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Philharmoniker Depot

22.09.17 Staat und Notenbanken sind Verursacher der Krisen

Seit über einer Dekade weisen wir auf den Zusammenhang zwischen Wirtschaftskrisen und dem Wirken der Banken sowie der Zentralbanken hin. Nach der Österreichischen Schule der Nationalökonomie sind diese die Verursacher nahezu aller Wirtschaftskrisen der Geschichte. Grundsätzlich gibt es keinen Grund, warum gesamte Volkswirtschaften in einer freien Marktwirtschaft nicht ständig und stabil wachsen sollten. In einer libertären Welt ohne Zentralbanken und ohne staatlichem Geldmonopol, in dem Geldbetrug ebenso wie andere Kapitalverbrechen verfolgt wird, sollte es keine Wirtschaftskrisen, Massenarbeitslosigkeit oder Rezessionen mit ihrem nettowohlfahrtsvernichtenden Charakter geben.

Die unheilige Symbiose zwischen dem Staat und seinem Geldmonopol, mit der eigentlich betrügerischen Mehrfachverleihung von Einlagen durch die Banken, sind die Ursache der Boom und Bust Zyklen, die fälschlicherweise als dem Kapitalismus inhärent betrachtet werden. Jedoch sind diese lediglich Symptome staatlich sozialistischer Eingriffe in den freien Markt (Kapitalismus) und folglich ein sozialistisches Problem.

Indem Banken das staatliche Privileg erhalten (sozialistisch) Einlagen mehrfach zu verleihen und so die Geldmenge über die Vergabe von Fiat Krediten um ein Vielfaches zu vermehren, senken diese die Marktzinsen auf ein unnatürlich niedriges Niveau. Da der Zins der Preis für die Vergabe von Kapitalgütern ist, sind die Folge aus künstlich niedrigen Zinsen Fehlallokationen in der gesamten Volkswirtschaft, die nicht nahhaltig sind. Haben die Banken die Geldmenge erst einmal auf ein untragbar hohes Maß ausgeweitet, beginnen die Zinsen – bedingt durch Inflation und/oder durch einen Anstieg der Risikoprämie – wieder zu steigen. Mit den steigenden Zinsen werden dann viele Unternehmungen, die sich zu niedrigen Zinsen rentiert haben, untragbar und es setzt eine dominoartige Bankrottwelle ein, die die gesamte Wirtschaft erfasst, Unternehmen zerstört, Massenarbeitslosigkeit verursacht, Wohlstand zerstört und auch die ein oder andere Bank mit deren Niedergang in einem Bank Run für ihren Betrug bestraft. So entstehen die regelmäßig wiederkehrenden Rezessionen, die seither dem freien Markt fälschlicherweise angelastet werden. Im folgenden Chart sehen Sie, wie steigende Zinsen immer letztlich zu Rezessionen geführt haben. Es bleibt anzumerken, dass nicht die Rezession der Fehler ist, sondern diese eine gesundende Bereinigung darstellt, während die künstlich niedrigen Zinsen, die die ungesunden Fehlallokationen im Aufschwung erst verursachen, das wahre Übel darstellen.

Steigende Zinsen haben letztlich immer zu Rezessionen geführt.

Da viele Banken in den von ihnen selbst verursachten deflationären Rezessionen Bankrott gingen, haben sich diese eine Art Schutzschild für ihresgleichen über die Schaffung einer Notenbank überlegt. So gab es in der Geschichte der USA seitens der Banken mehrere Versuche Zentralbanken zu gründen, die jedoch von den freien Amerikanern vereitelt wurden. Erst in einer Nacht- und Nebenaktion gelang es den Banken letztlich am 23.12.2013 – einen Tag vor Weihnachten und während der Urlaubszeit im US-Kongress – die Mehrheit zu erlangen und so den Federal Reserve Act zu verabschieden. Von nun an gab es eine private Notenbank in den Händen von wenigen großen Banken, die im Falle einer Rezession den Privatbanken Geld geben (Bail Out) und diese so vor einem Bankrott schützen konnte. Bezahlt wurde dies dann über den Steuerzahler, der über die Inflationssteuer unmerklich enteignet wurde.

Dieser Prozess dauert bis heute an und erklärt, warum zum Wohle der Banken die EZB, die FED und die Bank of Japan seit der Rezession im Jahr 2008 unaufhörlich Geld drucken. Wer sich bis dato fragte, warum das Geld der EZB für Griechenland nicht bei den griechischen Bürgern, sondern bei den griechischen Banken landete, hat nun seine Antwort. Der folgende Chart zeigt noch einmal eindrucksvoll, wie stark die Notenbanken ihre Bilanzen und damit die Geldmenge seit dem Jahr 2008 ausgeweitet haben.

Die Bilanzsumme von 4,5 Billionen US-Dollar wird ab Oktober langsam reduziert werden.

Die aktuell restriktive Geldpolitik der US-Notenbank wird langsam deflationär wirken und die Marktzinsen aufgrund eines höheren Angebots an Anleihen ansteigen lassen. Die Wirtschaftsentwicklung bzw. die Konjunktur in der westlichen Welt sind lediglich auf viel billigem Geld und somit auf Sand gebaut worden. Durch das Verteilen von aus dem Nichts geschaffenem Fiat-Money über die Notenbanken haben sich gigantische Blasen und Fehlallokationen in der Realwirtschaft und an den Finanzmärkten entwickelt. Nach einer erneuten, fast zehnjährigen Boomphase, ist es nun möglich, dass die US-Notenbank mit ihrem Wechsel der Geldpolitik diese Blasen anstechen wird und der Bust-Zyklus mit seiner Rezession oder gar Depression beginnen wird. Sollte die US-Notenbank ihren aktuellen Kurs fortsetzen und auch die EZB ihr Ankaufprogramm einstellen, so wäre es denkbar, dass in den kommenden zwei Jahren eine neue Rezession ausbricht. In fast allen Bereichen sehen wir aktuell Blasen. Die einzige Ausnahme: Der Edelmetallmarkt. Dieser wird politisch motiviert weiter am Boden gehalten. Die historisch unterbewerteten Edelmetalle bieten daher den idealen Schutz vor dieser aufziehenden, neuen, großen Weltwirtschaftskrise. Es stellt sich längst nicht mehr die Frage, ob diese Krise auf uns zurollen wird, sondern lediglich wie schnell uns diese treffen wird. Wir prophezeien, dass die Notenbanken der Welt in dieser kommenden Krise wieder ihre originäre Aufgabe der Rettung des Bankensystems nachkommen und wieder Unmengen an Geld über neue QE-Programme drucken werden. Der Markt wird dann realisieren, dass sich die westlichen Volkswirtschaften nicht erholt haben und alles nur noch schlimmer geworden ist, weshalb sie die Flucht in den sicheren Hafen der Edelmetalle ansteuern werden. Dann hat die Stunde der Edelmetalle geschlagen, die gegen die Papierwährungen und ihre Druckerpressen unaufhaltsam steigen und die reale Nachfrage nach diesen neue historische Hochs erreichen werden.

© Blaschzok Financial Research

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