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Philharmoniker Depot

22.12.13 Gold: Wie eine Spekulationsblase aussieht – und warum es im Goldmarkt noch keine gegeben hat

Ein Merkmal einer Investmentblase ist eine dramatische Aufwärtsbeschleunigung des Kurses in den letzten sechs bis zwölf Monaten, der danach ein Preiszusammenbruch folgt. Sie sollten jedoch vorsichtig sein, denn mittels der Preischarts kann man durchaus den Eindruck einer solch dramatischen Preisbeschleunigung erwecken, obwohl in Wirklichkeit nichts dergleichen stattgefunden hat. Der Grund dafür ist, dass ein langfristiger und fortwährender jährlicher prozentualer Anstieg eine parabolische Form annimmt, wenn man einen linearen Preischart verwendet.

Nehmen wir den Goldpreis. Im Folgenden sehen Sie einen langfristigen Preischart, der den Eindruck einer dramatischen Aufwärtsbeschleunigung erweckt, die bis zum Preishoch des Jahres 2011 reicht. Darüber hinaus wird der Eindruck erweckt, der Preis sei nach dem Hoch von 2011 in sich zusammengebrochen. Dieser Eindruck ist jedoch falsch, weil für den Goldpreischart eine lineare X-Achse verwendet wurde.

Bei einem linearen Chart sieht ein 10%iger Preisanstieg von USD 1.500 pro Unze auf USD 1.650 pro Unze aber fünf Mal größer aus als ein 10%iger Preisanstieg von USD 300 pro Unze auf USD 330 pro Unze. Der fünf Mal größere Anstieg ist natürlich nur nominell auf Dollarbasis erfolgt, aber es ist die prozentuale Veränderung, die wirklich zählt. Es ist völlig unerheblich, ob ein Anleger Gold für USD 1.500 pro Unze kauft und es dann für USD 1.650 pro Unze erkauft oder ob er es für USD 300 pro Unze kauft und dann für USD 330 pro Unze verkauft – in beiden Fällen realisiert er einen Gewinn von 10%.

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Der oben stehende Chart verschleiert die Tatsache, dass der Anstieg des Dollar-Goldpreises von 2001 bis 2011 ziemlich gleichförmig verlief und es im Anschluss daran zu einer mehrjährigen Korrektur kam (im Gegensatz zu einem Preiszusammenbruch). Im Folgenden sehen Sie einen logarithmischen Preischart. Die Verwendung einer logarithmischen Y-Achse zur Darstellung des Goldpreises ist die genauere Methode, um die langfristige Goldpreisperformance zu veranschaulichen, da hier ein 10%iger Anstieg oder Rückgang eines Preises genau so aussieht wie ein 10%iger Anstieg oder Rückgang irgendeines anderen Preises. ..........................................

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Quelle: Propagandafront.de

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