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Philharmoniker Depot

Währungsnews 2019

Die Edelmetallpreise korrigierten in der vergangenen Woche weiter und auch die Goldminen waren unter Verkaufsdruck, während die Aktienmärkte durch gute Wirtschaftsmeldungen in die Nähe ihrer Allzeithochs anstiegen. Der Gold-Future unterschritt dabei die wichtige Unterstützung bei 1.690 $, die zurückerobert werden muss, da sonst ein Abverkauf auf 1.590 $ droht. Nachdem der Silber-Future mit Zeitverzögerung sein Vorkrisenhoch bei 18,90 $ wieder erreicht hatte, begannen auch hier Bullen, Gewinne mitzunehmen und einige Bären, auf eine kurzweilige Korrektur zu setzen. Nachdem der Gold- und der Silberpreis in einer zweimonatigen Rallye wieder wichtige Widerstände erreicht hatten, waren die beiden Edelmetalle in die Korrektur übergegangen.

Bereits vor zwei Monaten hatte der Goldpreis seinen wichtigen Widerstand erreicht und handelt seither in einer relativ engen Handelsspanne trendlos seitwärts, obwohl die Notenbanken ihre Gelddruckprogramme ausgeweitet und viele Staaten neue Fiskalprogramme angekündigt hatten. Dazu kommt, dass es auch im Mai wieder historisch hohe Zuflüsse in goldgedeckte ETF-Produkte gab in Höhe von 154 Tonnen. Die weltweiten ETF-Goldbestände stiegen dadurch auf 3.510 Tonnen an und allein seit Jahresanfang gab es Zuflüsse in Höhe von 33,7 Milliarden US-Dollar, was mehr als der bisherige Rekordwert von 2016 mit 24 Mrd. US-Dollar war.

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Auch im Mai gab es wieder rekordhohe ETF-Zuflüsse in Höhe von 154 Tonnen.

Die stärksten Zuflüsse gab es diesmal mit 102 Tonnen in Nordamerika, während die Europäer nur 45 Tonnen akkumulierten und 4,4 Tonnen in asiatische Gold-ETFs flossen. Dass trotz der Rallye am Aktienmarkt so viel Geld in ETF-Produkte alloziert wurde, liegt primär an den QE-Programmen der Notenbanken, die die Preise aller Assetklassen nach oben treiben.

Die Technologiebörse NASDAQ konnte eine V-förmige Erholung mit einem neuen Allzeithoch abschließen, währen der Dow Jones sowie der S&P 500 erste signifikante Widerstandszonen erreichten, an denen nun Verkaufsdruck aufkommen könnte. Selbst der Deutsche Aktienindex holte in den letzten beiden Wochen dramatisch auf und stieg wie eine Rakete fast bis zum Widerstand bei 13.000 Punkten an.

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Der NASDAQ 100 erreichte aufgrund der QE-Programme ein neues Allzeithoch.

Weltweit erholt sich die Wirtschaft schneller von den Shutdowns, als die Märkte erwartet hatten, nachdem die Gefahr durch das Virus schwindet und Politiker aus der ganzen Welt mittlerweile konstatieren, dass eine zweite Welle unwahrscheinlich geworden ist. Selbst der EU-Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni sieht den Tiefpunkt der Rezession erreicht und glaubt, es dürfte nicht mehr schlimmer werden. Er sei sich jedoch bewusst, dass „die europäische Wirtschaft erst dann wieder wachsen werde, wenn das Vertrauen der Verbraucher und Investoren zurückkehren werde.“ Diese Aussage entspricht unserer Einschätzung, wonach Investoren erst wieder Investitionen wagen werden, nachdem eine zweite vermeintliche Infektionswelle in diesem Winter ausgeblieben ist.

Auch Japans Wirtschaft ist aufgrund der Shutdowns weniger stark in die Rezession gerutscht, als ursprünglich erwartet wurde. Anstatt der erwarteten Schrumpfung der Wirtschaftsleistung um real 3,4 %, fiel das BIP im ersten Quartal zum Vorjahr nur um 2,2 %. Die neuesten Arbeitsmarktzahlen aus den USA hatten am Freitag die Märkte geschockt und in eine Kaufpanik am Aktienmarkt versetzt. Der Marktkonsens lag bei einem Anstieg der Arbeitslosigkeit um 7,5 Millionen Menschen im Mai, doch stattdessen wurden 2,5 Millionen neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen. Aus der erwarteten Arbeitslosenrate von 19,1 % wurden letztlich nur 13,3 %. Das bedeutet, dass selbst während des Lockdowns der USA die Jobs wieder zurückkamen und die Wirtschaft unter erschwerten Bedingungen langsam wieder hochfuhr. Auch hier zeigen sich erste Indizien, dass es eine V-förmige Erholung am Arbeitsmarkt dem Anstieg des Aktienmarktes folgen dürfte.

