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Philharmoniker Depot

02.09.19 Technische Analyse zu Palladium

Terminmarkt zeigt immer noch relative Stärke... Positionierung der spekulativen Anleger (Commitments of Traders)... Zur Vorwoche zeigt sich der Terminmarkt neutral und zu Anfang August mit deutlicher relativer Stärke. Dies zeigt, dass das Defizit am physischen Markt, trotz der aufziehenden Rezession, immer noch vorhanden ist. Dies wiederum bedeutet, dass der Palladiumpreis grundsätzlich neue Hochs erklimmen könnte.

Die Notenbanken und Regierungen versuchen den Konjunkturzyklus zu verlängern bzw. den Beginn der wirtschaftlichen Kontraktion zu verschleiern. Deshalb könnte das Defizit am Palladiummarkt noch einige Zeit Bestand haben und es dürfte sich weiterhin relative Stärke zeigen.

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Die Terminmarktdaten sind einerseits im neutralen Bereich, doch andererseits zeigt sich relative Stärke.

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Die einfache Darstellung zeigt, dass sich die Position der Spekulanten im gelben bis grünen Bereich befindet.

Palladium in USD: Auf dem Weg zu einem neuen Allzeithoch

Der Palladiumpreis reagierte in den vergangenen Wochen meist diametral gegensätzlich zum Gold- und Silberpreis. Bei schlechten Wirtschaftsdaten oder neuen Hiobsbotschaften zum Handelskrieg der USA mit China, welche die Weltwirtschaft belasten und die Angst vor einer Rezession schüren, reagierten Platin und Palladium mit Preisrückgängen. Gold und Silber konnten durch diese Meldungen hingegen profitieren, da eine Rezession die US-Notenbank zu neuen geldpolitischen Lockerungen zwingen würde, wodurch die monetären Edelmetalle Gold und Silber im Preis steigen werden.

Deshalb konsolidierte der Palladiumpreis in den letzten Wochen, in denen der Goldpreis wie eine Rakete nach oben schoss. Erst nachdem China vergangene Woche verkündete, dass man wieder mit den USA am Verhandlungstisch sitze, konnte der Palladiumpreis wieder profitieren, was wiederum schlecht für Gold und Silber war.

Palladium gelang der Ausbruch aus einem kurzfristigen Abwärtstrend bei guten CoT-Daten und so folgte daraufhin am Freitag, den 30.08.2019 sofort ein Anstieg um 70 $ (+ 4,7 %). Es ist nun möglich, dass sich Palladium dem Trend der anderen Edelmetalle widersetzen und eine potenzielle Korrektur am Edelmetallmarkt nicht mitmachen wird. Sollten die Verhandlungen zwischen China und den USA produktiv sein, so dürfte Palladium davon stark profitieren und so schnell ein neues Allzeithoch in Euro sowie US-Dollar erreichen. Solange der Palladiumpreis den kurzfristigen Aufwärtstrend seit Mai nicht nach unten verlässt, ist dieser Markt long. Ein Ausbruch über den Widerstand an den Allzeithochs würde ein neues Kaufsignal auslösen. Fällt der Aufwärtstrend, so sollte man kurzzeitig glattstellen. Ein Short-Trade hat keine gute Chance auf Erfolg bei zu hohem Risiko, weshalb man davon im aktuellen Umfeld grundsätzlich absehen sollte.

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Palladium erzeugte am Freitag, den 30.08.2019 ein neues kurzfristiges Kaufsignal.

Palladium in Euro: Bullischer Wimpel vor dem Ausbruch nach oben

Der Langfristchart für Palladium seit 2007 zeigt den beeindruckenden Aufstieg des seltenen Edelmetalls. In der Wirtschaftskrise 2008 konnte man Palladium für 120 Euro erwerben und heute notiert der Preis 11 Mal höher. Die lange Konsolidierungsphase von 2011 bis 2016 war von deutlicher relativer Stärke geprägt, was schon damals das Defizit in diesem Markt offenbarte, weshalb wir bei 450 Euro in 2016 dazu rieten, Palladium mit in ein jedes Edelmetalldepot zu kaufen, da das Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) sehr gut war.

Mittlerweile notiert Palladium bei fast 1.400 Euro je Feinunze. Auf diesem Niveau hat sich nun eine bullische Flagge ausgebildet. Diese Formation könnte sich in Bälde bullisch auflösen. Betrachtet man die vorherige Fahnenstange, mit der sich ein spekulatives Kursziel errechnen lässt, so wird klar, dass ein weiterer Anstieg um mehrere hundert Euro durchaus möglich ist. Daher sollte man auf ein prozyklisches Kaufsignal über dem Widerstand bei 1.400 Euro reagieren und diese Chance nicht vorbeiziehen lassen.

Einzig schlechte Wirtschaftsdaten bzw. neue Hiobsbotschaften aus dem Handelskrieg könnte dies aktuell verhindern. Mittelfristig, auf Sicht der nächsten 1-2 Jahre, könnte eine Rezession den Palladiumpreis unter Druck bringen. Doch kurzfristig sieht es gut aus und wenn Palladium aus der Wimpel-Formation ausbricht, so sind weitere schnelle Preisanstiege zu erwarten. Einen Stop Loss sollte man daher bei 1.240 Euro platzieren.

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Der Palladiumpreis stieg in den letzten 11 Jahren um das 11-fache an.

Hier sieht man die Formation noch einmal in einem Tageschart. Sobald der Palladiumpreis über 1.400 Euro ausbrechen kann, erzeugt dies ein prozyklisches Kaufsignal. Da der Terminmarkt relativ bereinigt ist, dürfte es genügend Spekulanten geben, die diesem Kaufsignal folgen und kaufen werden. Da die Angebots- bzw.Nachfrage-Situation ohnehin angespannt ist und ein Defizit am Markt herrscht, können zusätzliche spekulative Käufe zu einem schnellen Preisanstieg führen. Sollten die anderen Edelmetalle in die Korrektur übergehen, so sehen wir Palladium im schlechtesten Fall noch eine Weile in einer Seitwärtsphase zwischen 1.150 Euro auf der Unterseite und 1.400 Euro auf der Oberseite gefangen.

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Palladium in Euro steht kurz davor ein neues Allzeithoch zu erreichen.

© Blaschzok Financial Research

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Quelle: www.BlaschzokResearch.de | www.goldsilbershop.de

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