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Philharmoniker Depot

26.08.19 Technische Analyse zu Platin

Terminmarkt zeigt relative Stärke zur Vorwoche... Positionierung der spekulativen Anleger (Commitments of Traders)... Das Hin und Her zwischen Stärke und Schwäche hält immer noch an. Angebot und Nachfrage scheinen aktuell ausgeglichen zu sein, wobei die Investmentnachfrage auch sehr hoch ist. Dennoch konnte Platin nicht mit dem Goldpreis ansteigen, was kein gutes Indiz ist.

Langfristig dürfte das physische Überangebot, das wir in den letzten anderthalb Jahren sahen, noch einige Zeit Bestand haben und sich weiterhin Schwäche in den CoT-Daten zeigen. Die Stärke, die zeitweise immer wieder auftaucht, ist stets gestiegener Investmentnachfrage geschuldet – dennoch schafften es die Bullen bisher nicht, den Widerstand bei 900 $ zu erreichen. Dies bleibt ein deutliches Warnsignal – bei der nächsten Preiskorrektur des Goldes könnte Platin neue Tiefs ausloten, wenn nicht vorher der langfristige Abwärtstrend gebrochen werden kann. Gold konnte Platin nicht mit nach oben ziehen – sobald Gold unter Druck kommt, testet Platin die Unterstützung bei 800 $.

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Die Terminmarktdaten sind im neutralen Bereich.

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Die einfache Darstellung zeigt, dass sich die Position der Spekulanten nun im gelben Bereich befindet.

Platin in USD: Boden bei 800 $ – bricht der Abwärtstrend?

Der Platinpreis konnte bisher die Rallye am Gold- und Silbermarkt nicht mitmachen. Dies liegt daran, dass Platin nicht als klassischer sicherer Hafen angesehen wird, da es kein monetäres Edelmetall ist. Platin wird primär in der Industrie verwendet, wobei gerade Industriemetalle in einer Rezession weniger nachgefragt werden und deren Preis real fallen dürfte. Dies erklärt warum Platin und Palladium seit Wochen diametral gegensätzlich zu Gold und Silber reagieren. Platin und Palladium leiden als Industriemetalle bei schlechten Wirtschaftsdaten, während Gold und Silber bei schlechten Wirtschaftsdaten ansteigen, da Marktteilnehmer dann neue monetäre Lockerungen erwarten und sich die monetäre Seite von Gold und Silber ausspielen. Die charttechnische Handelsspanne zwischen 800 $ auf der Unterseite und 900 $ auf der Oberseite dürfte bei Platin noch einige Zeit Bestand haben.

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Platin läuft seit einem Jahr trendlos seitwärts und bildet einen Boden aus.

Kurzfristig könnten die Platinmetalle in einem rezessiven Umfeld daher weiter unter Schwäche leiden, doch hat Platin bei einem Platin-Palladium-Ratio von 0,5 die weitaus besseren Chancen. Platin stieg im Vorfeld der Wirtschaftskrise 2008 stark an und brach dann drastisch ein, wie der nachfolgende Chart zeigt. Dies erinnert an den bisherigen Anstieg von Palladium, das in einer neuen Wirtschaftskrise eine ähnliche Bruchlandung hinlegen könnte. Platin ist hingegen unterbewertet und dürfte nicht mehr so stark fallen. Ratio-Trader greifen hier unlängst bei Platin in das fallende Messer. Platin dürfte zu seinem langfristigen Mittelwert des Ratios zu Palladium zurückkehren, weshalb Platin in etwa sechsmal besser performen wird als Palladium.

Charttechnisch hat sich bei Platin im letzten Jahr ein Boden bei 800 $ ausgebildet. Der Abwärtstrend rückt näher und eine Entscheidung naht. Fällt Platin unter 800 $, dann könnte es zu einem finalen Sell Off in einer Rezession kommen. Wird hingegen der Abwärtstrend durchbrochen, dann hat Platin das Schlimmste hinter sich und könnte dann vor einer neuen atemberaubenden Rallye stehen. Die Chancen für letzteres Szenario scheinen gut zu sein.

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Platin konnte bei 800 $ einen Boden ausbilden und ist dabei den Abwärtstrend zu überwinden.

Platin in Euro: Neuer Aufwärtstrend bereits intakt?

Platin in Euro steigt bereits seit fast einem Jahr an, was primär an der Schwäche des Euro liegt. Platin in Euro testete das Tief von 2008 nicht mehr und dieser Chart sieht viel besser aus, als der von Platin in USD. Platin in Euro muss nun den Widerstand bei 780 Euro je Feinunze zurückerobern und sich darüber halten, damit der neue Aufwärtstrend intakt bleiben kann.

Insgesamt erwarten wir, dass der Platinpreis in den kommenden Wochen noch sehr volatil bleiben dürfte, da einerseits die Inflation preistreibend wirkt und andererseits das Minenangebot sowie die Rezession preisdämpfend wirken. Langfristig sind wir hingegen extrem bullisch für Platin.

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Bei Platin in Euro ist ein neuer Aufwärtstrend seit einem Jahr bereits intakt.

© Blaschzok Financial Research

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Quelle: www.BlaschzokResearch.de | www.goldsilbershop.de

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