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Die Zahl der Arbeitslosen in den USA sank bereits während des Shutdowns wieder.

Die Arbeitslosigkeit wird natürlich nicht auf das Vorkrisenniveau fallen, da viele Unternehmen durch den Shutdown in die Insolvenz getrieben wurden, diese Jobs dauerhaft verloren sind und die Neuausrichtung der Wirtschaft einige Zeit beanspruchen wird. Dennoch dürfte sich die Lage am Arbeitsmarkt nach der Wiedereröffnung der US-Wirtschaft in den kommenden Monaten deutlich verbessern.

Die Europäische Zentralbank hatte in der vergangenen Woche ihr Anleihenkaufprogramm stark von 750 Mrd. Euro auf 1.350 Mrd. Euro ausgeweitet und um weitere sechs Monate verlängert. Dies wird die Aktienmärkte weiter stützen und zu der Rekapitalisierung der angeschlagenen europäischen Banken beitragen. Merkels und Macrons Schuldenpakt im Volumen von 750 Mrd. Euro hat dabei das Ziel, die EU über gemeinsame Ausgaben und Projekte zu binden. Die Märkte reagierten darauf mit einer Aufwertung des Euros, der auf fast 1,14 $ ansteigen konnte, während der USD-Index in der letzten Woche im Umfeld der Unruhen unter die Räder kam.

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Die Bilanzsumme der EZB wird durch das Drucken von neuem Geld weiter ansteigen.

Das deutsche Konjunkturpaket in Höhe von 130 Mrd. Euro, von dem auch jede Familie 300 Euro pro Kind erhalten soll, hat angesichts dieser Ausgabenwut nur symbolischen Charakter. Man muss sich immer wieder bewusst machen, dass der Staat kein Geld besitzt und alles, dass dieser ausgibt, erst einmal von dem kleinen Steuerzahler genommen werden muss. Die deutschen Familien werden in den nächsten Jahren viele Tausend Euros über die Inflationssteuer für diese Rettungspakete zahlen müssen, während sie von ihrem eigenen Geld 300 Euro pro Kind erstattet bekommen.

Etwas Gutes bringt das Konjunkturpaket für die Gold- und Silberbugs mit einer Mehrwertsteuersenkung von 19 % auf 16 % bzw. ermäßigt von 7 % auf 5 % vorübergehend für den Zeitraum der zweiten Jahreshälfte. Dadurch werden Silbermünzen, die differenzbesteuert wurden, rund 2 % günstiger und Silberbarren sowie Platin- und Palladiumprodukte 3 % günstiger. Beim Preis für Goldmünzen und Barren, das zu Anlagezwecken ohnehin steuerfrei ist, ändert sich durch diese vorübergehende Steuersenkung jedoch nichts. Grundsätzlich ist eine Mehrwertsteuersenkung eine sinnvolle Idee, doch fällt diese zu gering und zu kurz aus, während die Staaten sich gleichzeitig verschulden, weshalb das alles keinen positiven Nettoeffekt auf die Wirtschaft haben wird. Die vermeintlichen Rettungs- und „Wiederaufbauprogramme“ schaden einer Wirtschaftserholung nur, da Ersparnisse über Inflation in unproduktive und nicht nachhaltige sowie nicht wettbewerbsfähige Unternehmen umgeleitet werden.

Letztlich werden die QE- und Fiskalprogramme die staatlichen Fiat-Währungen weiter entwerten und die Teuerung letztlich real anheizen. Der Staat hat Übung darin, die reale Teuerung von den Verbrauchern zu verschleiern, weshalb diese offen wieder nur in den Assetpreisen zutage treten wird.

