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06.10.16 Goldpreis verliert weiter – Bullenmarkt schon zu Ende?

Auch nach dem deutlichen Ausverkauf am Dienstag setzt der Goldpreis seine Talfahrt vorerst fort. Zuletzt rutschte die Notierung unter die psychologisch wichtige Marke von 1.300 Dollar und notiert derzeit bei rund 1.267 Dollar. Gute US-Konjunkturdaten, die Leitzinsanhebungen zur Folge haben könnten, drückten auf den Kurs. In den USA kletterte der ISM-Dienstleistungsindex auf ein 11-Monatshoch und signalisiert eine robuste Konjunkturentwicklung. Dieser Sektor machte einen Großteil der US-Wirtschaft aus. Damit steigt gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit einer Leitzinserhöhung. Zudem gab es Gerüchte, die Europäische Zentralbank könnte ihre Anleihekäufe früher als erwartet schrittweise zurückführen. Bisher wollte die EZB das Anleihekaufprogramm bis in den März 2017 hinein fortführen.

Anleger in Zinsangst

Am Dienstag war der Goldpreis zügig um etwa 40 Dollar abgesackt. Dabei wurden wohl auch zahlreiche Stopps ausgelöst. Mittlerweile ist Gold wieder so wenig Wert wie seit dem Brexit-Referendum Ende Juni nicht mehr. Die Analysten der Commerzbank erklärten den Preiseinbruch mit steigenden Zinserwartungen in den USA. Am Dienstag hatten sich zwei US-Notenbanker, die allerdings für eine straffe geldpolitische Haltung bekannt sind, für eine baldige Fortsetzung der Ende 2015 begonnenen Zinswende durch die US-Notenbank Fed ausgesprochen. Daraufhin stiegen die Zinsen für Staatsanleihen spürbar an, was Gold unter Druck setzte. Der Grund: Ein großer Nachteil der Goldanlage ist, dass sie zinslos ist. Steigen die Marktzinsen, verliert Gold in der Regel an Attraktivität.

Kurzfristig ist der Goldpreis nun tatsächlich charttechnisch angeschlagen, langfristig bleibt das Edelmetall aber höchst interessant. Anleger sollten versuchen bei der aktuellen Korrektur mit Abstauberlimits günstig zum Zuge zu kommen. Zudem lassen sich in einer Schwächeperiode die physischen Bestände weiter ausbauen.

(Mit Material von dpa-AFX)

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Quelle: DerAktionaer.de

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