute, dass dies nun bei 15,04US$ der Fall gewesen ist und sich sowohl Silber als auch Gold bis zum Frühjahr zunächst erholen können, bevor die finale Abwärtswelle beim Goldpreis in Richtung 1.050,00US$ startet. Der Silberpreis dürfte dabei jedoch die Marke von 15,04US$ nicht mehr erreichen, sondern ein höheres Tief markieren. Eine ähnliche Entwicklung war auch 1976 zu beobachten.

Silber Hedgers Position

Silber Chart Nr. 7

Der aktuell vorliegende Commitment of Traders Report (CoT) listet die Handelspositionen der anzeigepflichtigen Markteilnehmer vom Dienstag vor einer Woche auf. Bei einem Silberpreis von 15,70US$ haben die kommerziellen Händler demzufolge ihre Shortposition im Vergleich zur Vorwoche auf 17.612 kumulierte Kontrakte wieder etwas ausgebaut. In der Vorwoche wurde mit lediglich 12.408 leerverkauften Kontrakten eine signifikant niedrige kumulierte Shortposition gemeldet. Der leichte Anstieg zum 11.November deutet erstmals seit Mitte Juli einen Trendwechsel an.

Wie immer haben die professionellen Hedger in den letzten Monaten sowohl die großen als auch die kleinen Spekulanten aus ihren Long-Positionen gedrängt, um sich in den letzten Wochen zu Tiefstkursen wieder einzudecken.

Insgesamt geben die CoT-Daten auf Sicht der nächsten Wochen grünes Licht und unterstützen eindeutig eine größere Erholung. Ein schneller und steiler Anstieg der kommerziellen Shortposition in den nächsten Wochen wäre jedoch – ähnlich wie im Juli – ein klares Warnzeichen, dass es sich nur um eine vorübergehende Erholung handelt und die Profis den Silberpreis über den Papiermarkt dann wieder nach unten drücken.

Silber Optix Wert Chart


Sentimentdaten vom 18.11.2014

Kitco Weekly Gold Survey

Parallel zu den stark fallenden Edelmetallkursen sank die Stimmung unter den Anlegern erneut auf absolute Tiefststände. Zwar fehlt mir noch der prominente Abgesang einer großen internationalen Bank mit Kurszielen für den Goldpreis von unter 800,00US$, aber Bryan Kelly kam mit seiner Analyse eines sich übergebenden Kamels auf CNBC einem grandiosen antizyklischen Kaufsignal schon sehr nahe. Die große Mehrheit der Analysten veröffentlichte zuletzt wirklich absurd tiefe Preisziele. Ein klares Indiz, dass zuviele Marktteilnehmer auf weiter fallende Edelmetallnotierungen gewettet hatten. Wie immer sorgt der Markt dann dafür, dass die große Mehrheit falsch liegt.

Das extrem pessimistische Sentiment hat sich trotz der jüngsten Kursanstiege noch nicht wieder erholt. Die Stimmung bleibt im Keller und dürfte neben der überverkauften technischen Lage einer der Haupttreiber für eine größere Rally werden. Insofern liefert die Sentimentanalyse sowohl kurz- als auch mittelfristig ein Kaufsignal.


Silver Seasonality


Die saisonale Komponente bezieht sich auf die durchschnittliche Kursentwicklung des Silberpreises über die letzten 30 Jahre. Demnach müsste der Silberpreis jetzt bis Mitte Dezember ansteigen. Der Monat November wartet mit einem durchschnittlichen Kursgewinn von 1,2% auf.

Da das letzte Tief erst am 7.November erzielt wurde, wäre ein kontinuierlicher Anstieg bis Weihnachten denkbar. Auf Sicht der nächsten Monate bleibt die Saisonalität ebenfalls günstig. Erst ab Mitte Februar wird es statistisch betrachtet wieder gefährlich.

Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews keine Haftung.
Quelle: http://www.proaurum.de

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