Jetzt, da die Aktienmärkte teilweise neue Allzeithochs und andere wichtige Widerstandsmarken erreicht haben, stellen sich viele die Frage, wie weit es noch gehen kann. Auf diesen Niveaus werden sich jene, die ihre Einstiegskurse wiedersehen, von ihren Anteilen trennen und es wird zu Verkäufen kommen, weshalb die Rallye jetzt ein vorübergehendes Ende nehmen könnte. Auch eine erneute Korrektur ist dann möglich. Auf der anderen Seite sind die meisten Hedgefonds noch skeptisch und waren in der bisherigen Rallye nicht investiert, weshalb diese einen weiteren Rücksetzer nutzen dürften, um zu spät einzusteigen, insbesondere dann, wenn sich die Weltwirtschaft über den Sommer weiter erholen kann. Bleibt nach einer möglichen weiteren Korrektur am Aktienmarkt eine zweite Infektionswelle aus, dann dürften sich die Aktienmärkte wieder erholen. Auch der Fakt, dass die Fed ihre wöchentlichen Käufe bereits wieder deutlich reduzierte, nachdem sie ihre Bilanzsumme binnen zwei Monaten fast verdoppelt hat, dürfte den Auftrieb der Aktienmärkte verlangsamen.

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Die Fed fährt ihre wöchentlichen Käufe bereits wieder etwas zurück, nachdem sie ihre Bilanzsumme binnen zwei Monaten fast verdoppelt hat.

Für Goldinvestoren ist dies wichtig, denn sobald die Aktienmärkte wieder fallen, wird es zu einer erneuten Flucht in den sicheren Hafen der Edelmetalle kommen, die zu einem neuen Preisanstieg der Edelmetalle sowie Gold- und Silberminenaktien führen wird. Gold und Silber dürften als monetäre Edelmetalle in den nächsten Jahren stark von den QE-Programmen der Notenbanken profitieren. Der US-Aktienmarkt erlebte in den letzten 50 Handelstagen die stärkste Rallye in der Geschichte mit einem Anstieg von über 40 %, was erklärt, warum der Goldpreis in den letzten beiden Monaten, trotz massiver Zuflüsse in ETF-Produkte, trendlos seitwärts lief. Der Anstieg am Aktienmarkt könnte an den erreichten Widerständen nun ein baldiges Ende nehmen, was Gold und Silber wieder unter die Arme greifen wird.

Langfristig werden in der kommenden Stagflation über die nächste Dekade hinweg die Edelmetalle den Standardaktienmarkt outperformen, weshalb man sich von der monetär getriebenen Scheinblüte am Aktienmarkt nicht täuschen lassen sollte. Eine Stagflation bleibt eine Rezession über die nächsten Jahre hinweg, auch wenn sie über Inflation kaschiert werden wird.

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Die Gold- und Silberminen korrigieren gerade ihren starken Anstieg, doch ist die Hausse erst an ihrem Anfang.

© Blaschzok Financial Research

Dieser Bericht wurde nicht geprüft. Für Richtigkeit der Angaben übernimmt Silbernews keine Haftung.
Quelle: www.BlaschzokResearch.de | www.goldsilbershop.de

Nachdem sich im März die Krise in China überraschend in einen Sieg über die Pandemie wandelte, der kurze Zeit später zu einem relativ schnellen Hochfahren der chinesischen Wirtschaft führte, hatten wir eine Blaupause für einen möglichen Fahrplan der Krise in Europa und den USA. Vorherige Worst-Case-Szenarien wurden unwahrscheinlich und wir wurden schnell relativ optimistisch im Vergleich zum Rest des Marktes, der erst am Anfang einer Panik stand. Spätestens mit dem unlimitierten Kaufprogramm der US-Notenbank sollte eigentlich klar gewesen sein, dass es keinen ähnlichen Verlauf der Krise wie 2007/2008 geben würde, geschweige denn, wie in den Rezessionen der letzten einhundert Jahre.

Klickködern (Clickbaiting) dürfte einer der Gründe sein, warum sich viele Ökonomen und Analysten mit Untergangsprognosen überboten hatten und dies bis heute propagieren. Je mehr Aufmerksamkeit, desto mehr Geld für Bücher und Honorare für Auftritte – ob die Analyse mit der Realität mithält, war zweitrangig. Nur eine von vielen absurden Behauptungen war bzw. ist die des deflationären Crashs im März oder gar eines Credit Crunch (Kreditklemme), die es bis dato nicht gab.

