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Philharmoniker Depot

25.11.19 Platinmarkt 2019 bisher ausgeglichen – 2020 Überschuss erwartet – Langfristig enorme Chancen

Das World Platinum Investment Council hat eine neue Analyse zum physischen Markt für das dritte Quartal veröffentlicht. Aufgrund der Goldrallye kam es bei Platin zu massiver Investmentnachfrage in Höhe von 1,2 Millionen Unzen, weshalb die Gesamtnachfrage um 2 % zunahm. Die diesjährige Prognose zeigt einen ausgeglichenen Markt und prognostiziert für 2019 ein Defizit von 30.000 Unzen, anstelle des erwarteten Überschusses von 345.000 Unzen. Die Nachfrage nahm aufgrund eines rekordverdächtigen ETF-Absatzes von einer Millionen Unzen, insgesamt um 12 % zu, was den erwarteten Rückgang der Nachfrage im Automobil- (- 5 %), Schmuck- (- 6 %) und Industriesegment (- 1 %) sowie das um 2 % höhere Angebot im Jahr 2019 mehr als kompensierte.

Die Bergbauproduktion hat um 1 % zugenommen, was zum Teil an der Aufnahme neuer Projekte, aber zum Großteil an der Raffination von im Vorjahr abgebautem Metall liegt. Aufgrund eines deutlichen Anstiegs des Preises von Palladium und Rhodium nahm die Wiederverwertung von Platin um 3 % zu, jedoch führten die zum Großteil niedrigen Platinpreise im Jahr 2019 zu einer geringeren Wiederverwertungsrate im Schmucksegment.

2020 soll es voraussichtlich einen Überschuss von 670.000 Unzen geben, da das Angebot nur um 1 %, die Nachfrage aber um 10 % abnehmen werden. Das liegt vor allem an einem Rückgang der Investitionsnachfrage, die zwar noch über dem 5-Jahres-Durchschnitt liegt, aber voraussichtlich nicht mit den diesjährigen Rekordzahlen mithalten kann. Die Bergbauproduktion wird voraussichtlich um 2 % niedriger sein als 2018.

Ein kurzfristiger deutlicher Anstieg wäre nur bei einem weiteren Anstieg der Investmentnachfrage möglich, was unwahrscheinlich ist. Fundamental muss man daher klar erkennen, dass Platin noch nicht abheben dürfte, wie es Gold bereits getan hat. Der Platinmarkt, der eine jährliche Gesamtnachfrage von 8 Millionen Unzen hat, dürfte künftig eine zunehmende Nachfrage durch gestiegene Diesel-Fahrzeug-Verkäufe sehen. Auch die Substitution von Palladium durch das günstigere Platin in der Industrie, dürfte die Platin-Nachfrage steigern. Beide Edelmetalle weisen ähnliche Eigenschaften auf. Diese Substitution in der Industrie, weg von Palladium und hin zu Platin, dürfte in den nächsten ein bis zwei Jahren stattfinden.

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Platin ist historisch einmalig günstig zu Palladium.

Das dann entstehende persistente Defizit dürfte zu einem sukzessiven Anstieg des Platinpreises führen, mindestens bis Platin und Palladium ihre Parität erreicht haben. Das Platin/Palladium-Ratio dürfte von seinem aktuellen historischen Tief bei 0,51 wieder deutlich ansteigen und eine Rückkehr zum statistischen Mittelwert bei 3 könnte langfristig durchaus möglich sein. Zu allen anderen Edelmetallen dürfte Platin dann in den kommenden Jahren aufholen und diese outperformen. An den folgenden Ratios sehen Sie, dass Platin aktuell zu allen anderen Edelmetallen historisch günstig bepreist ist, weshalb es eine langfristig extrem interessante Investmentmöglichkeit mit einem sehr guten Chance/Risiko-Verhältnis, darstellt. Gerade langfristig agierenden Investoren raten wir daher ihr Edelmetalldepot mit 5 – 10 % an Platin zu diversifizieren.

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Platin ist auch einmalig historisch günstig zu Gold.

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Zu Silber ist Platin zwar nicht historisch günstig, doch immer noch günstig im Vergleich zum langfristigen Durchschnitt.

© Blaschzok Financial Research

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Quelle: www.BlaschzokResearch.de | www.goldsilbershop.de

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