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Philharmoniker Depot

23.09.19 Technische Analyse zu Platin – Platin aktuell immer noch bullisch

Platin zeigte in den vergangenen Wochen deutliche relative Stärke... Positionierung der spekulativen Anleger (Commitments of Traders)... Mit einem CoT-Index von 15 sind die Spekulanten kurz vor einem historischen Extremwert. Absolut sind die Spekulanten so bullisch und so stark auf steigende Preise positioniert wie seit zwei Jahren nicht mehr. Seit dem Ausbruch aus dem langfristigen Abwärtstrend zeigt sich eine deutliche relative Stärke in den Daten. Dies ist zurückzuführen auf die starken Käufe in physisch besicherte ETFs, die kurzzeitig ein Defizit am Markt erzeugten.

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Die Marktteilnehmer sind so bullisch wie seit zwei Jahren nicht mehr.

Während es in den letzten Jahren ständig ein Überangebot gab, zeigte sich in den vergangenen zwölf Monaten ein ständiger Wechsel zwischen Stärke und Schwäche bzw. ein Wechsel zwischen Überangebot und Defizit auf dem physischen Markt. Dies zeigte bereits, dass der Markt im Bereich von 800 Dollar dabei war ein Gleichgewicht zu finden. Nachdem der Goldpreis seine starke Rallye vollzog, nahm auch die Investmentnachfrage im Platin noch einmal zu. Es kam zum Defizit am physischen Markt. Ob diese Nachfrage in den kommenden Monaten anhalten kann, ist fraglich, insbesondere ob eine Rezession die fundamentale Nachfrage schwächen könnte. Platin dürfte aufgrund der fundamentalen Situation noch sehr volatil bleiben und erst gemächlich einen neuen Aufwärtstrend ausbilden und langsam ansteigen.

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Die einfache Darstellung zeigt, dass sich die Position der Spekulanten im roten Bereich befindet.

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Platin: Ausbruch aus dem langfristigen Abwärtstrend

Der Bruch des langfristigen Abwärtstrends ist extrem bullisch zu werten. Die Unterstützung bei 800 Dollar, die in den vergangenen zwanzig Jahren mehrmals getestet wurde, konnte erfolgreich verteidigt werden und zugleich ein Abwärtstrend gebrochen werden. Langfristig ist diese Unterstützung damit bestätigt und nur der Ausbruch einer Rezession könnte dieser noch einmal gefährlich werden. Dem charttechnischen Signal sollten langfristig agierende Investoren auf jeden Fall folgen und langfristige Positionen aufbauen. Von daher ist ein nochmaliger Test der Unterstützung bzw. ein Rücksetzer auf das Ausbruchsniveau nicht auszuschließen.

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Platin brach den langfristigen Abwärtstrend und erzeugte ein Kaufsignal.

Der Tageschart zeigt den Ausbruch aus dem Abwärtstrend und den daraufhin erfolgten dynamischen Preisanstieg auf 1.000 Dollar je Feinunze. Dieser Widerstand hielt kurzfristig. Angesichts der extremen Positionierung am Terminmarkt wäre zumindest ein Rücksetzer auf das Ausbruchsniveau bei 880 Dollar in den kommenden Wochen möglich, bevor Platin mit neuer Kraft wieder weiter ansteigen kann.

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Nach dem Test des Widerstands bei 1.000 Dollar setzte eine erste Korrektur ein.

Der Intraday-Chart zeigt, dass die Unterstützung bei 930 Dollar zum Ende der letzten KW 38 hielt und es einen bullischen Ausbruch aus einer Konsolidierungsformation gab. Die Zinssenkung dürfte der Haupttreiber dieser Bewegung sein. Platin bleibt aktuell sehr anfällig für schlechte Wirtschaftsdaten. Solange diese Unterstützung bei 930 Dollar intakt ist, bleibt das Signal für Platin nun bullisch und ein Kauf. Erst mit dem Unterschreiten der Unterstützung bei 930 Dollar würde Platin ein kurzfristiges Verkaufssignal mit einem Mindestpreisziel bei 880 Dollar erzeugen.

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Kurzfristig konnte Platin noch einmal Stärke zeigen und bullisch nach oben ausbrechen.

Platin in Euro: Langfristige Tiefs wurden nicht mehr erreicht

In Euro erreichte Platin das Tief des Krisenjahres 2008 nicht mehr, da der Euro zum US-Dollar deutlich abgewertet hat. Der schwache Euro wird Platin zusätzlich unter die Arme greifen und steigende Preise erzwingen. Das neue QE-Programm unterstützt eine langfristig positive Preisentwicklung von Platin.

Charttechnisch hat Platin nun einen langfristigen Abwärtstrend erreicht, den es zu überwinden gilt. Darüber wäre der Weg bis zum nächsten Abwärtstrend bei 1.050 Euro frei. Kurzfristig ist jedoch eher mit einem erneuten Rücksetzer auf den neuen Aufwärtstrend bei 780 Euro zu rechnen, bevor sich der Anstieg fortsetzen könnte. Insgesamt ist das charttechnische Bild in der europäischen Schwachwährung besser als in dem relativ starken US-Dollar aktuell.

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Platin hat bei 900 Dollar einen Abwärtstrend erreicht, den es nun zu überwinden gilt.

© Blaschzok Financial Research

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