Das Kreditgeldsystem war zu hoch gehebelt, was die Probleme am Repomarkt im vergangenen September 2019 zeigten, als die Zinsen am kurzfristigen Ende in den zweistelligen Bereich sprangen. Eine sich langsam entwickelnde Deflation durch eine Zunahme von Kreditausfällen hätte sich hieraus über ein bis zwei Jahre hinweg entwickeln können, doch lieferte die US-Notenbank mit ihren Eingriffen am Repomarkt die klare Botschaft, dass sie das nicht zulassen wird. Sofort nachdem die Angst vor einer Pandemie aufgrund der medialen Berichterstattung über Italien begann und die Aktienmärkte einbrachen, startete die Fed die Rekapitalisierung des Bankensystems über die Reflationierung des Kreditgeldsystems. Der Einbruch des Aktienmarktes war allein auf die Einpreisung einer lang andauernden Pandemie mit einem Angebots- und Nachfrageschock zurückzuführen. Nachdem die Notenbanken eingriffen, hätte keine Kaskade an Kreditausfällen zu diesem Zeitpunkt mehr das Bankensystem in Gefahr gebracht. Dennoch wurde die Panik absichtlich oder unwissentlich nach Trittbrettfahrermanier überall geschürt.

Folgender Chart zeigt die Entwicklung der US-Geldmenge M3, die von shadowstats.com weiterberechnet wird. Sie zeigt eine steigende Geldmenge M3, was zu erwarten war, angesichts dem sofortigen Eingreifen der US-Notenbank, was klar zeigt, dass es niemals eine Deflation gab. Der zweite Chart zeigt die Bilanzsumme der US-Notenbank, die die aktuell laufende Rekapitalisierung des Systems deutlich vor Augen führt. Sieht man sich die Entwicklung der Geldmenge M3 von 2008 bis Anfang 2010 an, so sieht man hingegen eine echte Kontraktion der Geldmenge – eine Deflation.

Auf den Einbruch des Immobilienmarktes 2007 folgten Kreditausfälle, die wiederum andere Unternehmen in Bedrängnis brachten und langsam eine Kaskade an Bankrotten nach sich zogen, worauf die Banken die Kreditvergabe einschränkten, bis es irgendwann zu einer echten Kreditklemme kam. Dieser Prozess schreitet relativ langsam über viele Monate voran bzw. würde dieser Prozess in einem Goldstandard über Jahre so lange andauern, bis die Kreditexzesse im System und die Fehlallokationen in der Wirtschaft gänzlich bereinigt wären.

All das sahen wir weder in diesem Jahr noch im letzten Jahr. Die Weltwirtschaft stand jedoch am Anfang des Prozesses, ähnlich wie in 2007.

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Von einer Deflation ist in den USA in der Geldmenge M3 nichts zu sehen.

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Es wird mehr Zentralbankgeld in das System gepumpt, als sich durch Kreditausfälle in Luft auflöst.

Der Einbruch des Aktienmarktes Ende 2018 und letztlich der Anstieg der Zinsen am kurzfristigen Ende waren die letzten Warnsignale, dass eine Rezession unmittelbar bevorstand. Es verwundert daher nicht, dass die Notenbanken weltweit die Gunst der Krise nutzten, um sofort die Geldschleusen zu öffnen und eine Rekapitalisierung des Giralgeldsystems/ Zirkulationskreditsystems zu beginnen, bevor eine erneute Krise und somit eine Gefahr für Politik und Bankensystem entstehen konnte. Die Behauptung, es hätte einen deflationären Crash gegeben oder gar eine Kreditklemme ist definitiv falsch. Man muss jedoch konstatieren, dass sich aus dem Shutdown eine solche Krise hätte entwickeln können, wenn die Notenbanken nicht interveniert hätten. Nebst den geldpolitischen Programmen sorgen die Fiskalprogramme und Soforthilfen dafür, dass das Zentralbankgeld auch unten ankommt und der Staat bürgt für die Kredite, weshalb es für die Banken trotz Unternehmenspleiten keinen Grund mehr gibt die Kreditvergabe einzuschränken – das Moral Hazard liegt jetzt beim Steuerzahler.

