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Philharmoniker Depot

27.12.13 China könnte alle Goldbestände der Zentralbanken weltweit aufkaufen!

von Michael Vaupel ...Eben hatte ich die Muße, endlich das "Edelmetall- und Rohstoffmagazin 2013/2014" durchzulesen bzw. querzulesen (257 Seiten). Positiv ist mir mal wieder mein Kollege Friedrich Lange aufgefallen. Klipp und klar dieser Kernsatz von ihm: "Gold ist derzeit nicht populär und somit in keiner Blase."

Völlig richtig, finde ich.

Auch von mir fand sich in besagtem Magazin ein Beitrag (Stand: Edelmetallmesse München, November), welchen ich an dieser Stelle wiedergeben möchte:

China ist seit einigen Monaten der größte Goldkäufer der Welt geworden. Das Reich der Mitte ist damit in Bezug auf Gold zur zentralen Größe geworden. China ist nun:

1. Der größte Gold-Produzent

2. Der größte Gold-Konsument

3. Der größte Gold-Importeur

Entwicklung der Goldnachfrage für Schmuck (1.-3. Quartal 2013, nach Staaten)

Entwicklung der Goldnachfrage der Schmuck-Industrie weltweit

Insbesondere China (inkl. Hongkong) kauft weiter fleißig Gold. Quelle: Thomson Reuters GFMS, World Gold Council

Anfang des Jahres sollen Devisenreserven Chinas die Marke von 3,3 Billionen Dollar erreicht haben. Dies ist mehr als die Höhe der gewiss nicht niedrigen deutschen Staatsverschuldung. Und Deutschland hat bis vor einigen Jahren China noch Entwicklungshilfe gezahlt.

China könnte alle Goldreserven der Zentralbanken problemlos aufkaufen

Die Höhe der chinesischen Devisenreserven würde ausreichen, um die gesamten Goldbestände, welche bei allen Zentralbanken weltweit gelaget sind, zum aktuellen Preis aufzukaufen. Selbst zum doppelten Preis. An dieser Stelle frage ich Sie: Glauben Sie ernsthaft, dass die chinesische Zentralbank diesen Billionenschatz weiterhin hauptsächlich in Dollar anlegt? Mal angenommen, Sie wären an entscheidender Stelle tätig und würden die eigene Währung in einigen Jahren zur Weltwährung aufsteigen lassen wollen. Ich würde Ihnen dann raten, still und leise Gold aufzukaufen. Und zwar so viel, dass Sie dann in einigen Jahren mit einem Schlag verkünden könnten, der Yuan sei frei konvertibel und vielleicht sogar teilgedeckt mit Gold. Dazu müssten dann Goldreserven von einigen Tausend Tonnen präsentiert werden. Mögliche Folgen dieser Strategie: Gold und Yuan rauf, Dollar runter!

Gold ist sehr interessant im Hinblick auf mögliche Freigabe des Yuan

Ich halte dies für ein durchaus wahrscheinliches Szenario. Denn während die meisten Anleger auf die Entwicklung von "Papiergold" in New York schauen, würde es hier um die richtig wichtigen fundamental entscheidenden Weichenstellungen für den Goldpreis gehen. Was wären die Folgen, wenn China tatsächlich entsprechende Pläne hätte? Spätestens beim "big bang", beim Verkünden der deutlich höheren Goldbestände und/oder Maßnahmen im Hinblick auf die Konvertibilität des Yuan und mögliche Golddeckung würden wahrscheinlich

a) der Goldpreis stark steigen

b) der Yuan aufwerten

c) der Dollar stark fallen

Ich rate Ihnen, Ihr Depot im Hinblick auf ein solches Szenario nicht völlig unvorbereitet zu lassen. Übrigens sind es nicht nur die Chinesen, welche derzeit fleißig Gold kaufen.

Deutsche Goldkäufe haben sich rund verdoppelt

Laut World Gold Council sind die Goldkäufe deutscher Anleger(innen) im zweiten Quartal kräftig gestiegen. Deren Nachfrage erreichte rund 40,6 Tonnen reines Gold - nach 18,7 Tonnen im entsprechenden Vorjahresquartal. Ein Anstieg von rund 117% gegenüber dem Vorjahreswert! Wertmäßig betrug der Anstieg 88% (der Goldpreis notierte im zweiten Quartal 2013 per saldo höher als im Vorjahresquartal). Damit ist Deutschland im letzten Quartal übrigens auf Platz 3 aufgestiegen, was die weltweite Nachfrage nach Gold zu Investmentzwecken betrifft - davor finden sich China und Indien.

Mehr dazu gibt es in meinem neuen Buch "Mehr Geldverdienen mit Rohstoffen - simplified" (Finanzbuchverlag, 14,99 Euro). Aber das haben Sie wahrscheinlich ohnehin bereits, stimmts?

Mit herzlichem Gruß!

Ihr

Michael Vaupel

Diplom-Volkswirt / M.A.

Chefredakteur "Investoren Wissen"

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Quelle: http://www.investor-verlag.de

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