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08.09.18 Ehemaliger Chef der EZB warnt vor neuer Weltwirtschaftskrise

Der ehemalige Chef der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, warnte diese Woche, dass das Finanzsystem heute mindestens wieder so gefährdet sei, wie vor der Krise 2008, wenn nicht mehr. 2007 kollabierten die Immobilienmärkte, Lehman Brothers ging Pleite und daraufhin folgten eine Rezession sowie eine schwere Banken-, Kredit-, und Währungskrise, die die Welt erschütterte. Seitdem befindet sich die Europäische Zentralbank in der Dauerrettung des Euros, um die politische Europäische Union durch das Drucken von Geld vor dem Zusammenbruch zu bewahren.

Die Ursachen der damaligen Krise wurden jedoch nicht angegangen und die Probleme nicht gelöst, sondern es wurde lediglich Geld von den Sparern zu den hochverschuldeten Banken und Staaten umverteilt, während durch die Niedrigzinsen neue, noch größere Blasen an den Immobilien-, Anleihen- und Aktienmärkten entstanden. Mit dem bis dahin größten Vermögenstransfer in der Geschichte über die Druckerpresse aller großen Notenbanken, gelang es die völlige Entfaltung der Krise in 2008 nicht nur zu stoppen und in die Zukunft zu verschieben, sondern einen neuen künstlichen Aufschwung zu erzeugen, der jedoch nicht nachhaltig ist. Es entstand eine Zombie Weltwirtschaft, die von täglichen neuen Dosen billigen Geldes zu Null-Zinsen abhängig ist. Der Strom frischer Liquidität wurde im letzten Jahr jedoch fast völlig heruntergefahren und die USA haben bereits siebenmal die Leitzinsen angehoben, was mit etwas Zeitverzögerung nun zu einem Platzen der Blasen führen könnte. Die Weltwirtschaft steht vor einer neuen Krise, die weitaus schlimmer sein kann als jene von 2008. Aufgrund ihrer globalen Reichweite steht die Weltwirtschaft wahrscheinlich vor der größten Depression in der Menschheitsgeschichte.   

© Blaschzok Financial Research

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