Ein Vergleich der aktuellen Krise mit der von 2000-2003 oder gar mit Zeiten des Goldstandards war und ist völlig fehlplatziert, ebenso wie die Ausrufung einer Kreditklemme im März. Damals gab es keine Fiskalprogramme, keine Bail Outs und keine QE-Programme. Vergleicht man die aktuelle Krise mit der von 2007/2008, dann befanden sich Wirtschaft und Kreditgeldsystem Anfang des Jahres 2020 am Anfang der Immobilienkrise von 2007. Mit dem Eingreifen der Notenbanken gab es dann jedoch einen Sprung zu Dezember 2008, als damals QE1 gestartet wurde. Mit dem ersten QE-Programm hatte das Smart Money Aktien und Edelmetalle gekauft und der breite US-Aktienmarkt anhand des S&P 500 stieg daraufhin um 400 % in den nächsten elf Jahren an. Interessant ist, dass der S&P 500 nach dem Start des QE-Programms damals noch einmal das letzte Verlaufstief unterbot und die zittrigen Hände aus dem Markt schüttelte, während der HUI Goldminenindex schon vor Bekanntgabe des QE-Programms sein Tief ausgebildet hatte und von da an von 150 Punkten im Tief auf 600 Punkte binnen zwei Jahren anstieg.

Ich erhielt Mitte März einige Anrufe von Investoren, die in Panik ihre Goldminen bei etwa 170 Punkten verkauft hatten, nachdem der HUI 2-3 Wochen zuvor noch bei 260 Punkten stand. Aufgrund der oben genannten Zusammenhänge und den QE-Programmen der Notenbanken, riet ich zum sofortigen Rückkauf der Positionen, da wir wie in 2008 eine ähnliche Entwicklung von Gold, Silber und Minenaktien erwarteten. Mittlerweile stieg der HUI wieder auf 280 Punkte. Gemeinsam mit meinen Abonnenten hatten wir vor dem Einbruch die Minen glattgestellt und im Bereich um die 170 Punkte im HUI unsere Positionen wieder zurückgekauft. Goldminen sind und waren nie Witwen- und Waisenpapiere, da sie sehr volatil sind und ohne aktives Trading langfristig keine gute Rendite brachten in den letzten 50 Jahren.

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Indiana Bull und Bear auf der Suche nach der 1.000 % Minenaktie.

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Die Gold- und Silberminenaktien fielen im März um 45 % und stiegen danach sofort wieder um 90 % an.

Minenaktien empfehlen wir daher nicht als Medium zur Altersvorsorge, sondern primär Gold und auch Silber. In Minen sollte man erst investieren, wenn man abgesichert ist und Geld übrighat, um die hohe Volatilität bei entsprechendem Risiko zu nutzen, um ggf. eine Outperformance zu erzielen.

Weltweit enden aktuell die Shutdowns und aktuell scheint es, als könnte die Weltwirtschaft dieses Mal noch mit einem Schreck und einer Geldflut davonkommen. Entgegen der Krise von 2008 haben die Menschen nicht das Vertrauen in das Bankensystem verloren. Die Schuld an der Krise trägt in den Köpfen der meisten Menschen das Virus oder der Shutdown. Dass die Weltwirtschaft vor einer schlimmeren Krise wie 2007/2008 stand, ist den Wenigsten bewusst. Die Gefahren im Kreditgeldsystem wurden gebannt, während viele Unternehmen einen Bail Out erhalten, während einige hoch verschuldete Zombie-Unternehmen noch bankrottgehen werden. Dieser Prozess wird sich noch längere Zeit vollziehen, doch darf man die Entwicklung der Realwirtschaft, die real tatsächlich noch einige Zeit kontrahieren dürfte, nicht mit der Entwicklung am Aktienmarkt verwechseln. Der Aktienmarkt kann aufgrund der Liquidität der Notenbanken womöglich sein Niveau halten oder gar auf neue Hochs in diesem Jahr ansteigen, während sich die Weltwirtschaft weiter in der Rezession befindet.

All das bedeutet jedoch Inflation und steigende Preise für die Bevölkerung, die gleichzeitig die Ersparnisse entwerten wird. Während sich die Bilanzen der Notenbanken ausweiten, werden die Edelmetallpreise langsam durch die Decke gehen, entsprechend der Abwertungen der staatlichen Fiat-Währungen und womöglich darüber hinaus. Gold und Silber werden sich in dieser Stagflation besser entwickeln als die Aktienmärke, weshalb diese beiden Edelmetalle den perfekten sicheren Hafen darstellen, der noch reale Gewinne bescheren wird. 2.000 € je Feinunze halten wir in diesem Jahr für durchaus möglich. Die Bank of America sieht den Goldpreis im kommenden Jahr bis auf 3.000 $ ansteigen, was angesichts der Unterbewertung von Gold ein längst überfälliger Anstieg wäre. Wir empfehlen weiterhin Gold zu kaufen, denn angesichts der gigantischen Gelddruckprogramme der Notenbanken muss und wird der Goldpreis in den nächsten Jahren stark weiter ansteigen.

