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Philharmoniker Depot

08.03.19 Panik bei der EZB – letztes Pulver verschossen

Weltweit gerät die geldmengeninduzierte Konjunktur ins Stottern und noch bevor eine Rezession offiziell ausgerufen wurde, bereitet die EZB neue Eingriffe vor, um die politische EU und den Euro vor dem Kollaps zu retten. Auf der gestrigen Pressekonferenz konstatierte Draghi, dass die Wirtschaftsdaten schlecht seien und die Wachstumserwartungen für die Eurozone „substanziell“ von 1,7% auf 1,1% nach unten revidiert werden müssen. Deflationäre Tendenzen im Kreditschuldenberg lassen die Inflationserwartung von 1,6% auf 1,2% fallen, womit begründet wird, dass der Leitzins in Europa nun offiziell bis mindestens Ende 2019 bei null Prozent beibehalten werden soll. Wir hatten das vor zwei Jahren schon prognostiziert. Gleichzeitig werden die Banken mit neuen langfristigen Krediten (TLTRO-3) gestützt, was von September 2019 bis März 2021 erfolgen soll. Die EZB ist besorgt und fühlt sich gezwungen die Wirtschaft mit billigeren Krediten stützen zu müssen, um eine aufziehende Rezession noch etwas in die Zukunft verschieben zu können.

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Die amerikanischen Zinsen liegen 2,5% über denen Europas.

Der Euro sackte auf die Pressekonferenz hin gestern um einen US-Cent zum Dollar ab und unterschritt dabei die wichtige Unterstützung bei 1,13$, während der Goldpreis sofort diametral gegensätzlich anstieg und mittlerweile 20€ je Feinunze zulegte. Die nun wieder expansive Geldpolitik, die bei der EZB einen Anflug von Panik erkennen lässt, ist aktuell diametral gegensätzlich zu der Amerikas, wo die Geldmenge reduziert und der Leitzins bereits auf 2,5% angehoben wurde. Während eine starke US-Wirtschaft, die durch Deregulierungen und Steuersenkungen noch einmal an Fahrt aufnahm, der US-Notenbank den Spielraum für ihre restriktive Geldpolitik gab, so muss die EZB aufgrund der extrem schwachen Wirtschaftsentwicklung in Europa Gewehr bei Fuß stehen, um eine neue Kredit- und Wirtschaftskrise zu verhindern. Dass der Euro zum US-Dollar in diesem Umfeld nicht steigen kann, ist eine einfache logische Konsequenz.

Der Euro befindet sich weiter in seinem Abwärtstrend und dürfte in den kommenden Monaten in diesem geldpolitischen Umfeld weiter zum US-Dollar abwerten. Wir rieten Anfang 2018 Investoren bei einem Euro von 1,25$, ihr Vermögen gegen eine Abwertung abzusichern, womit wir Recht behielten. Im Moment besteht das Risiko, dass der Euro in den kommenden Monaten weiter bis auf 1,05$ abrutschen könnte.

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Der Euro ist weiterhin im Abwärtstrend zum US-Dollar.

Die Schwäche der Gemeinschaftswährung in den letzten Jahren hat dafür gesorgt, dass sich der Goldpreis seit Anfang 2014 wieder in einem neuen Aufwärtstrend befindet. Um über 250€ je Feinunze stieg der Preis mittlerweile an. Sollte der Euro weiter abgeben, was wahrscheinlich ist, so wäre ein Goldpreis von über 1.200€ zum Ende diesen Jahres denkbar, was den Aufwärtstrend bestätigen würde.

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Aufgrund des schwachen Euros steigt der Goldpreis in Euro seit fünf Jahren bereits immer weiter an.

Entgegen der FED, hat die EZB ihr Pulver nun größtenteils verschossen und muss bei einer Rezession gleich zu den großen Geschützen greifen und wieder Geld drucken. Die Geldpolitik muss künftig die Zinsen weiter niedrig halten und dazu wieder Schulden aufkaufen, damit die Schäden der unverantwortlichen Fiskalpolitiken sowie fehlender Steuerreformen in den einzelnen Euroländern nicht zutage treten und den Euro zerstören. Europa ist dabei in ein zentralistisch gemeinwirtschaftlich geprägtes Siechtum ohne Fortschritt abzugleiten, in dem es zum Rest der Welt nicht mehr wettbewerbsfähig sein kann.

Wie sich diese Politik der EZB auf den Goldpreis auswirken wird, sehen wir unter anderem aktuell in Argentinien und Brasilien. Der Goldpreis in argentinischen Peso hat in dieser Woche fast 55.000 Peso und damit ein neues Allzeithoch erreicht. Seit Anfang 2013 ist der Goldpreis dort um fast 700% angestiegen und hat das Vermögen all jener gesichert, die Staat und Zentralbank misstraut haben. Wer hingegen auf die staatliche Altersvorsorge dort gebaut hat, dürfte sich aktuell vor dem Scherbenhaufen seiner Lebensarbeitszeit befinden. In brasilianischem Real ist die Inflation noch nicht so hoch, wie in Argentinien, doch auch dort stieg der Goldpreis um 45% seit Anfang 2013 an. Gold schützt Vermögen vor der Inflationssteuer, die immer eine Politik des Staates zur Finanzierung unverantwortlicher Fiskalpolitik ist und keinesfalls ein Naturphänomen der Marktwirtschaft. Angesicht der nun frühen Intervention der EZB, sollte man sich jetzt ernsthafte Gedanken um den Kaufkrafterhalt der eigenen Ersparnisse machen und sein Vermögen gegen ein Abwertung des Euros sichern, was langfristig mit dem Kauf von Gold möglich ist, wie Argentinien und Brasilien zeigen.

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Gold in argentinischen Peso erreichte ein neues Allzeithoch.

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Der Goldpreis stieg zuletzt wieder auf 1.344$ an.

Während der Goldpreis in der vergangenen Woche korrigierte, zeigte sich der Palladiumpreis weiterhin stark und hielt sich auf hohem Niveau. Das Defizit am physischen Markt sorgt hier für eine unglaubliche relative Stärke. Sollten die rezessiven Tendenzen in der Weltwirtschaft jedoch an Kraft gewinnen, so ist mit einer Abschwächung der industriellen Nachfrage ein realer Preisrückgang möglich, während der Goldpreis unter erhöhter Investmentnachfrage real ansteigen dürfte. Wir erwarten daher, dass der Goldpreis mittel- bis langfristig wieder deutlich über dem Palladiumpreis notieren wird.

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Palladium notiert aktuell 225$ über dem Goldpreis.

© Blaschzok Financial Research

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Quelle: www.BlaschzokResearch.de | www.goldsilbershop.de

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