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Philharmoniker Depot

11.01.19 Notenbank will Geldpolitik lockern – Palladium immer noch stark

Nachdem die US-Notenbank „FED“ in 2018 viermal den Leitzins angehoben hatte, zeigte das Protokoll der letzten FED-Sitzung, dass die bisher sehr straffe Geldpolitik lockerer werden soll. Im vergangenen Jahr wurde die FED-Funds Rate auf 2,5 % angehoben. Notenbankchef Powell äußerte sich zudem, dass selbst zwei Zinsanhebungen für 2019 nicht sicher seien, da dies nur bei einer sehr starken Wirtschaftsentwicklung der Plan wäre und man sehr flexibel in der Geldpolitik sei. Der Dollar verlor daher in dieser Woche zum Euro, der auf 1,158 $ ansteigen konnte und der US-Aktienmarkt, der sich seit Weihnachten in einer Rallye befindet, konnte weiter zulegen. Dennoch plant die FED die Verkürzung der Bilanz fortzuführen und Anleihen am Markt zu verkaufen, was letztlich die Zinsen oben halten und den Dollar relativ zu anderen Fiat-Währungen stärken wird.

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Die US-Notenbank will ihre Bilanz weiter reduzieren.

Die FED hatte seit 2008 ihre Bilanz von einer Billion auf über vier Billionen Dollar aufgebläht und insgesamt hatten die größten Notenbanken der Welt mehr als 10 Billionen Dollar gedruckt. Die globale Geldmenge wird in den kommenden Monaten voraussichtlich schrumpfen, was den künstlich gedopten Aktienmärkten den Stoff für weitere Anstiege entzieht und die berechtigte Angst vor einer Rezession und einem Einbruch am Aktienmarkt umhergeht. Die Industrieproduktion in der Bundesrepublik brach bereits ein und die schlechte Lage in der EWU wird die Europäische Zentralbank daran hindern, ähnlich restriktiv zu werden, wie es die US-Notenbank bisher war. Damit läuft der Euro weiterhin Gefahr mittelfristig im Laufe des Jahres 2019 auf die Parität zum US-Dollar zu fallen. Gold könnte gerade für uns Europäer der sichere Hafen für 2019 sein, dessen Preis gerade in Euro weiter ansteigen könnte.

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Gerade aufgrund des schwachen Euros dürfte der Goldpreis hier deutlich profitieren.

Der Goldpreis handelte in der vergangenen Woche trotz des dovishen FOMC-Reports eher trendlos auf relativ hohem Niveau. Auch Silber konnte sich unterhalb des Widerstands bei 15,90 $ halten, ohne größere Gewinnmitnahmen einzusetzen, was auch dem zuletzt schwächeren Dollar geschuldet war. Ein letztes Aufbäumen der Spekulanten bei allen Edelmetallen wäre noch möglich, doch danach sollte erst einmal der Anstieg konsolidiert werden oder eine Korrektur einsetzen. Nachdem der Goldpreis nun über 100 $ binnen weniger Monate gestiegen war, ist dies nicht verwunderlich, sondern nur logisch.

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Spekulanten geben noch nicht auf – Gold weiterhin auf relativ hohem Niveau.

Das stärkste aller vier Edelmetalle bleibt Palladium, das in dieser Woche auf 1.345 $ ansteigen konnte. Das Preishoch aus dem Jahr 2001 bei 1.100 $ hatte Palladium in US-Dollar bereits vor einigen Monaten hinter sich gelassen. Nun steht auch der Palladiumpreis in Euro kurz davor ein neues Allzeithoch zu erreichen, wovon es nur noch 60 € je Feinunze entfernt ist. Aufgrund des physischen Defizits am Markt steigt der Preis im Moment immer noch weiter an und auch der Terminmarkt zeigte bis Ende Dezember wieder leichte Stärke und damit einen weiterhin bestehenden Nachfrageüberhang. Für 2019 erwarten wir mit dem Beginn einer Rezession jedoch, dass sich das Defizit in ein Überangebot wandeln wird und der Preis das aktuell hohe Niveau dann nicht mehr verteidigen können wird.

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In US-Dollar hatte Palladium bereits vor Monaten ein neues Allzeithoch erreicht.

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Palladium ist kurz davor, auch in Euro ein neues Allzeithoch zu erreichen.

© Blaschzok Financial Research

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Quelle: www.BlaschzokResearch.de | www.goldsilbershop.de

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