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Der Goldpreis stieg zum Wochenbeginn auf 1.725 $ an, nachdem der unverhältnismäßige Shutdown immer noch anhält und die Notenpressen heiß laufen. Der stellvertretende Chef der US-Notenbank ist der Ansicht, dass man für die Gefahr einer Deflation gewappnet sei, was angesichts der historisch einmaligen Gelddruckprogramme nur noch als Witz zu verstehen ist. Ohne die gigantischen geldpolitischen und fiskalischen Programme, wären die Aktienmärkte längst weiter eingebrochen. Stattdessen konnten sich diese aufgrund der Inflation und wegen der neuen Hoffnung auf ein baldiges Ende des Shutdowns, deutlich erholen. Die Lage für die Weltwirtschaft wird besser und es besteht berechtigte Hoffnung auf ein baldiges Ende des staatlich verordneten Shutdowns. Bereits seit einem Monat vertreten wir die Auffassung, dass auch Europa und die USA ähnlich plötzliche und schnelle Erfolge im Kampf gegen die Pandemie erzielen und ihre Volkswirtschaften wieder hochfahren können, wie in China. Folgend einige harte Fakten, die uns hoffnungsvoll stimmen:

  • In den USA wird in dieser Woche der Pandemie-Höhepunkt erwartet. Nachdem bereits in der Heinsberg-Studie die Sterblichkeitsrate unter Einbeziehung der Toten mit COVID-19 offiziell bei 0,37 % berechnet wurde, kommt eine amerikanische Studie nun zu einer Sterblichkeit von 0,1 %, was einer milden Grippe entspricht. Jetzt verfügbare Antikörper-Therapien sowie weitere Medikamente, machen Impfungen obsolet.
  • Schweden, das auf einen Shutdown der Wirtschaft und Einschränkungen grundsätzlicher Menschen- und Freiheitsrechte verzichtet hat, zeigt keine erhöhte Sterblichkeit zu den Vorjahren.
  • In den USA fordern immer mehr Experten die Aufhebung der Restriktionen. Es entstehen erste Widerstandsgruppen, die sich der staatlichen Einschränkung, der in der US-Verfassung niedergeschriebenen Menschenrechte, widersetzen. Einige Bundesstaaten wollen den Shutdown des Präsidenten aufheben, was Trump unter Zugzwang bringt. Trump fordert unterdessen die Entlassung des Regierungsberaters und Seuchenexperten Anthony Fauci (der amerikanische Dr. Drosten). Auch in der Bundesrepublik wächst der Unmut der Bevölkerung gegenüber den Maßnahmen der Bundesregierung.
  • Spanien plant eine Lockerung der drastischen Beschränkungen des öffentlichen Lebens und auch Italien plant Lockerungen für die Wirtschaft.
  • Nach Berechnungen des Vorsitzenden des Haushaltsausschusses, Peter Boehringer, werden auf den deutschen Steuerzahler und Sparer, aufgrund des Shutdown der Wirtschaft, allein binnen drei Monaten Kosten in Höhe von 800 Mrd. bis 2.000 Mrd. Euro zukommen. Kurzarbeitergeld für 5-10 Mio. Menschen. PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme) und OMT erhöhen die EZB-Bilanz um 500 Mrd. Euro. Der Bund (Steuerzahler) haftet nun für alle Kredite, die die KFW-Bank über Geschäftsbanken an Unternehmen und Privathaushalte ausgeben wird, da die Geschäftsbanken, aufgrund des Shutdowns, nicht mehr bereit waren auch nur 10% des Risikos zu tragen. Es ist unmöglich, weiter von der Substanz der deutschen Ersparnisse zu leben, ohne die Wirtschaft, Unternehmen und das Leben von Millionen Menschen zu gefährden. Der Shutdown könnte aufgrund einer schnellen Verschlechterung des Gesundheitssystems schnell zu mehr Toten als das Virus selbst führen, weshalb der aktuelle Shutdown nicht mehr lange fortgeführt werden kann. Dies alles ist extrem inflationär und somit bullisch für den Gold- und Silberpreis.
  • Die EU will Unternehmen teilweise verstaatlichen, die durch die Maßnahmen der EU in die Insolvenz rutschen. Dies soll vor chinesischen Übernahmen schützen, so die Ausrede.

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Seit Beginn der Corona-Krise wurde die Bilanz der EZB um eine halbe Billionen US-Dollar ausgeweitet.

