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12.12.13 Das Große Spiel: Warum der Goldpreis in den kommenden Jahren wieder explodieren wird

Die asiatischen Puzzlesteine, aus denen sich das Große Spiel zusammensetzt, haben bisher nur wenig Sinn ergeben. Doch nun fallen sie alle an ihren Platz und beginnen uns eine Vorstellung vom finalen Bild zu vermitteln.

Die einzelnen Puzzlesteine sind völlig verschieden und reichen von Chinas territorialen Ansprüchen auf die japanischen Senkaku-Inseln, über den NATO-Rückzieher in Syrien bis hin zu Amerikas Entspannungspolitik mit dem Iran und dem überraschenden Schritt des Irans, die Beziehungen zu anderen Golfstaaten zu verbessern.

Der chinesische Yuan ist jetzt nach dem US-Dollar die weltweit am stärksten gehandelte Währung und hat den Euro verdrängt. Der britische Kanzler George Osborne flog jüngst kurzentschlossen nach China, wo bereits eine britische Delegation eingetroffen war. Und diese Woche fliegt David Cameron, abermals ohne große Ankündigung, nach China, um dort an hochrangigen Gesprächen mit dem neuen chinesischen Präsidenten und dem Premierminister teilzunehmen. Die britischen Medien melden, es sei eine Handelsmission.

Und dann haben wir noch einige goldfarbene Puzzlesteine, die auch noch irgendwie ins Puzzle wollen. Die Araber schmelzen gerade einen Teil ihres Goldes in neue 1-Kilo-Barren um, da an der Dubaier Gold- und Rohstoffbörse die Einführung eines Kassa-Gold-Kontrakts ansteht. Hierbei handelt es sich um eine absichtsvolle Abkehr von den Standards der Londoner Edelmetallbörse LBMA.

Die Goldimporte Chinas sind weit, weit größer, als die westlichen Analysten einräumen wollen. Trotz der sich beschleunigenden physischen Nachfrage aus Südostasien bestehen die westlichen Kapitalmärkte weiterhin auf eine Drückung des Goldpreises, wodurch das physische Metall schnell aus den westlichen Tresoren abfließt und in der Anonymität Asiens verschwindet.

Wenn man einen Schritt zurücktritt und sich das Gesamtbild anschaut, das sich aus den an ihren Platz fallenden Puzzlesteinen ergibt, kann man durchaus zu der Vermutung gelangen, dass hinter all dem die lenkende Hand der Chinesen steckt. Und obwohl man natürlich in jedes große Ereignis zu viele Dinge hineininterpretieren kann, scheinen die Entwicklungen zu Gunsten von China zu verlaufen.

Der Streit um die Senkaku-Inseln mit der provokativen Ausrufung einer Luftverteidigungszone durch die Chinesen wirkt wie ein Kung-Fu-Täuschungsmanöver, das darauf abzielt, Amerika aus dem Gleichgewicht zu bringen und zu zwingen, sich hinter seine Bündnisse mit Japan und anderen langjährigen Bündnispartnern zu stellen.

Amerika wurde hier auf dem falschen Fuß erwischt und durch einen neu ernannten und unerfahrenen US-Botschafter in Japan sowie die unmittelbar bevorstehende Ablösung des US-Botschafters in Peking noch zusätzlich behindert. All das lenkt Amerika davon ab, Chinas bedeutendere Interessen zu adressieren. Washington sendet jetzt zwar verspätet hochrangige Vertreter in die Region, aber das wird auch nichts nützen.

Wir müssen hier zu der Schlussfolgerung gelangen, dass China künftig nicht mehr an Amerika, das sein größter Handelspartner gewesen ist, interessiert ist. Chinas neues Interesse richtet sich vornehmlich in Richtung Asien. Hierfür nutzen die Chinesen die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). Die SCO ist ein Wirtschaftsblock, der von China und Russland geleitet wird und Zielsetzungen für den gesamten asiatischen Raum hat, wobei Südostasien und Japan derzeit noch ausgeklammert werden. ...............................

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Quelle: Propagandafront.de

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