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20.10.18 Dem Euro droht ein „Armageddon“

Italien ist mit 132 % des Bruttoinlandsprodukts verschuldet und hält damit gleich nach Griechenland (178 %) den zweiten Platz unter den höchst verschuldeten Nationen in Europa. Die EU-Kommission hat den Haushaltsentwurf Italiens für das kommende Jahr in dieser Woche abgelehnt. Dieser Entwurf, der unter anderem die Einführung eines sozialistischen Grundeinkommens sowie die Erleichterung des Renteneintritts beinhaltet, ist nicht finanzierbar, weshalb das Defizit und die Staatsschulden Italiens steigen würden.

Der italienische Aktienmarkt fällt seit Anfang Mai und trotz Interventionen seitens der EZB fielen die Notierungen italienischer Staatsanleihen, sodass die Rendite auf über 3,5 % anstieg. Investoren fürchten, die Europäische Währungsunion könnte zerbrechen, was die Differenz zu der Rendite für zehnjährige deutsche Staatsanleihen, die nur bei 0,41 % liegt, erklärt. Diese Gefahr sehen auch viele Italiener, die zunehmend ihr Vermögen in die Schweiz verschieben und Euro gegen Schweizer Franken tauschen. Finanzdienstleister in der Schweiz berichten von einer Welle an Anfragen von italienischen Bürgern mit Vermögen zwischen 5 Mio. und 10 Mio. Euro, sowie Familien mit kleineren Vermögen zwischen 200.000 und 300.000 Euro, die Konten in Lugano oder Chiasso eröffnen – Städte im italienischsprachigen Kanton Tessin.

Die italienische Regierung senkt entsprechend ihren Wahlversprechen die Steuern und erhöht gleichzeitig die Staatsausgaben, was letztlich nur durch eine erhöhte Verschuldung vorübergehend finanziert werden kann. Hätte Italien noch seine eigene Währung, die Lira, so würde die Währung mit der Verschuldung und der Geldmengenausweitung einfach abwerten, was allein das Problem der italienischen Sparer wäre. Da die Italiener jedoch im Korsett der Europäischen Währungsunion gefangen sind, bedeutet dies, dass letztlich andere Nationen und insbesondere die deutschen Sparer für die Ausgaben Italiens aufkommen werden.

So sagte der Wirtschaftssprecher der italienischen Lega in der letzten Woche, dass die EU ein „Armageddon“ erwarten könne, wenn sie versuchen würde, Italien in die Knie zu zwingen. „Diese Krise würde 1.000 Mal schlimmer werden, als die Griechenlandkrise“. Selbst Jean-Claude Juncker konstatierte am Dienstag, dass Italien die EU benötigen würde und die EU wiederum Italien, wobei er auch sagte, dass die EU nicht ohne Italien überleben könne. Diese Aussage zeigt, dass der EZB nichts anderes übrigbleiben wird, als die Druckerpresse wieder anzuwerfen, sobald die schwelenden Brände in der EWU wieder offen zutage treten.

Kredite im Volumen von einer Billion Euro hat Deutschland ohne Legitimation des Bundestages über die Bundesbank via Target 2 Vehikel insbesondere an Italien und Spanien vergeben. Zerbricht die EU, so ist das Geld weg und die deutschen Sparer und Rentner müssen dafür büßen. Der Euro ist eine zentralistische Zwangswährung, die ohne die seit 2008 andauernden Rettungsmaßnahmen längst zerbrochen wäre. Wir hatten bereits vor anderthalb Jahren – als Euphorie in der Eurozone herrschte und der Euro stark geredet wurde – die Probleme bereits klar erkannt, deutlich benannt und prognostiziert, dass die EZB noch viele Jahre in die Zukunft keine Zinswende wagen werde. Der Geldmarkt rechnet nun aufgrund der völlig unerwarteten Probleme mit Italien erst Ende 2019 mit einem minimalen Zinsschritt der EZB von nur 10 Basispunkten, was lächerlich ist und den Namen eigentlich nicht verdient. Unsere Prognose zur Wirtschafts- und Zinsentwicklung für Europa und der USA der letzten Jahre, war damit vollkommen richtig und hat diametral gegensätzlich zu der damals vorherrschenden Meinung voll ins Schwarze getroffen.

Der Euro ist zum Scheitern verurteilt und so kann der Wert des Euros über die nächsten Jahre nur drastisch fallen, weshalb vice versa der Goldpreis in Euro nur ansteigen kann. In dieser Woche fiel die Gemeinschaftswährung zum US-Dollar mit 1,143 USD bereits auf den niedrigsten Stand seit Mitte August und auch die Parität zum US-Dollar scheint in den kommenden Monaten möglich zu sein. Der Goldpreis in Euro legte seit Ende September mittlerweile um 60 € auf 1.073 € je Feinunze zu und wird langfristig weiter ansteigen.

Der Goldpreis in Euro stieg in den letzten drei Wochen um 60 € an.

© Blaschzok Financial Research

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Quelle: www.BlaschzokResearch.de | www.goldsilbershop.de

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