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Die Bilanz der US-Notenbank wurde seit September um 2,3 Billionen USD ausgeweitet.

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Die Bilanz der US-Notenbank wuchs zum Vormonat um 41 % an.

Die durch die staatlichen Eingriffe verursachte Wirtschaftskrise führt aktuell alle hochverschuldeten Unternehmen, die nicht teilverstaatlicht werden, in die Insolvenz. Normalerweise würden steigende Marktzinsen diese Pleitewelle nach sich ziehen, doch da die Zinsen seitens der EZB künstlich niedrig gehalten werden, konnten bis zu dem Shutdown viele Zombie-Unternehmen weiter am Wirtschaftsleben teilnehmen. Den Bankrott der Zombiebanken verhindern die Notenbanken durch ihren Aufkauf von Staats- und Unternehmensanleihen sowie die staatlichen Garantien für Kredite und die fiskalischen Umverteilungsprogramme, welche die Krise nur noch schlimmer machen.

Die staatlichen Garantien für Kredite werden zu einer weiteren exzessiven Kreditvergabe an hochverschuldete Unternehmen führen, da das moralische Risiko nicht mehr die Bank, sondern der Steuerzahler tragen muss, während die Banken risikolose Gewinne einstreichen können und somit gestützt werden. Letztlich wird dies die Kreditgeldmenge weiter aufblähen und die Ausfallrate künftig weiter erhöhen, während das im System verbleibende Zentralbankgeld inflationär wirken wird.

Ebenso verhält es sich mit den Corona-Soforthilfen bzw. dem Helikoptergeld, das die Regierungen verteilen, das über Schulden bzw. Inflation finanziert wird und direkt über den Konsumenten die Verbraucherpreise anheizen wird. Da der Staat kein Geld besitzt, handelt es sich letztlich um eine Umverteilung der Vermögen von Sparern hin zu jenen, die die staatlichen Gelder erhalten. Diese gemeinwirtschaftliche Umverteilung funktioniert nur solange, bis alles Geld der Sparer umverteilt bzw. durch Inflation entwertet wurde. Am schwersten davon betroffen sind die Rentner und Pensionäre, deren Altersvorsorge sich in Luft auflösen wird. Diese können nicht noch einmal neu von vorne beginnen und werden in der Altersarmut enden. Es ist daher jetzt schon fast Überlebenswichtig für ältere Menschen und jene, die sich dem Renteneintrittsalter nähern, die Früchte ihres Lebens vor der staatlichen Inflationssteuer in Sicherheit zu bringen. Der einfachste und sicherste Weg ist eine Flucht aus dem Euro hinein in Gold und Silber.

Der Silberpreis ist aktuell sehr günstig zum Gold mit einem Ratio von 109. Das historische Mittel liegt bei etwa 60 und am Ende von Bullenmärkten wurde oftmals ein Ratio von 30 erreicht. Damit hat ein Investment in Silber weniger Risiko und höhere Chancen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Silber in den nächsten Jahren stärker ansteigen wird als der Goldpreis, weshalb man nicht nur Gold, sondern auch Silber in sein Depot packen und von einer möglichen Outperformance profitieren sollte.

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Silber ist historisch günstig zum Goldpreis.

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Nachdem vor zwei bis drei Wochen die Corona-Panik ihren Höhepunkt mit der Verordnung von Ausgangssperren erreichte, erfolgte weltweit ein Ansturm auf die Edelmetallhändler. Nicht nur eine Weltwirtschaftskrise, sondern auch ein Zusammenbruch des Euros wurde durch die politischen Maßnahmen zur Abwehr der Pandemie befürchtet. Die Lagerbestände an Münzen und Barren der Edelmetallhändler waren schnell ausverkauft und aufgrund der Einschränkungen des internationalen Handels und der Stilllegung von Produktionsstätten, stockte der Nachschub, sodass Goldkäufer kaum bis keine Chance mehr hatten, Gold und Silber in Form von Münzen und Barren zu erwerben.

Da der COMEX-Future zur Auslieferung von 100 Unzen Gold vorletzte Woche plötzlich 80 US-Dollar über dem Spotpreis gehandelt wurde, wurde ein Run auf die Lagerbestände der COMEX befürchtet. Nach unserer Analyse sahen wir hingegen keine Gefahr für das Funktionieren des Goldmarktes, da wir uns sicher waren, dass die Regierungen größten Wert darauf legen werden, dass der Goldpreis im Umfeld einer historisch starken Inflation der Geldmenge kurzfristig nicht durch die Decke gehen würde. Bereits im Marktkommentar der Vorwoche stellten wir fest, dass das gezeichnete Bild diametral gegensätzlich war und der Futurespreis nicht hoch, sondern der Spotpreis künstlich niedrig gehalten wurde. Spekulanten strichen den Spread zwischen dem Futures- zum Spotpreis als sicheren und risikolosen Gewinn vorletzte Woche ein, sodass sich beide Notierungen über drei Tage wieder nahezu anglichen.

Bei rund 1.640 $ wurde jegliche physische Nachfrage nach Gold am Spotmarkt bedient, was sehr verdächtig und ein deutlicher Hinweis auf eine Intervention der Notenbanken war. Der ausgelaufene März-Future zeigte zwar, dass mehr als doppelt so viele Käufer wie sonst üblich eine physische Auslieferung verlangten, doch den Beständen des COMEX-Lagerhauses hatte das nicht geschadet, wie die neuesten Daten zeigen.

Nicht nur der Spotmarkt wurde mit physischer Ware geflutet, sondern auch die Lagerhäuser der COMEX meldeten hohe Zuflüsse in Höhe von 2,3 Millionen Unzen Gold, sodass die Bestände auf fast 11 Mio. Unzen anstiegen. Die größten Zuflüsse gab es im Lagerhaus von BRINKS (+0,76 Mio. Unzen) und Malca-Amit (+0,75 Mio. Unzen). Gleichzeitig verringerte sich das Open Interest von 574 Tsd. Kontrakten auf 495 Tsd. Kontrakte, weshalb nun fast 14 % aller gehandelten Kontrakte an der COMEX mit Gold gedeckt sind. Im historischen Vergleich ist das eine relativ geringe Deckung, doch ist es erstaunlich, dass die Bestände in diesem Umfeld anstiegen.

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Mit nur 14 % Deckung aller Futures-Kontrakte ist das Lagerhaus der COMEX im historischen Maßstab leer.

Die Lagerhausbestände für Silber blieben mit 321 Mio. Unzen nahezu unverändert zu den Vorwochen. Da jedoch die Anzahl gehandelter Futures in den letzten drei Wochen von 240 Tsd. auf 150 Tsd. einbrach, sind mittlerweile 46 % aller Futures zur Lieferung von 5.000 Unzen Silber je Kontrakt mit physischer Ware hinterlegt.

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46 % aller Silber-Futures sind aktuell physisch gedeckt.

Nicht nur die Nachfrage nach physischen Münzen und Barren ging durch die Decke, sondern es gab auch Zuflüsse in die weltweiten ETFs im Zeitraum von Anfang März bis zum Stichtag des 20. März, im Volumen von gigantischen 135,7 Tonnen Gold. Es kam also hier zu keinen Verkäufen, weshalb sich nun die Frage stellt, woher all das Gold für die ETFs, die COMEX-Lagerhäuser sowie die Flutung des Spotmarktes kommt? Entweder hat der Abbruch der Lieferketten und die Unmöglichkeit der Versorgung mittels Münzen und Baren die Investmentnachfrage nach diesen Produkten derart einbrechen lassen, dass dies die gestiegene Nachfrage in den anderen Bereichen kompensierte oder die Notenbanken haben ihre Tresore geöffnet und den Goldmarkt geflutet. Am Wochenende erhielten die größten europäischen Goldraffinerien in der Schweiz die Sondergenehmigung, ihren Betrieb zu 50 % wieder aufzunehmen. Weiterhin erwarten wir eine Lockerung der repressiven Maßnahmen in diesem Monat, weshalb die Produktion und die Versorgung der gängigsten Münzen und Barren bald wieder sichergestellt sein dürfte.

Womöglich entsteht mit der Wiederaufnahme der Produktion in den Raffinerien ein Defizit am Markt, sodass der Goldpreis seine Rallye fortsetzen kann. In jedem Fall wirken die fiskalischen und geldpolitischen Eingriffe verheerend auf die Kaufkraft des Euros und des US-Dollars, weshalb ein weiterer Anstieg der Edelmetallpreise eine logische Konsequenz ist. Schon in diesem Jahr könnte der Goldpreis die Marke von 2.000 $ je Feinunze überschreiten, angesichts der gigantischen Ausweitung der Geldmenge in den USA und in Europa.

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